Haarsträubend hilflos
Felix Mendelssohn Bartholdy wird in Leipzig mit Sinn und Verstand geehrt. Nur Kulturministerin Claudia Roth verirrt sich rhetorisch ins Unredliche.
Felix Mendelssohn Bartholdy wird in Leipzig mit Sinn und Verstand geehrt. Nur Kulturministerin Claudia Roth verirrt sich rhetorisch ins Unredliche.
Man darf es nicht unterschätzen: Wer sich das Studentenfutter genauer anschaut, findet dort alle Positionen aktueller Bildungsdebatten wieder.
Der Einzelne und seine Moral: Eberhard Rathgeb porträtiert das entschiedene Außenseitertum von Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche und Sören Kierkegaard.
Sieben Szenen geben mit spannungsreicher Musik episodenhaft und doch bündig Einblick in Friedrich Nietzsches bissige Abrechnung mit dem Christentum.
Nietzsches letztes, skandlöses Buch bildet die Grundlage für die neue Oper des italienischen Avantgarde-Komponisten.
Alles unter dem Stern des Idealismus: Joachim Radkau beschreibt das Leben der Malwida von Meysenbug.
Er hat den Champagner in die Alpen gebracht: Richard Wagner war einer der ersten Touristen in St. Moritz – gefallen hat es ihm dort allerdings nicht
Mit großen Gesten hinein in den Small Talk: Per Leo stürzt sich in alle Debatten zum Stellenwert des Holocaust und stolpert dabei von einer verwegenen Behauptung zur nächsten.
An diesem Mittwoch enden die Bayreuther Festspiele. Der Politologe Herfried Münkler erklärt den Zusammenhang zwischen Bayreuth, dem Kapitalismus und einem Waffenlager im Garten.
Wir sind Bestandteil der Natur. Doch die Menschen heben sich gerne von ihr ab und sehen sich nicht als Teil dieser an. Wie Musik und Mythos zwischen Mensch und Natur vermitteln.
Als glänzender Essayist widmete er sich Nietzsche und Baudelaire, der griechischen Antike ebenso wie der indischen Kultur. Als Geschäftsführer leitete er den Verlag Adelphi Edizioni. Nun ist Roberto Calasso im Alter von achtzig Jahren gestorben.
Stöhnensgemeinschaft zwischen Mensch und Tier: In Dantes Hölle finden nicht einmal die Tiere ihren Frieden.
Sprachliche Verwahrlosung bedroht zunehmend die Gesellschaft. Einzig Schriftsteller können die Universitäten und die Welt noch retten. Ein Gastbeitrag.
Die Buchmesse in Leipzig ist abgesagt worden, der Pandemie wegen. Zum Trost hier eine Geschichte aus einer Zeit, als Bücher riskant waren.
Über viele Jahrhunderte kreiste das abendländische Denken um die Not und den Segen des Verzichts. Heute ist der Begriff weitgehend aus der Mode gekommen – zu Unrecht. Ein Essay.
Der Körper als Grenze? Die Queer-Bewegung will mehr und zielt darauf, das Ich unabhängig vom Leib umzuprogrammieren. Doch die neuen Luftsprünge sind virtuelle Kopfgeburten.
Zwei neue Bücher über Nietzsche: Sue Prideaux macht den Philosophen filmreif, Heinrich Meier präsentiert ihn als Neuerfinder einer Lebensform.
Angeblich fliegen in der Bergluft die Golfbälle weiter als im Tal – aber trotzdem muss man sie erst mal treffen. Eine Reise ins Oberengadin, wo der Autor versuchte, Golf zu lernen, und eine üble Schreibkrise nicht überwand.
Nach Ende des zweiten Weltkriegs hatten die Franzosen viel Spott und Häme für den deutschen Philosophen Nietzsche übrig. Jetzt entdeckt ein Übersetzer seine Schriften neu.
Deutsche sind über die Jahrhunderte in Sibirien tätig gewesen – Forscher, Ärzte, Ethnologen. Die „Deutschen Tage“ in Jakutsk ziehen viele Interessenten an: Ein Gastbeitrag über einen literarischen Besuch in der kältesten Hauptstadt der Welt.
1984 versuchte unser Autor im Alter von 19 Jahren aus der DDR zu fliehen. Er wurde gefasst, saß im Knast, wurde freigekauft. Erst jetzt hat er seine Stasi-Akte eingesehen.
Beim Beethovenfest in Bonn gibt Nike Wagner vor, ein dramaturgisch durchdachtes Programm von hoher Qualität zu bieten. Doch vor allem arbeitet sie sich an ihren eigenen Vorurteilen zu Musik und Publikum ab.
Wie die Künstlerin Jenny Odell zur Ehrenrettung des Nichtstuns ansetzt. Und welche Rolle Vögel dabei spielen.
Mancher Erfolg der Studenten in den Sechzigern wird überbewertet. Nun kommt die Zeit für eine Einordnung. Ein Gastbeitrag.
Aus der ganzen Welt pilgern Menschen zum Grab von Friedrich Nietzsche nach Sachsen-Anhalt. Was sie dort hinterlassen, erzählt eine ganz eigene Geschichte.
Avital Ronell, intellektuelle Erbverwalterin Jacques Derridas, wird in New York wegen sexueller Belästigung eines Promovenden zur Rechenschaft gezogen. Die Aufarbeitung der Universität überrascht.
„Wie komm ich am besten den Berg hinan? Steig nur hinaus und denk nicht dran!“ Auf dem Weg nach L’Alpe d’Huez hilft vielleicht Friedrich Nietzsches Sinnspruch. Die Tour hat bereits zuvor monumentale Bilder geliefert.
Ein mehr als tausend Seiten starkes Werk erzählt das Leben von Felix Hausdorff. Das Schicksal des Mathematikers, Dichters, Philosophen und deutschen Juden verdient, bekannter zu werden.
Immer deutlicher wird eine Generation von Teenagern zum Ursprung der Innovationen in Silicon Valley. Zeichnet sich eine Diskontinuität menschlicher Intelligenz ab?
Karlsruhe wagt sich an die Uraufführung von Avner Dormans Bayreuth-Oper „Wahnfried“. Sie hat etwas von höherem Kasperletheater. Als Umgang mit einer Schreckensgeschichte nicht die schlechteste Wahl.
Lange war die Reaktion auf Nietzsches Philosophie überschattet von der Begeisterung seiner nationalsozialistischen Leser. Könnte sich nun die Möglichkeit einer Lektüre öffnen, die bei Momenten existentiellen Zusammenbruchs ansetzt?
Die Geschichte der europäischen Nationalstaaten belegt, dass sich Gefühle der Verbundenheit und Nähe nicht verordnen lassen. Aber es hätte der EU nicht geschadet, symbol- und geschichtspolitisch mehr zu tun und früher damit zu beginnen. Zu spät ist es nicht.
Heimholung des ungeliebten Sohns: In Röcken, dem Geburts-, Tauf- und Begräbnisort des Philosophen, tut man wieder etwas für dessen Andenken.
Marc Jongen ist Philosophiedozent und stellvertretender Landesvorsitzender der AfD in Baden-Württemberg. Derzeit arbeitet er an einer philosophischen Grundlegung seiner Partei. Die soll die Dekonstruktion von Familie und Volk verhindern.
Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ spielt in Martin Walsers Leben und Schaffen eine tragende Rolle. Als Schriftsteller verehrt er Nietzsche und wagte sich nie über ihn zu schreiben. Nun schreibt Walser mit ihm.
Der Ort, um den es in diesem Gedicht geht, vereinigt Kultur und Barbarei. Stephan Hermlin, der sozialistische Vorzeigedichter, gewinnt ihm mit Nietzsche eine Utopie ab.