ZDF behauptet Spitzenplatz bei den Zuschauern
Das ZDF hatte im Jahr 2023 die meisten Zuschauer. Die meistgesehene Sendung aber lief bei der ARD. Die Fußball-WM der Frauen lockte die Menschen auch vor den Bildschirm.
Das ZDF hatte im Jahr 2023 die meisten Zuschauer. Die meistgesehene Sendung aber lief bei der ARD. Die Fußball-WM der Frauen lockte die Menschen auch vor den Bildschirm.
Nach sechs „Tatort“-Folgen in Göttingen soll Maria Furtwängler künftig wieder von Hannover aus ermitteln. Florence Kasumba bleibt in der Rolle der Kommissarin noch für eine weitere Folge.
Margarita Broich und Wolfram Koch sind ein letztes Mal in die Rollen des Frankfurter Ermittlerteams geschlüpft. Wer ihnen nachfolgt, ist noch offen.
Der „Tatort“ ist immer noch das Vorzeigeformat der ARD. Die Reihe verliert aber Jahr für Jahr an Zuspruch. Nur der „Münster“-Tatort ist ein garantierter Quotenhit. Ulrich Tukur und der „Tatort“ aus Wien sind es nicht.
Dschungelbuch und Rubbeldenhund: Im Münster-„Tatort“ nehmen Erfolgsschriftsteller-Nöte knallbunte Gestalt an. Detlev Buck dreht als Dritter im Bunde neben Axel Prahl und Jan Josef Liefers groß auf.
Im Kölner „Tatort: Des anderen Last“ werden Paketboten überfallen. Wie sie als moderne Sklaven schuften müssen, schildert der Film mit vorweihnachtlicher Sozialkritik. Ein echter Adventsstimmungskiller.
Kinder, überall Kinder: Der Kieler Tatort-Komissar Klaus Borowski ermittelt in Wacken unter Headbangern. Leider bleibt dieser „Tatort“ hinter den Erwartungen zurück.
Mensch, Meyer: Im eleganten Stuttgarter „Tatort: Vergebung“ wird der Neckar zum Fluss der Unterwelt und der Gerichtsmediziner in Gedanken gestürzt. Ein poetischer Film.
Die deutsch-österreichische Schauspielerin und Hörspielsprecherin Ulrike C. Tscharre liest Sarah Kirsch, schaut Filme beim Rudern und hört Fleetwood Mac.
Der Dresdner „Tatort: Was ihr nicht seht“ gleicht einem langen Angsttraum, der nur allzu real ist: Es geht um Männer, die Frauen mit Drogen gefügig machen.
Die Münchner Kommissare verschlägt es aufs Land zu einer „Königinnen-Wahl“. Da geht es um junge Frauen im Wettstreit, ein Attentat auf einen MeToo-Macker und die Reminiszenz an Helmut Dietl: großes, schönes Volkstheater.
Im „Tatort: Murot und das Paradies“ begibt sich Ulrich Tukur als LKA-Ermittler auf Glücksreise. Sie kann tödlich enden, muss er erkennen, nachdem er sich in fremde Welten geträumt hat. Das setzt der Film phantastisch um.
Im „Tatort: Bauernsterben“ treffen die Kommissare Bibi Fellner und Moritz Eisner auf Schweinezüchter und Tierschutzaktivisten. Mit den Gegebenheiten auf dem Land hadern die Wiener Ermittler durchaus.
Jetzt lief der letzte „Tatort“ aus Mainz mit Heike Makatsch. Das ist schade, hat sich aber abgezeichnet. So richtig in Form waren die Fälle nie. Ein kurzer Abgesang.
Drohnen und Töchter: Der Zürcher „Tatort“ handelt von alten und neuen Kriegen. Ganz ohne Stereotype geht das nicht ab, aber sonst stimmt diesmal vieles.
Im Frankfurter „Tatort“ suchen Polizisten einen Kollegen, der einer rechten Verschwörung angehört und ermordet worden sein soll. Kommissar Brix will das nicht glauben. Das Setting kommt uns bekannt vor.
Der Ludwigshafener „Tatort“ sucht das Gold der Nibelungen und findet – Nonsens. Da gähnt Kommissarin Odenthal. Kulturquatsch mit Niveau wäre schön, gibt's hier aber nicht. Da hilft Heino Ferch als irrer Museumsmann nicht.
„Tatort: Gold“
Im „Tatort“ wird die Wirkweise von Medikamenten oft falsch dargestellt, sagte der Pharmakologe Roland Seifert. Der Chef des Pharmakologie-Instituts der Hochschule Hannover hat Doktoranden an eine Recherche gesetzt.
Als „Der Landarzt“ wurde er zum Publikumsliebling, mit der „Tatort“-Episode „Reifezeugnis“ hat er Fernsehgeschichte geschrieben. Nun ist der Schauspieler Christian Quadflieg gestorben.
Lange hatte Mainz darauf gewartet, „Tatort“-Schauplatz zu sein. Heike Makatsch machte hier als Kommissarin Ellen Berlinger eine sehr gute Figur. Doch damit ist es nun leider vorbei.
Das Stuttgarter Ermittlerteam ist im neuen Tatort zumindest teilweise im Drogenrausch. Das ist urkomisch anzusehen. Schon die Falldynamik ist grandios.
Der neue Tatort aus Stuttgart ist am Sonntag, 18.06.2023, um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Im „Tatort: Hochamt für Toni“ spielen Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs ihre Kommissare ganz famos. Das Liebesdrama des Kommissars ist allerdings so abgedreht wie der ganze Fall.
Wien sehen und sterben: Der „Tatort: Azra“ ist ein spannender Mafiathriller und eine Moritat zugleich. Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer sind wie gewohnt groß in Form.
Der Tatort „Azra“ läuft am Pfingstmontag in der ARD.
Der Münchner „Tatort“ verzockt sich mit der uralten Gamer-Debatte. Die Kommissare Batic und Leitmayr treten als staunende Digital-Analphabeten auf. Immerhin stimmen Optik und Spannung.
Die „Tatort“-Ermittler widmen sich in „Das geheime Leben unserer Kinder“ aktuellen Generationskonflikten. Dabei sehen sie aber vor allem eine Seite.
Wie soll man einen Mordfall aufklären, wenn man im Krankenhaus liegt? Der neue „Tatort“ aus Kiel hat ein fulminantes Ermittlerteam. Schade, dass die Kommissare Borowski und Sahin nicht mehr lange gemeinsam Fälle lösen.
Der Tatort aus Kiel ist am 07.05.2023 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.
Der Schweizer Tatort „Seilschaft“ erzählt von gefährlichen Männerbünden. Das Thema ist brisant, die Umsetzung dürftig. Da wäre viel mehr drin gewesen.
In der zweiten Folge nach dem Tod von Kommissarin Bönisch zieht im Dortmunder „Tatort“ wieder der Alltag ein. Der trauernde Kollege Faber bekommt weiche Züge. Das wirkt gar nicht schlecht.
Der Jubiläums-„Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring handelt von Flüchtlingen, die in Deutschland in der Illegalität leben. Das ist fast schon Brecht'sches Theater. Manchmal darf es so deutlich sein.
Im Berliner „Tatort: Nichts als die Wahrheit“ feiert Corinna Harfouch als Kommissarin ihren Einstand. Sie muss nicht viel tun, um Wirkung zu erzielen. Das hat sie mit Mark Waschkes Ermittler gemeinsam. Dieses Team könnte funktionieren.
Im neuen Bremer „Tatort“ geht es um die Freiheit, die junge Leute auf der Fahrbahn suchen. Das ist mal ein Kontrapunkt zum vorherrschenden Ökotrend. Ansonsten ist der Fall nicht allzu komplex, und die Kommissarin privat involviert.
Im Kölner „Tatort“ ermitteln Ballauf und Schenk in einem Dorf, das dem Kohleabbau zum Opfer gefallen ist. Das gerät nicht krawallig und laut, sondern leise und sehr traurig.