Gott spielen kann nur, wer den Teufel kennt
Ein Meister der konzentrierten Zurückhaltung: Anthony Hopkins, der als Butler Stevens und als Psychopath Hannibal Lecter zwei Ikonen zerstörerischer Kontrollsucht verkörperte, wird achtzig Jahre alt.
Ein Meister der konzentrierten Zurückhaltung: Anthony Hopkins, der als Butler Stevens und als Psychopath Hannibal Lecter zwei Ikonen zerstörerischer Kontrollsucht verkörperte, wird achtzig Jahre alt.
Raus aus der Durststrecke der Karriere-Mitte: Das New Yorker Museum MoMA PS1 widmet den Lassnig-Preisträgerinnen Carolee Schneemann und Cathy Wilkes zwei große Ausstellungen.
Milieu versus Moral: Das Deutsche Theater Berlin zeigt Jan Bosses „Hauptmann von Köpenick“ und eine Uraufführung der Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz.
In London leiteten Nicolas Sterling und Elke Sterling-Presser architektonische Großprojekte – in Berlin die Sanierung ihres Hauses. Nun leben sie in einem leuchtenden Wohn-Kunstwerk.
Seide hat die Schweiz einst reich gemacht, ohne sie wären selbst die Banken nicht das, was sie heute sind. Eine Reise in die Stadt der Weber und Händler.
Mit ihm starb die deutsche Nachkriegsliteratur, niemand stand so programmatisch für sie wie Heinrich Böll. Zum Jubiläumsjahr sind nun drei Bücher erschienen, die sein Leben erklären wollen.
Die Pläne zur Fusion der Theater in Ost-Mecklenburg und in Vorpommern sind jäh auf Eis gelegt worden. Probleme schiebt man damit zwar vor sich her, doch große Vorhaben schließt das nicht aus.
Unheilsbescherung, herrlich: Dušan David Pařízek inszeniert „Vor Sonnenaufgang“ von Ewald Palmetshofer nach Hauptmann mit einem furiosen Michael Maertens am Wiener Akademietheater.
Jan Garbarek gilt seit Jahrzehnten als eine Art Legende. Kein Wunder, dass er und seine Kollegen im Theater Rüsselsheim für Jubel sorgen.
Joseph Roths „Radetzkymarsch“ an der Burg, Krzysztof Kieslowskis „Zehn Gebote“ am Volkstheater in Wien: Ein Stück versagt, das andere bezaubert.
Frauen verdienen weniger als Männer. Aber sie müssen für manche Dinge mehr zahlen. Ist das ein Problem oder eine Frage der Perspektive?
Das Schauspiel Frankfurt leuchtet, wenn Jana Schulz die Bühne betritt. Sie spielt hier unter anderem in „Woyzeck“.
Boris Pasternaks befremdender Passionsroman „Doktor Schiwago“ ist ein Versuch der Selbsterhaltung. Was steckt vom eigenen Schicksal des Autors in seinem Werk?
Wer in der Vorweihnachtszeit Besinnliches braucht, ist im Berliner Ensemble falsch: Dort scheitert Ersan Mondtag am Thema Altern.
Bildbetrachtung: Die Performancegruppe Swoosh Lieu holt mit „Who moves?!“ ein bisschen Bewegung in das Frankfurt Lab.
Gesine Cresspahl organisiert in New York einen belgischen Pass für einen ostdeutschen Juden. Die Flucht des jungen Mannes aus der DDR glückt zumindest in Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“.
Gut gefoppt: Der Schauspieler Christoph Waltz inszeniert in Flandern Giuseppe Verdis Oper „Falstaff“ und lässt sich dabei von keinem Aktualisierungsdruck irritieren.
In Sibirien endete eine Liebesgeschichte, die die russischen Herzen seit Jahrhunderten bewegt – und inzwischen sogar Stoff für eine Rock-Oper bietet.
Besuchen Sie die prachtvolle Hauptstadt an der Moldau und wählen Sie Ihr Musikprogramm in den wunderschönen Theatern und Konzerthäusern der Stadt.
Zum ersten Mal macht das angesagte Drama „The Humans“ Station in Europa – und das nicht etwa in London, sondern am Bochumer Schauspielhaus.
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden, 275 Jahre alt, zeigt mit „Hänsel und Gretel“ ebenso wie mit der „Krönung der Poppea“ Musiktheater von Spitzenrang.
Ein tapferes Häuflein auf dem Rückzug vor der Staatsgewalt entdeckt die Macht der Liebe neu. Nein, es geht nicht um die FDP, sondern um die Wiedergeburt von „Star Wars“ bei „Episode VIII: Die letzten Jedi“.
Diese Welt ist nicht heil, aber durch Sprache kann sie geheilt werden: Zum Achtzigsten des Kinderbuchautors Paul Maar, der uns das Sams geschenkt hat.
Wenn alle in Schwarz kommen, trägt der Meister Weiß: In Marrakesch und in Paris huldigen neue Museen dem Modeschöpfer Yves Saint Laurent.
Wenn Faust bei einem Schwalbacher Theaterprojekt nach der Religion befragt wird, dann fällt die Antwort etwas länger aus. Denn Antwort geben auch Jugendliche aus Syrien und Afghanistan.
Die WTO-Ministerkonferenz streiten Amerika und Europa weiter mit China um dessen Einstufung als Marktwirtschaft. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries spricht mit dem Siemens-Vorstand über den Stellenabbau.
Kinder schreiben Wunschzettel, dann muss sich keiner mehr was einfallen lassen. Warum muss es bei Erwachsenen immer so viel komplizierter sein?
Ungewohnt kurz und lebendig: Das Theater an der Wien schrumpft den „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner von vier Teilen zur Trilogie und bilanziert am Ende dennoch groß.
Städte und Gemeinden, die abseits der Ballungszentren wachsen, haben in der Regel mehr zu bieten als günstige Immobilienpreise und Natur. Wir haben uns im Land umgehört.
Wer am Bad Homburger Schloss parkt oder ins Theater geht, hat es mit der Kur zu tun. Wofür sie zuständig ist und wer dafür zahlt, regelt ein neuer Vertrag. Der betrifft auch den Kurdirektor.
Brillanz auf Stöckelschuhen: Samuel Finzi und Wolfram Koch spielen in Genets „Die Zofen“ am Deutschen Theater Berlin großartig und eindringlich.
Sorgloser Spaß: Joseph Kesselrings Krimikomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ am Staatstheater Wiesbaden.
Das Staatstheater Mainz soll sein Orchester zurückerhalten, das vor zwölf Jahren aus Kostengründen ausgegliedert wurde. Die hochverschuldete Stadt hofft zudem, dass sich das Land künftig finanziell stärker engagiert.
Teurer als die Elbphilharmonie könnte Gutachtern zufolge die notwendige Sanierung von Frankfurter Schauspiel und Oper werden. Jetzt sieht die Stadt auf einmal alles ein bisschen weniger dramatisch - und will Zeit gewinnen.
Die Jüngste ist 16, die Älteste 85 Jahre alt. Und alle wohnen in Berlin. Unsere Fotografin hat sich von Zehlendorf bis Kaulsdorf auf die Suche nach spannenden Frauen gemacht.
Mit Susanne Kennedys „Women in Trouble“ enttäuscht die Berliner Volksbühne, deren alter Hausgeist Frank Castorf derweil mit „Les Misérables“ Victor Hugo ins Wort fällt. Sieben Stunden lang. Weil er es kann.