Wiener Unschärfen
Orchester unter Rechtfertigungszwang: Auch der Auftritt der Wiener Philharmoniker in der Alten Oper Frankfurt hinterlässt Fragen.
Er hat mit Wagner in Stuttgart und Puccini in Frankfurt einen Riesenspagat hingelegt: Manuel Pujol ist neuer Chordirektor an der Oper Frankfurt.
Orchester unter Rechtfertigungszwang: Auch der Auftritt der Wiener Philharmoniker in der Alten Oper Frankfurt hinterlässt Fragen.
Drei Jahre nach der Entlassung von Marcel Lepper hat die Carl Friedrich von Siemens Stiftung einen neuen Geschäftsführer gefunden. Wer ist Andreas Urs Sommer, der von Freiburg nach München wechselt?
In der sachsen-anhaltischen Ortschaft Pobles ist ein Kulturort für die ganze Welt geschaffen worden. Dazu brauchte es einen mutigen Eigentümer und einen einfallsreichen Künstler.
Deutsche Szene: Die Klassiker-Stadt sonnt sich im Erbe Friedrich Nietzsches, der hier verdämmert ist. Was in Weimar blieb, ist sein Nachlass. Der ist nun Weltdokumentenerbe der UNESCO.
Von der Humanität über die Nationalität zur Bestialität: Wo Fans das Sagen haben, geht es nicht nur der Sprache an den Kragen. Zeit für eine überfällige Polemik.
Donald Trump und die neue Rechte feiern die Grenzüberschreitung. Dabei ist sie eigentlich ein Begriff der linken Philosophie – der vor allem bei Gilles Deleuze zentral war. Wie kam es zu dieser Verschiebung?
Gilles Deleuze, der Philosoph des Werdens, wäre am 18. Januar hundert Jahre alt geworden. Seine Möglichkeiten leben weiter – und unsere Wirklichkeit kann von ihm lernen.
Trost und Angst im Haus in den Dünen: Mit dem Klavierzyklus „La Maison dans les Dunes“ setzt Giuseppe Taccogna eindringlich seine Beschäftigung mit dem Werk des Impressionisten Gabriel Dupont fort.
„I’m still livin’ the dream we had“: Was den Reiz beim Leser der Romane von Navid Kermani ausmacht – Laudatio anlässlich der Verleihung des Thomas-Mann-Preises.
Weimars Nietzsche-Kolleg feiert seinen fünfundzwanzigsten Geburtstag mit einer großen Tagung. Warum wird der Name seines Gründers nicht erwähnt?
Von der Unsterblichkeit kosten: Reinhold Messner stand als erster Mensch auf allen Achttausendern. Jetzt wird der Grenzgänger achtzig Jahre alt.
Können Mensch und Pflanze harmonisch in einer „Atemgemeinschaft“ leben? Darauf legt Marianne Jungmaiers Gedichtband „Gesang eines womöglich ausgestorbenen Wesens“ es an.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Die Einheit von Sprache und Musik: Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ schließt sich unter der Regie von Brigitte Fassbaender in Erl. Und Vincent Wolfsteiner ist ein stimmgewaltiger Siegfried.
Entlarvungsfreudige Analysen sind in Mode: Jürgen Große untersucht Theorie und Praxis des Ressentiments.
Vor hundert Jahren wollten zwei junge Männer in Chicago den perfekten Mord begehen. Alfred Hitchcock bediente sich dieser Vorlage für seinen Film und stellt große Moralfragen.
Der Golf von Neapel hat etwas Magisches: Sorrent und Capri ziehen schon seit der Antike Kaiser, Künstler und Abenteurer an. Seit fast zwei Jahrhunderten steigen sie in den Grandhotels ab, manchne sind prächtiger denn je.
Auf zum Tempel aller Schmerz- und Lustekstasen: Dieses Gedicht zeigt, wie selbstbewusst und radikal Feminismus um 1900 klingen konnte.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
In den Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts wandten sich katholische Theologen mit Enthusiasmus Friedrich Nietzsche zu. Für Eugen Biser war der Austausch mit Mazzino Montinari prägend.
Wenn man bei dem, der mit dem Hammer philosophiert, den falschen Knopf drückt: Vor 150 Jahren starb David Friedrich Strauß, der Nietzsche zur ersten „Unzeitgemäßen Betrachtung“ reizte.
Das Schweizer Engadin hat nicht nur Schnee, sondern auch Gegenwartskunst. Ein Besuch bei einem Gemeindepräsidenten mit Blutstropfen auf den Schuhen und den neuen Ausstellungsorten am Berg.
Unpolitisch wachse das Volk, im Schutz der politischen Entscheidungen, von der Gewalt des Staates abgeschirmt gegen jeden lichten Einfall: Sarkastisch verwies Franz Blei diesen Gedanken von Carl Schmitts NS-Verfassungslehre in die Sphäre der Spökenkiekerei. Bleis verschollener letzter Brief an Schmitt aus dem Januar 1934 wird hier erstmals publiziert.
Ein ehrgeiziges Modellprojekt philosophiegeschichtlicher Forschung: In Weimar wurde über die neue digitale Nietzsche-Edition beraten, die Texte und Kontexte zusammenführen soll, um den Nachlass welterbetauglich zu machen.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Am Ende ist der Autor vielleicht nur scheintot: Im Streit um die Prinzipien philosophischer Werkausgaben ist Peter Schäfers Synopse der hebräischen Himmelsreiseliteratur hilfreich.
Der promovierte Philosoph James Hibbard rät zum Radfahren. Eine gewisse Überintellektualisierung führe aber eher zu einem unglücklichen Leben. Denn Lebendig-Sein hat viele Facetten.
Chanel hat es vorgemacht, Dior legt nach: Immer mehr Luxushäuser gründen Buchclubs. Ein Blick auf die Leseempfehlungen von Chanel, Charlotte Casiraghi und Co.
Die Nachricht vom Tod des Autors ist in der editorischen Praxis nicht angekommen: Das postume Werk großer Philosophen wie Nietzsche, Heidegger, Carnap und Blumenberg wächst.
Ein zunehmend onkeliger Kommentator schaltet sich ein: Michael Kleeberg beendet die Romantrilogie um seinen Protagonisten Karlmann Renn.
Eine kleine Sensation: Die Klassik Stiftung Weimar präsentiert der Öffentlichkeit erstmals Nietzsches Möbel und Haushaltsgegenstände. Allerdings nicht ohne einen didaktischen Unterton.
In Leipzig kam die Faszination für den Philosophen: Elmar Schenkels anekdotische Wahrheiten zu Friedrich Nietzsche entfalten ein breites Spektrum an Skurrilitäten, Assoziationen und Fakten.
Sie teilten manchen Wahn und manche Wunde: Ein Widmungsgedicht von Gottfried Benn für den zehn Jahre jüngeren Ernst Jünger.
Von Grundformen der Kooperation bis zu Grabenkämpfen der Gegenwart: Hanno Sauer blickt weit zurück bei seiner Suche nach dem Ursprung von Gut und Böse.
Das Handexemplar der Erstausgabe der „Geburt der Tragödie“ aus dem Besitz von Nietzsches Sekretär Heinrich Köselitz dokumentiert die innere Befreiung des Schülers vom Meister.
Felix Mendelssohn Bartholdy wird in Leipzig mit Sinn und Verstand geehrt. Nur Kulturministerin Claudia Roth verirrt sich rhetorisch ins Unredliche.