Die Namen der Ermordeten
Rausgehen oder bleiben? Özlem Özgul Dündars „an grenzen“ im Staatstheater Wiesbaden ist ein wütender Aufschrei zum Thema Arbeitsmigration und rechtsextremer Terror. Das ist fordernd.
Rausgehen oder bleiben? Özlem Özgul Dündars „an grenzen“ im Staatstheater Wiesbaden ist ein wütender Aufschrei zum Thema Arbeitsmigration und rechtsextremer Terror. Das ist fordernd.
Schnitzeljagd mit Karaoke: Die Regisseurin Antigone Akgün verbindet das Schicksal sogenannter Gastarbeiter mit deutschen Klischees über Griechenland. Ein performativer Spaziergang im Wiesbadener Stadtteil Biebrich.
Vorwürfe gegen die Leiterin der Maskenabteilung führen zur Freistellung am Berliner Ensemble. Intendant Oliver Reese sieht sich ebenfalls mit dem Vorwurf des schlechten Umgangs konfrontiert. Was ist dran?
Hunderte Scheinwerfer hängen im Frankfurter Opernhaus, manche in schwindelerregender Höhe. Die Beleuchter steuern sie – und übersetzen so die Intentionen von Regisseur und Bühnenbildner in Licht.
In „Sancta“ setzte sie weibliche Körper erheblichen Belastungen aus. Jetzt ist die Künstlerin und Choreographin Florentina Holzinger erstmals im Kino als Schauspielerin zu sehen. Ein Whatsapptelefonat.
Unter dem scheidenden Präsidenten Thomas Bach hat das IOC sehr viel Geld verdient. Zugleich verlor es im Umgang mit den skrupellosen Machenschaften Russlands auch im Weltsport einen unschätzbaren Wert.
Geistiges Eigentum? Spielt keine Rolle! Das Bolschoi-Ballett übt sich im Propaganda-Einsatz für Putin. Dazu gehören auch der Raub von Lizenzen und Repressionen gegen seinen früheren Direktor Alexei Ratmansky.
Aristophanes trifft Hitchcock: Lilja Rupprecht inszeniert „Die Vögel“ am Schauspielhaus Zürich als Kooperation mit dem Theater Hora und einer erstaunlichen Analogie.
Das Weinfrühstück in Mainz startet mit neuem Namen. Trotz Standortwechsel zum Tritonplatz ist der Andrang groß.
Zauber tiefster Flatness: Das Wiesbadener Museum Reinhard Ernst brilliert mit dem weltgrößten Bestand an Bildern der Malerin Helen Frankenthaler in Privathand.
In Mainz wird ein erster Einblick in die Tagebücher von Elias Canetti gewährt, die der Literaturnobelpreisträger für dreißig Jahre hatte sperren lassen. Das ist literarisch spektakulär und moralisch zum Teil ernüchternd.
Nachdenken über deutsche Atomwaffen +++ Feindbild Russland +++ Wählerwille und Koalitionsverhandlungen +++ Langeweile bei der Bundeswehr
Das Junge Staatsmusical zeigt den Kinohit um den Straftäter Zeki Müller, der die Liebe zum Lehrberuf findet. Die Wiesbadener Inszenierung von „Fack ju Göhte“ ist temporeich, die Figuren sind schön gezeichnet und die Sprüche sitzen.
Seit knapp zehn Jahren ist Stefanie Stappenbeck als Linett Wachow in der ZDF-Serie „Ein starkes Team“ zu sehen. Im Stil-Fragebogen spricht sie über ihre Fähigkeit zur Hingabe und die Liebe zu ihrer Tochter.
In der wichtigsten Partie des Jahres gegen Ajax Amsterdam spielt die Eintracht darum, wie über sie gesprochen wird. Der Druck auf Frankfurts Trainer Dino Toppmöller ist gestiegen.
Als Hitlers „Blitzmädchen“ entkam sie nur knapp der Schlacht um Berlin, später bildete sie mit Heiner Müller ein ungleiches Schreibpaar. Von der DDR enttäuscht, beging sie 1966 Suizid. Heute wäre Inge Müller hundert geworden. Eine Hommage.
Sir Ian McKellen wurde als Zauberer Gandalf im „Herrn der Ringe“ einem Millionenpublikum bekannt. Hier spricht er über seinen neuesten Film „The Critic“, über Tolkien und darüber, dass er jeden Tag an den Tod denkt.
Ein Kräftemessen zwischen Professor und Studentin: Ulrich Waller inszeniert David Mamets altes Stück „Oleanna“, das unsere Debatten um MeToo vorweggenommen hat.
Peter Jordans und Leonhard Koppelmanns erste Inszenierung am Schauspiel Frankfurt komprimiert Cervantes’ „Don Quijote“ auf die Dauer von anderthalb Stunden. Das Ganze soll vor allem unterhaltsam sein.
Was macht ein geschasster Theaterkritiker? Ian McKellen schmiedet im Kinofilm „The Critic“ ein Mordkomplott und spannt Gemma Arterton für seine Rachepläne ein.
Unwiederbringlich: Als Klaus Heinrich im Wintersemester 1978/79 über Piranesi sprach, baute er eine Reminiszenz an Maria Callas ein. In der Edition der Dahlemer Vorlesungen wurde die Stelle in den Fußnotenapparat verbannt.
Luxuskrise hin oder her: Das Prêt-à-porter in Paris ergeht sich in wilden Träumereien. Sarah Burton gibt ihr Debüt bei Givenchy, Balenciaga überrascht mit einer tragbaren Kollektion, und bei Florentina Leitner wird es edgy.
Tobias Kratzer will als neuer Intendant der Staatsoper Hamburg nicht mehr nur die alten Schlachtrösser des Repertoires ständig neu satteln, sondern vor allem dem Publikum die Zunge lösen.
Jonathan Schyns war als Jugendlicher drogensüchtig, an vieles zwischen 13 und 19 hat er keine Erinnerung mehr. Heute steht er mit seiner Mutter Susanne auf der Bühne – um zu erzählen, was war und wie Abhängigkeit und Rausch funktionieren.
Athol Fugard, Südafrikas liberale dramatische Stimme, ist gestorben. Seine Stücke prägten das Protest-Theater gegen die Apartheid. Seine Gesichtszüge waren von früh an zerfurcht, aber sein Charakter von sanfter Dringlichkeit.
Nach drei Niederlagen in Serie in der Bundesliga ist der Vorsprung im Rennen um die Champions League dahin: Sind die Frankfurter Spieler müde? Oder liegt das Problem woanders – etwa im Kopf?
Mit der ZDF-Familienserie „Unsere Drombuschs“ wurde er berühmt, sein komödiantisches Talent zeigte er auch im Kino an der Seite von Loriot. Jetzt ist der vielseitige Schauspieler Hans Peter Korff gestorben.
Sie sind abgewählt, sollen aber noch folgenschwere Entscheidungen treffen. So gehen die Frankfurter Abgeordneten Bettina Wiesmann und Thorsten Lieb mit der Abstimmung über Milliardenschulden und dem Abschied von Berlin um.
Ähnlichkeiten mit der Gegenwart sind offenkundig: Der Lebensweg von Simone Weil, die sich von der Pazifistin zur Widerstandskämpferin wandelte, bietet ein Lehrstück über die Herausforderungen unserer Zeit.
Die Berliner Festspiele zeigen das Stück des israelischen Choreographen Emanuel Gat „Freedom Sonata“ als deutsche Erstaufführung. Sie wirkt wie vom Zeitgeist der neunziger Jahre stehengelassen.
Beim 1:2 gegen Union Berlin verliert die Eintracht das dritte Bundesliga-Spiel in Serie – und damit vorerst Platz drei. Auch der Premierentreffer eines Neuzugangs kann die Frankfurter diesmal nicht retten.
Dresden war zu DDR-Zeiten seine Bühne, mit subversiven Inszenierungen machte er von sich reden: Zum Tod des Theaterregisseurs Wolfgang Engel.
Katja Ebstein ist die Ausnahmeerscheinung unter den Schlagersängerinnen. Und das nicht nur, weil sie sich auch immer wieder politisch engagierte. An diesem Sonntag wird sie 80 Jahre alt.
Schaffen Sie es, das hintersinnige und kniffligste unserer Worträtsel aus der F.A.S. zu lösen?
Nicht nur seine Theater-Inszenierung von „Warten auf Godot“ sorgte in Dresden für einen Besucheransturm. Theaterregisseur Engel avancierte vor dem Mauerfall in der DDR zum Meister der politischen Metapher.
Frauen in Hessen erhalten 28 Prozent weniger Rente als Männer. Ein breites Bündnis fordert jetzt Maßnahmen gegen Altersarmut, etwa eine existenzsichernde Mindestrente und bessere Anerkennung von Sorgearbeit.