Wem totale Einmauerung nutzt
Moral ist eine Sache, Ökonomie aber die entscheidende: Europa muss sich überlegen, welchen Werten es angesichts der Flüchtlinge die Treue halten will. Ein Gastbeitrag.
Moral ist eine Sache, Ökonomie aber die entscheidende: Europa muss sich überlegen, welchen Werten es angesichts der Flüchtlinge die Treue halten will. Ein Gastbeitrag.
Wie es dann doch zum vierten Teil von Nietzsches „Zarathustra“ kam und wer vom „übermenschlichen Arbeiten“ schreibt, erzählt die Vorschau auf die Auktionen mit Büchern und Autographen bei Bassenge in Berlin.
Damit es nicht nur bei Erinnerungen an eine versunkene Stadt bleibt: Frankfurts neues Altstadtquartier wächst auf uraltem Boden – und setzt zum Glück deutlich heutige Zeichen.
Kardinal Meisner spricht im Interview über seine Kindheit in Schlesien, Heilige Messen ohne Publikum, die Bedeutung des Festes der Familie und seinen Geburtstag am ersten Weihnachtstag.
Es hilft nicht weiter, in der Religion auch den Ursprung von Gewalt zu sehen. Aber auch ein bedingungsloser Pazifismus ist manchmal nicht das Richtige. Ein Gastbeitrag über eine riskante Gratwanderung angesichts des IS-Terrors.
Der ehemalige Top-Manager Thomas Middelhoff hat alles verloren: Ruhm, Geld und Freunde. Sein Schicksal zeigt, was passiert, wenn Charismatiker von der eigenen Großartigkeit geblendet werden.
„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“: So lautet der Auftakt oder der Abspann - und dazwischen macht sich diffuse Wut breit. Über den Umgang mit Ressentiments.
"Elite" hat in Europa den Begriff der "Masse" als Reizwort der Gesellschafts-Beschreibung abgelöst. Welcher soziale Strukturwandel hat diese Bewegung ausgelöst, und wie wird er sich weiter entwickeln?
Papst Franziskus schreibt gegen die Tyrannei des Marktes und geißelt den Reichtum. Das entspricht christlicher Tradition. Bloß für die Armen springt dabei nichts heraus.
Im warmen Sorrent, in der Villa Rubinacci, hatte Friedrich Nietzsche die Monate zwischen Ende Oktober 1876 und Anfang Mai 1877 verbracht.
Im Sport ausgerechnet macht sich plötzlich der fast ausgemusterte Begriff "Demut" wieder breit. Wem aber sollen wir nach dem Tod Gottes demütige Unterwerfung schulden? Etwa den Siegern der Campions League?
Wie mögen die 17 000 - von etwa 40 000 - athenischen Bürger, die 430 v. Chr. der Uraufführung von Sophokles’ „König Ödipus“ im Rahmen der Großen Dionysien ...
Franziskus fügt dem „nahezu fertiggestellten“ Text Benedikts nur wenig hinzu. Seine erste Enzyklika hält fest, dass sich Vernunft und Glauben nicht widersprächen.
Gewissheiten waren seine Sache nicht. In dem Columbus-Gedicht „Nach neuen Meeren“ unternimmt Friedrich Nietzsche Wort für Wort eine Expedition ins Unendliche.
ANTWERPEN, Anfang JuniDer Intendant der Vlaamse Opera kommt ganz in Weiß an diesem Abend. Und doch wirkt Aviel Cahns Anzug auch noch zur mitternächtlichen ...
Wagners Bühnenweihfestspiel und die Metropolitan Opera: eine eigene Geschichte. In New York gab es die erste Aufführung außerhalb von Bayreuth. François Girards Neuinszenierung ist wunderbar lesbar.
An diesem Dienstag hält der Dichter Michael Lentz die letzte seiner Frankfurter Poetikvorlesungen. Wir haben ihn zum Kern seines Literaturverständnisses befragt und präsentieren einen zentralen Auszug aus der Vorlesung.
Nach achtzig Jahren kann man es endlich bestaunen: Das Werk des russischen Kulturphilosophen Vjaceslav Ivanovic Ivanov.
Gott ist tot: Das ist ein urchristliches Motiv. Die Götter der alten Mythenwelt, ob sie Uranus, Isis oder Baal geheißen haben, handelten, sprachen oder ...
Von Gundula WergerDie Sichtachse hat sich zufällig ergeben. Sie verbindet das Nietzsche-Haus mit der Chesa Laret, die einmal Villa Spitzer hieß.
Elektronische Droge und tosender Beifall: Bei modernen Zuschauern wird das Mobiltelefon selbst in Theateraufführungen zur Sucht. Die Jahrzehnte des „stillen Beifalls“ sind leider auch vorbei.
Das Fernsehen ist tot, so künden es die Netz-Evangelisten. Aber das nächste große Ding, welches das Lagerfeuer des 20 Jahrhunderts ersetzen könnte, zeigt sich derzeit nur schemenhaft von ferne.
Seit einem halben Jahrhundert ist er unser Gewährsmann für Liebe, Ehe, Glaube und deutsche Befindlichkeiten: An diesem Samstag wird Martin Walser fünfundachtzig Jahre alt. Und er zeigt keinerlei Müdigkeit.
Herz der Finsternis und ästhetische Offenbarung: In Béla Tarrs meisterlichem Film „Das Turiner Pferd“ wird der Reichtum der abendländischen Kunst in die öde Wohnzimmerstube hineingeholt.
Die Zeiten, in denen man öffentliche Ämter mit Geschenken kaufte, sind lange vorbei. Doch Christian Wulffs Umgang mit einem Privatkredit weckt Erinnerungen.
Les hommes sont si nécessairement fous que ce serait être fou par un autre tour de folie de n'être pas fous. (Blaise Pascal) Die derzeit dominante Weltsprache der Philosophie, ihre globale Kardinalsprache, kennen wir seit bald zweieinhalb Jahrtausenden.
Drei Jahre lang hat ein Historiker in den Archiven der Unternehmerfamilie über deren Nazivergangenheit geforscht. Jetzt liegt sein Buch vor. Das Ergebnis: „Der Großvater war Teil des NS-Regimes“.
FRANKFURT, 22. September. "Es waren alles Männer, die, ebenso wie mein Vater, während des Krieges nur von einem Ziel beseelt waren. Es war halt Krieg. Jeder musste seine Pflicht tun, sein Bestes geben.
Mehr als vierzig Jahre sind seit dem ersten „Planet der Affen“- Film vergangen, dem vier Fortsetzungen folgten. In „Prevolution“ erfahren wir endlich, was vorher geschah.
Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham" - dies sei, so schrieb Friedrich Nietzsche, der Affe für den Menschen. Der Philosoph formulierte das auf dem Höhepunkt des Booms von Darwins Theorie über die Evolution der Arten, um gegen ...