Freispruch für die Bomberpilotin
Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama „Terror“ feiert am Colony Theatre in Miami Beach seine amerikanische Erstaufführung. Dabei werden einige inhaltliche Anpassungen nötig.
Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama „Terror“ feiert am Colony Theatre in Miami Beach seine amerikanische Erstaufführung. Dabei werden einige inhaltliche Anpassungen nötig.
Drei Kurzfilme hat das italienische Label Caruso mittlerweile veröffentlicht. Alle stellen ein Stück italienische Kultur vor, aber mit Stil. Wieso können Italiener den eigentlich so gut? Und ist das nun Mode oder Marketing?
Egal ob Hartz-IV-Empfänger, Durchschnittsverdiener oder Chefarzt: Die meisten kaufen Kleidung möglichst billig und bequem. Der Autor des Standardwerks der Herrenmode, Bernhard Roetzel, ist verzweifelt. Ein Interview.
Schon die zweite Versteigerung im März 1767 galt dann ganz der Kunst: Das Auktionshaus Christie’s feiert seinen 250. Geburtstag - und mit ihm ein großes Stück Kunstmarkt-Geschichte.
Karlsruhe wagt sich an die Uraufführung von Avner Dormans Bayreuth-Oper „Wahnfried“. Sie hat etwas von höherem Kasperletheater. Als Umgang mit einer Schreckensgeschichte nicht die schlechteste Wahl.
Hierzulande fällt den Leuten erst, wenn sie ein Foto sehen, ein, dass sie dieses unvergessliche Gesicht natürlich gesehen haben. In England war er Weltkulturerbe. Der große Schauspieler John Hurt ist gestorben.
Kino der Freundschaft, Theater der Liebe: Wim Wenders hat ein Zweipersonenstück von Peter Handke verfilmt. Doch „Die schönen Tage von Aranjuez“ setzt auf eine Idee von Nähe, die nur bedingt funktioniert.
Sie ist fasziniert von Regisseuren, die eine große Idee haben: Paula Hans geht bei der Erarbeitung ihrer Rollen am Schauspiel Frankfurt mit Leidenschaft zur Sache.
Hier treffen Adelige auf Bürger, wenn die sich zu benehmen wissen und die Rechnung zahlen können: Eine Geschichte der Grandhotels um 1900.
Überdrüber-Plastikphantastik: „Oczy Mlody“, das neue Album der Flaming Lips, ist ein Regenbogentrip mit depressiven Phasen. Bisweilen klingt es, als ob Kekskrümel im Lautsprecher wären.
François Hollandes bitteres Erbe: Nach der Vorwahl ihres Präsidentschaftskandidaten steht Frankreichs Linke vor der Selbstauflösung. Links wie rechts der Sozialisten gibt es wieder glaubwürdigere Alternativen.
Die Oktoberrevolution, mal feministisch: Das Berliner Festival „Utopische Realitäten“ erforscht mit Installationen, Performances und Schauspiel, was von der Erneuerungsenergie von damals übrig blieb.
Ludwig Thoma erholte sich nie von seiner antisemitischen Reputation. Gerhard Polt will ihn zum 150. Geburtstag rein als Privatmenschen ehren. Doch gibt es hier eine klare Grenze?
Das Comoedienhaus gehört zu den 120 interessantesten und besterhaltenen Theatern Europas. Davon und von der Geschichte dieser Häuser erzählt eine Ausstellung im Hanauer Rathaus.
Die Kommissare Bibi Fellner und Moritz Eisner gehen im Internet unfreiwillig live auf Sendung. Sie wollen einen Mord verhindern. Dafür müssen sie ins Netz. Dabei sind die beiden doch viel lieber analog.
Schauspiel-Studenten der Frankfurter Musikhochschule proben für das Vordiplom ein modernes Stück. Ihr Professor führt Regie - und verhilft ihnen zu neuen Einsichten.
Aufklärung braucht Blutzeugen: Kirill Serebrennikovs Film „Der die Zeichen liest“ erzählt von einem Einzelnen, der die Ordnung herausfordert, weil er meint, einen Text auf seiner Seite zu haben.
Vor zehn Jahren wurde der türkisch-armenische Journalist Hrant Dink ermordet. Im Berliner Gorki-Theater erinnert Can Dündar an seinen Freund, den die Nationalisten hassten.
Hotelpersonal hat rund um die Uhr viel zu tun. Fürstlich bezahlt wird es nicht, aber von Arbeitgebern umworben: etwa mit einer eigenen Hochschule. Ein Besuch in München.
In Potsdam eröffnet das vom SAP-Gründer Hasso Plattner gestiftete Museum Barberini mit Ausstellungen zum Impressionismus und der frühen Moderne. Zu sehen sind unter anderem Werke Munchs und Monets.
Das Kino als Spiegelspiel: Die Spukgeschichte „Personal Shopper“ von Olivier Assayas geistert ins Leere. Kristen Stewart allerdings brilliert darin als selbsterklärtes Medium.
Er war ein Teil der F.A.Z. und die F.A.Z. von ihm. Zum Tode des früheren Herausgebers Dieter Eckart.
Liebe Ivanka: Amerikanische Künstler rufen zum Streik gegen Trump. Doch was bringt es, etwas wegzunehmen, das die allermeisten ohnehin kaum wahrnehmen?
Dörfer schrumpfen und vergreisen. Frankfurt dagegen wächst Jahr für Jahr um die Einwohnerzahl einer Kleinstadt. Die Kluft zwischen Stadt und Land weitet sich. Ein Besuch bei drei Familien zeigt, wie Menschen damit umgehen.
Vielerorts wird staatliche Zensur zur Normalität - das beeinflusst auch die Kunst. Documenta-Chefin Annette Kulenkampff im Gespräch über die Planung einer „Weltkunstausstellung“ in Zeiten wie diesen.
Seit er in Greifswald Tänzer war, kennt er sich mit Fusionen aus: Simon Kranz hält in Wiesbaden und Darmstadt das Hessische Staatsballett zusammen.
Ferdinand Bruckners Klassiker „Krankheit der Jugend“ zeigt am Berliner Ensemble nur schwache Symptome. Die Kraft des Originals verliert sich in kontrollierter Ekstase.
Der Schweizer Schauspieler Klaus Wildbolz war über Jahrzehnte im deutschen Fernsehen präsent, von der „Schwarzwaldklinik“ bis zum „Traumschiff“. Nun ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.
Kritiker des „IS“ werden verfolgt, doch der Landesvertreter der Terrororganisation läuft frei herum. Stattdessen wird ein Kantinenwirt verhaftet. Wie konnte es mit der Türkei so weit kommen?
Fünfhundert Jahre nachdem Luther sich gegen die katholische Kirche gewandt hatte, führen die Protestanten nun ihrerseits eine Art Ablass ein. So konnte Margot Käßmann reinen Gewissens als erste das neue Jahr begrüßen.
Von einer Krise der Rundfunkchöre ist kaum die Rede. Dabei geht es ihnen nicht besser als den Orchestern. Der Rundfunkchor Berlin verteidigt sich mit Exzellenz.
Tanz- und Musikstudenten der Frankfurter Musikhochschule erarbeiten gemeinsam die „Feuervogel-Suite“ und reisen mit ihr auch nach Berlin.
Feiern Sie das Ende des Jahres auch am 31.12? Für den Silvestertag galt das nicht immer so. Der ist seit der Antike ein einziges Durcheinander. Ein Blick durch die Geschichte verrät mehr.
Der russische Bertolt Brecht: Nikolai Nekrassows Poem „Wer lebt gut in Russland“ wurde in Moskau von Kirill Serebrennikow grandios inszeniert.
Erstmals liegt der chinesische Klassiker „Die Reise in den Westen“ in vollständiger Übersetzung vor. Sie arbeitet vor allem die philosophisch-religiösen Exkurse dieser Fantasy-Geschichte aus dem sechzehnten Jahrhundert heraus.
Ruppig, kratzend, lebenssatt: Marianne Faithfull, die Übermutter der Rockmusik, wird siebzig. Es grenzt an ein Wunder, dass sie ihren Absturz Ende der sechziger Jahre überlebte.