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Heiner Goebbels im Gespräch mit Dorte Lena Eilers und Frank Raddatz von Theater der Zeit.
Stifters Dinge: Der Zuschauer als Souverän

Heiner Goebbels im Gespräch mit Dorte Lena Eilers und Frank Raddatz von Theater der Zeit.

Das Erste, was man von Heiner Goebbels neuestem Werk „Stifters Dinge“ sieht, ist die Maschine: ein Gebirge aus verkanteten, skelettierten Klavieren und Flügeln, von Rauch umwabert, die offen liegende Mechanik zeigend, dazwischen Zahnräder, Hebelarme, Blechplatten, ein steil aufragendes Regenrohr und mehrere sich in die Höhe rekelnde Äste abgestorbener Bäume. Die Maschine ist der Protagonist des Abends, beginnt plötzlich wie von selbst Töne und Geräusche zu erzeugen, scheinbar selbstvergessen in loser Abfolge oder auch mal ganz konkret: Bachs Italienisches Konzert F-Dur. Während Wasser in quadratische Bassins fließt und Gazevorhänge auf- und niederfahren, wispern aus Lautsprechern geheimnisvolle Stimmen: Eingeborenengesänge aus Papua-Neuguinea, ein Interview mit Claude Lévi-Strauss und schließlich eine Erzählung des Biedermeierdichters Adalbert Stifter.

28.05.2013 14:16 Uhr

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