Guten Morgen!
Der Kanzler lädt zur Sommer-Pressekonferenz, der Innenminister auf die Zugspitze und ein Buckelwal verirrt sich in die Ostsee. Der F.A.Z. Frühdenker.
Seine letzte Premiere war zugleich ein spätes Debüt: Claus Peymann war 86 Jahre alt, als er mit „Warten auf Godot“ erstmals ein Stück von Beckett inszeniert hat.
Wegen Peymann wollte ich zum Theater. Ich erlebte legendäre Abende im Stuttgart der Siebziger, den Aufstieg von Gert Voss, fünf Stunden Brecht und fünf Stunden Applaus. Eine persönliche Würdigung.
Der Friedrich-Bergius-Schule in Berlin ist ein Neuanfang gelungen. Jetzt müssen auch noch die Leistungen besser werden. Die Schüler jedenfalls sind begeistert vom neuen Schulleiter Engin Çatık.
Österreich trauert um einen Großen der Theaterwelt: Politik und Kollegenkreis verbeugen sich vor dem Regisseur Claus Peymann. Bekommt er ein Wiener Ehrengrab?
Er gehörte zu den rebellischen Regisseuren von 1968, leitete das Wiener Burgtheater ebenso wie das Berliner Ensemble und sorgte für zahlreiche Skandale: zum Tod des legendären Claus Peymann.
Verschwörungstheoretiker behaupten, Brigitte Macron sei in Wahrheit ihr eigener Bruder. Dagegen ging die französische Präsidentengattin recht erfolglos vor – und will jetzt vor den Kassationshof ziehen.
Die Performancekünstlerin Marina Abramović erhält den prestigereichen Praemium Imperiale. Ausgezeichnet wird sie für ein Werk, in dem sie körperliche und mentale Belastungsgrenzen oft überschritt.
Kaum etwas ist so schwer auszurechnen wie der Büchnerpreis, die renommierteste literarische Auszeichnung in Deutschland. In diesem Jahr geht er an Ursula Krechel – eine durch ihre Multimedialität besonders bemerkenswerte Schriftstellerin.
Verlorenes Vertrauen gefährdet Niedernhausens Wohnbauprojekt am ehemaligen Rhein-Main-Theater. Die Gemeinde und der Investor müssen in beiderseitigem Interesse eine Einigung finden.
Das Wohnprojekt Theaterquartier in Niedernhausen scheitert unerwartet. Investor Mario von Heesen sieht überzogene kommunale Forderungen als Hauptgrund.
Nach dreizehn Jahren gibt der Regisseur Andreas Homoki die Leitung des Opernhauses Zürich ab: an den Pianisten und Manager Matthias Schulz. Jetzt zieht Homoki Bilanz.
Der entlastende Effekt kanonischer Kunst: Die Kölner Band Erdmöbel feiert in der dortigen Philharmonie mit einem Streichquartett ihren Dreißigsten.
Ihren neuen Roman „Auflösungen“ nennt Marlene Streeruwitz in Interviews einen Abschied von New York, einer „Pensionistenstadt“ mit verblichener Kultur. Vielleicht ist die Autorin nur an den falschen Stellen gewesen?
Wer konkurriert mit Trump um den Nobelpreis? Warum datet Charlize Theron nicht? Und brauchen wir noch Leuchtturmwärter? Die Herzblatt-Geschichten.
Im Fanshop des FC Bayern finden sich Produkte im Angebot, die laut Uli Hoeneß in Lothar Matthäus' Schrank fehlen. Beide werden belohnt dafür, dass sie nicht die Klappe halten können oder wollen.
Gillian Anderson läuft in „Der Salzpfad“ gegen die Verzweiflung an. Ein Gespräch über den Erfolg der Geschichte, lange Spaziergänge mit Schauspielkollegen und das eigene Schreiben.
David Safiers Roman „Die Liebe sucht ein Zimmer“ greift einen historischen Stoff auf – und weckt Interesse an seinen dramatischen Hintergründen um den Autor Jerzy Jurandot und dessen Frau Stefania Grodzieńska.
Hunde ähneln ihren Menschen – nicht nur äußerlich, sondern auch in ihrem Wesen. Wissenschaftler ergründen, wie es zu den Parallelen kommt.
Sie hat sich seit Jahren die Rolle gewünscht: Im 82. Lebensjahr spielt Margit Schulte-Tigges endlich ihre Traumrolle im „Sommernachtstraum“. Dafür trainiert sie sogar das Klettern.
Lena Dunham sorgte mit der Serie „Girls“ für Furore. Nun ist sie mit einer Romcom über zwei Liebende in London zurück, die an „Bridget Jones“ erinnert: „Too Much“.
Eine getanzte Hommage an den Chansonnier Jacques Brel, Visionen aus der Sahara, das Leid der Wanderarbeiterinnen im Libanon und Zoff im Weltall: Das Theaterfestival in Avignon hat begonnen.
Ohne Schnelligkeit, Entschlusskraft und ein internationales Netzwerk geht hier nicht viel, denn die Leiter der Ruhrtriennale werden nur für drei Jahre berufen. Nun folgt die Opernregisseurin Lydia Steier auf Ivo van Hove.
Beim Festival in Aix-en-Provence gelingt Ted Huffman eine bewegende Kammerfassung von Benjamin Brittens „Billy Budd“. Christof Loy macht bei Gustave Charpentiers „Louise“ ganz große Oper.
Das Stanford Prison Experiment ist die vielleicht bekannteste Untersuchung der Psychologie. Heute wissen wir: Vieles war inszeniert. Warum ist das kaum bekannt?
Listen, Pläne und ein Leben ohne soziale Medien: Nationalstürmer Jonathan Burkardt präsentiert sich als Neuzugang bei Eintracht Frankfurt als Musterprofi. Ein paar Tricks haben aber auch ihm geholfen.
Moskau feiert durch den Sommer. Auf den Straßen fahren trotz Sanktionen neue Mercedes-Geländewagen. Nur die Plakate der Armee und die Männer vor dem Rekrutierungszentrum erinnern an den Krieg.
Am Berliner Gorki Theater diskutierten Schriftsteller über die Demokratie in Osteuropa. Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch erklärte, Schreiben sei für ihn nicht mehr genug. Er habe für die ukrainische Armee Drohnen gekauft.
Für das Projekt „Geteilte Pulte“ spielen die Musiker des Staatsorchesters Wiesbaden zusammen mit Laien. Auch beim „Konzertfest“ zum Saisonschluss am 5. Juli.
Intendant Joern Hinkel lässt seiner Liebe zu Shakespeare freien Lauf und inszeniert in der Hersfelder Stiftsruine „Sommernachtsträume“ mit ganz vielen Liebespaaren.
Shakespeare auf Hessisch und Barock im Industriepark? Das passt bestens, wenn das Festival „Barock am Main“ wieder ein Stück Frankfurt erobert.
Als Goethe auf die italienische Reise ging, wusste er noch nicht, dass er die „Italienische Reise“ schreiben würde. Was bedeutete das Land für ihn? Und was bedeutet für uns sein Buch?
Wie ein Maler, der in sein Atelier einlädt: Trajal Harrell gewährt beim Holland Festival faszinierende Einblicke in seine Schaffensweise und sein Denken.
Erstmals erreicht Laura Siegemund beim prestigeträchtigen Tennisturnier in Wimbledon das Achtelfinale. Gegen die Australian-Open-Siegerin Madison Keys trumpft die Deutsche auf – auch dank ihrer besonderen Spielweise.
Sie brachten ihre Regiekünste mit und ihr Theaterdeutsch und den Geist eines großen Bühnenlebens vor Hitlers Aufstieg: Susanne Schädlich erzählt in ihrem Roman „Kabarett der Namenlosen“ vom Schicksal des deutsch-jüdischen Theater-Exils in den USA.