Böse Schwestern können auch lieb sein
„Was geschah mit Baby Jane?“: Corinna Harfouch und Catherine Stoyan zeigen ein Schwestern-Duell im Stuttgarter Kammertheater. Die Aufführung gleicht einem altmodischen Happening.
„Was geschah mit Baby Jane?“: Corinna Harfouch und Catherine Stoyan zeigen ein Schwestern-Duell im Stuttgarter Kammertheater. Die Aufführung gleicht einem altmodischen Happening.
Frankfurt spart an der Kultur: Das Romantikmuseum und das Theater für Michael Quast fallen dem Rotstift zum Opfer. Kulturpolitiker Hoffmann macht Vorschläge, damit die Projekte nicht sterben müssen.
Sparen um jeden Preis: Unter dieser Losung verzichtet Frankfurt momentan auf wichtige kulturelle Institutionen, herausragende Architektur - und sein Profil.
Als Ein-Mann-Institut widmete sich der Auschwitz-Überlebende Joseph Wulf - oft angefeindet - mit Dokumenten-Publikationen der Aufklärung der Deutschen über die jüngste Vergangenheit.
Als Kind floh Melika Foroutan aus Iran nach Deutschland. In Berlin erzählt die Schauspielerin mit beeindruckender Offenheit ihre Familiengeschichte und spricht über neue Projekte und den Dünkel der Branche.
Der Mensch ist nicht nur sich selbst fremd: Stephan Kimmig inszeniert Eugen Ruges Romanadaption „In Zeiten des abnehmendes Lichts“ am Deutschen Theater Berlin.
Josef Winklers frühes Werk „Wortschatz der Nacht“ erscheint wie ein Gebet in höchster Not. Mit Sprachritualen werden hier traumatische Erfahrungen in einem katholischen Dorf gebändigt.
Erst eine berufliche Ausbildung, danach ein Studium. Das alte Modell wird wieder beliebter. Zunehmend wird die Lehre sogar zum Schlüssel für den Hörsaal.
In Mauretanien konkurrieren viele islamistische Gruppen um die verarmte Bevölkerung. Präsident Aziz hält die Zügel noch fest in der Hand, aber in seinem Land gärt es.
Viele Senioren wünschen sich Hausgemeinschaften mit Gleichaltrigen. In Frankfurt gibt es bisher nur wenige derartige Projekte. Ein Hausbesuch bei den Preungesheimer Ameisen zeigt, wie es funktioniert. Die Fundament-Gruppe „Naxos“ steckt noch in der Planung.
Der in Frankfurt tätige Schauspieler Viktor Tremmel empfindet die Bühne als sakralen Raum. Und als poetische Oase im Stadtgefüge.
Frankfurt ohne Mundartbühne: Die Vereitelung des Neuanfangs im Paradieshof und das Ende der Tradition am Großen Hirschgraben.
René Pollesch, Tim Staffel, Rimini Protokoll, She She Pop: Die Heroen des neuen Theaters sind alle in Gießen ausgebildet worden. Ein Sammelband erklärt, wie es dazu kommen konnte.
Kleingeistiges und Kunstkacke: Lukas Langhoff vergeigt Gerhart Hauptmanns „Berliner Tragikomödie“ in Bonn, Karin Henkel verneigt sich vor ihr im Schauspiel Köln.
Er lehrte nicht nur die Schwaben die Achtung vor Leistungsverweigerern. In diesen Tagen wäre Hermann Lenz hundert Jahre alt geworden. Eine Nachlese.
Er war stets ein gehorsamer Diener der Musik: Zum Tod des Dirigenten und einstigen Münchner Staatsopernintendanten Wolfgang Sawallisch
Klassenhass und Neid waren gestern, heute fühlt man sich statt dessen diskriminiert und vom Anderen beleidigt.
Selbst am Tag der Wahl wissen viele Italiener noch nicht, wem sie ihre Stimme geben - wenn überhaupt. Denn das Vertrauen in die alten Parteien ist gering. Das zeigt auch ein Besuch in Sizilien, der Region, die eine entscheidende Rolle bei der Machtverteilung spielen wird.
In Mailand versuchen die Designer, dem politisch gebeutelten Land Hoffnung zu geben – mit gutem Stil auf dem Laufsteg und teils großem wirtschaftlichen Erfolg.
Orgelkantaten mit Kräuterlikörstimme: Auf ihrem neuen Album schwelgen Nick Cave und die Bad Seeds in erhabener Ereignislosigkeit. Der Rock ’n’ Roll ist nur noch eine ferne Erinnerung.
Personaler interessieren sich zunehmend für die Freizeitgestaltung ihrer Bewerber. Ein spannendes Hobby kann sogar eine schlechte Note wettmachen.
Am Bahnhof „Römisches Theater“ in Mainz entsteht ein Schaufenster in die Vergangenheit. Das rund 2000 Jahre alte Bühnentheater soll einst das größte nördlich der Alpen gewesen sein.
Frankfurt hatte das Land Hessen, den Bund und das Ausland für sein Romantik-Museum begeistert. Nun soll der Plan Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. Das wäre eine gravierende Fehlentscheidung.
Vor fünfzig Jahren erschien „Mr. Moonbloom“ von Edward Lewis Wallant. Heute liest sich das Buch wie ein historischer Roman über ein Manhattan ohne Glanz und Metropolenpomp.
Statt wirtschaftspolitischer Diskussion gibt es nur viele Versprechen vor den Parlamentswahlen in Italien. Der Außenseiter Beppe Grillo könnte das Land künftig unregierbar machen.
Im Nachlass eines Wagner-Enkels ist das Bayreuther Tagebuch Alfred Pringsheims aufgetaucht. Der Schwiegervater von Thomas Mann war 1876 bei Proben zur „Ring“-Uraufführung dabei. Wir drucken erstmals Auszüge.
Es genügt, laut die Namen aus seinen Büchern aufzusagen, und die Kindheit ist wieder da. Otfried Preußler war ein Kindermagier und ein großer Schriftsteller.
Eine so charmante wie bösartige, deshalb echt alt-wienerische Angelegenheit: Heute Abend läuft „Meine Schwester“ im Ersten. Der Film ist eine Hommage an die Schwestern Hörbiger und eine unterhaltsame Krimikomödie.
Schwulentragödie und Judenkomödie: Ivan Nagel liest den „Kaufmann von Venedig“ mit kriminalistischem Spürsinn als Doppelspiel und feiert ihn als eine virtuose Verteidigung der Männerliebe.
Jeder einzelne Zug in Deutschland muss extra vom Amt zugelassen werden. Das kann dauern. Daher sind die Reserven der Bahn so ausgedünnt, dass es im Winter zu Verspätungen und Zugausfällen kommt.
lat. MAIN-TAUNUS-KREIS. Zwei Brandstiftungen haben dazu geführt, dass es an der Freiherr-vom-Stein-Schule mit einer kleinen Sanierung nicht getan war.
ajw. OFFENBACH. Als letzte von hundert Kommunen hat Offenbach gestern die Teilnahme am Schutzschirmfonds des Landes Hessen mit der Unterzeichnung des Vertrags ...
Mit der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Kurt Weill und Bert Brecht in der Neuinszenierung von Intendant Manfred Beilharz beginnen am 27.
Wenn einer kommt und sagt, er könne Gedanken lesen, dann ist es ziemlich leicht, das nicht zu glauben. Wenn Thorsten Havener kommt und sagt, er könne Gedanken ...
Der Wechsel auf dem Posten eines Abteilungsleiters in einem Schweriner Ministerium ist normalerweise ein in der Öffentlichkeit wenig beachtetes Thema.