Mit Schach und Krach
Der Münchner „Tatort: Zugzwang“ versucht die Welt des Schachsports in einem Kriminalfall zu vermitteln. Der Krimi verliert aber bald das Interesse an seinem Thema.
Der Münchner „Tatort: Zugzwang“ versucht die Welt des Schachsports in einem Kriminalfall zu vermitteln. Der Krimi verliert aber bald das Interesse an seinem Thema.
Auch im „Tatort“ sitzt nun die KI mit am Tisch. Sie ermittelt schneller als jeder Mensch – wirft aber Fragen auf, die Kommissare wie Thorsten Falke bildgewaltig die Stirn runzeln lassen.
Bibi Fellner und Moritz Eisner werden nur noch einige wenige Kriminalfälle lösen – denn Ende 2026 beendet das Wiener Ermittlerduo seine Arbeit für den „Tatort“ auf eigenen Wunsch. Unklar ist, wer ihnen nachfolgt.
Bange Frage in Wien: Gehen die Kommissare Bibi Fellner und Moritz Eisner bald getrennte Wege? Im „Tatort: Messer“ stirbt ein Spitzenkoch und steht es Spitz auf Knopf.
Boerne und Thiel ermitteln unter Studenten. Doch statt der erhofften wilden Parodie zwischen bürokratischem Credit-Point-Irrsinn und woken Kulturkämpfen gibt es einen flügellahmen Münster-„Tatort“ von der Stange.
Im Dortmunder „Tatort: Abstellgleis“ ist die Atmosphäre am Arbeitsplatz der Kommissare geladen mit Zwietracht. Hier fallen Masken und Männer in einer exzellenten Inszenierung.
Ein Pärchen auf der Flucht, zerstrittene Ermittler und jede Menge Wutbürger: Im „Tatort: Die große Angst“ liegen alle mit allen im Clinch.
Klaus Borowski ermittelt seit 2003 im Kieler „Tatort“. Nun ist Schluss, nach 44 Folgen. Was bleibt von dem wortkargen Polizisten, der so gut zuhören kann?
Götz George trug als Schimanski seine beige-graue M65-Feldjacke so konsequent, dass sie zu seinem Markenzeichen wurde. Das hat Folgen bis in die Gegenwart – nicht nur bei den nachfolgenden Kommissaren.
An diesem Sonntag läuft der letzte „Tatort“ mit Kommissar Klaus Borowski. Den spielt seit über zwanzig Jahren Axel Milberg. Ein Gespräch über die Wandlungen der Figur vom Rüpel zum Zuhörer.
Der Fernmeldeturm als stummer Zeuge: Der Kölner „Tatort: Colonius“ führt den Zuschauer in eine verhängnisvolle Partynacht im Jahr 1993 zurück. Auch weil die Gegenwart offenbar jedwede Spannung verloren hat.
Der „Tatort: Charlie“ ist eingebettet in eine reale NATO-Übung auf einem US-Truppenübungsplatz. Als gedreht wurde, konnte noch keiner wissen, dass die Amerikaner vielleicht bald weg sind.
Den „Tatort“ aus Berlin schaut man sich dieser Tage mit gemischten Gefühlen an: Ein Serienkiller mordet in Berlin, sein erstes Opfer ist ein SPD-Politiker. Der Abzug des Westens aus Afghanistan 2021 scheint eine Rolle zu spielen.
Am Sonntag war Karin Hanczewski zum letzten Mal als Kommissarin im „Tatort“ aus Dresden zu sehen. Was erwartet ihre beiden Mitspieler Cornelia Gröschel und Martin Brambach nun?
Der Dresdner „Tatort: Herz der Dunkelheit“ ermittelt im Unterbewusstsein Halberwachsener. Da ist es nicht leicht, Liebe und Neid, Solidarität und Schuld, Furcht und Irrtum auseinanderzuhalten.
Die ersten Fälle des jungen „Tatort“-Teams aus Saarbrücken waren ungewöhnlich gespielt und geschrieben. „Das Ende der Nacht“ fällt dagegen stark ab – obwohl der Krimi reifenquietschend in Richtung Familiendrama abbiegt.
Beim Filmbrunch des Bayerischen Rundfunks können die Vertreter des Senders vor Kraft kaum gehen. Die anwesenden Schauspieler zeigen sich über die Lage ihrer Branche besorgt.
Im Stuttgarter „Tatort: Verblendung“ geht es um eine Geiselnahme, deren terroristischer Hintergrund nur auf den ersten Blick klar erscheint. Kommissar Bootz zählt zu den Geiseln, Kollege Lannert führt die Verhandlungen.
Als eine Frau nach einer wilden Party zu Tode kommt, ermitteln Borowski und Sahin unter Menschen, die sich anonym zum Sex verabreden. Und stoßen auf eine Zeugin, die eine eigene Agenda hat.
Im „Tatort: Restschuld“ aus Köln geht es um das Verschwinden eines Inkasso-Geldeintreibers. Alle Verdächtigen stehen vor dem finanziellen Ruin. Und am Ende zahlen hier alle Menschen drauf. Der Krimi wirkt altbacken, aber das passt.
Im „Tatort: Stelzenmann“ jagen die Kommissarinnen einen Kindesentführer. Die Neuen im Team aus Ludwigshafen finden sich ein. Zum Jahresauftakt sehen wir einen düsteren Krimi, der am Ende auf Hoffnung setzt.
Der „Tatort: Made in China“ handelt von familiärem Erbe, das Töchter in die Verzweiflung treibt. Stefanie Reinsperger spielt als Kommissarin Rosa Herzog sensationell auf. Von Weihnachtsfrieden ist hier keine Spur.
Im „Tatort: Fährmann“ kommt Kommissarin Grandjean einem Serienmörder gefährlich nahe. Der Täter wirft sie auf ihren ersten Fall zurück. Das schildert uns der Krimi aus der Schweiz nach Erzählschema F. „F“ wie frohe Weihnachten.
Psychodrama trifft auf Blödelei: Im neuen „Tatort“ aus Münster bleibt Thiel und Boerne die Luft weg. Dabei geht es erst einmal nur um Versicherungsbetrug.
Carlo Ljubek hasst „nichts mehr als kalte Füße“, auch im übertragenen Sinne. Dem Lampenfieber vor dem ersten „Tatort“-Dreh mit ihm als Kommissar kann er hingegen etwas abgewinnen.
Der „Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring zum Thema Missbrauch und Vertuschung durch die katholische Kirche ergeht sich in nachvollziehbarer Empörung. Aber da ist zu viel Spektakel.
Franz Leitmayr und Ivo Batic gehen in Rente. Carlo Ljubek spielt den neuen Hauptkommissar Nikola Buvak. Anfang 2025 soll er seinen ersten Fall drehen.
Überdeutlich: Der Kölner „Tatort“ versteht sich als Aufklärungsfilm für ein Publikum, das sich über Sexarbeit und deren Leidtragende noch keine Gedanken gemacht hat.
Wieviel Klischee darf’s denn sein? Der jüngste „Tatort“ aus Stuttgart spielt zum Teil in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb. Nun wehren sich die Laiendarsteller, die an der Folge mitgewirkt haben.
Wieviel Klischee darf’s denn sein? Der jüngste „Tatort“ aus Stuttgart spielt zum Teil in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb. Nun wehren sich die Laiendarsteller, die an der Folge mitgewirkt haben.
Warnung vor Schwabylon: Der Stuttgarter „Tatort“ spielt mit uralten Stadt-Land-Kontrasten. Das kann man nicht ernst nehmen und soll es auch nicht.
Wahrheit, Lüge und eine Menge dazwischen: Im Kieler „Tatort“ treibt eine Künstliche Intelligenz Klimaaktivsten zum Äußersten. Aufhalten kann sie nur, wer sich auf sie einlässt.
Vom „Tatort“-Flipper bis zum übergroßen Ohr aus der „Großen Show der Naturwunder“: Der SWR-Fundus birgt allerlei skurrile Objekte aus Reihen, Serien und Shows, die nun versteigert werden.
Der „Tatort: Unter Feuer“ verbindet eine durchdachte Erzählung mit stringenter Optik. Er löst die verdrängte und lange schwelende Familienunheilsgeschichte der Kommissarin Leonie Winkler auf. Das hat Format.
Zweimal im Jahr arbeiten klingt wunderbar: Im 80. „Tatort“ mit Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal bewerben sich anstrengende junge Leute um eine Stelle im Team. Die Kommissarinnen haben Wichtigeres im Sinn.
Im „Tatort: Murot und das 1000-jährige Reich“ tritt Ulrich Tukur als Ermittler im Jahr 1944 und in der Gegenwart auf. Es geht um Kriegsverbrechen, Indoktrination und späte Sühne. Den besten Part gibt Barbara Philipp.