Von Zeit zu Zeit sehn wir den Alten gern
Mit Rentnerdasein ist immer noch nix: Götz George spielt wieder einmal „Schimanski“, er haut aber nicht mehr so drauf wie früher.
Mit Rentnerdasein ist immer noch nix: Götz George spielt wieder einmal „Schimanski“, er haut aber nicht mehr so drauf wie früher.
Voller Stolz kündigt der MDR „das jüngste Ermittler-Team“ aller „Tatort“-Zeiten an. Was die Drei dann abliefern, ist grundsolide Krimi-Spannung. Allerdings ist die glanzvolle Alina Levshin dabei unterfordert.
Thomas Gottschalk moderiert ohne große Vorankündigung bei Bayern 3. Und teilt in unverblümter Offenheit ganz schön aus – gegen den „Tatort“ im Ersten und die Jugend von heute.
Sittenbild mit Revolverheldin: Dominik Graf hat für die ARD einen rätselhaften Münchner „Tatort“ gedreht. Eine echte Herausforderung für Schauspieler und die Zuschauer.
Jan Josef Liefers im Liebesrausch und in der Kokainfalle, Axel Prahl mit einem weltmeisterlichen Hechtsprung, dazu viele, viele Chinesen: Der „Tatort“ aus Münster bietet wieder einmal einiges Schöne.
Der „Tatort. Freunde bis in den Tod“ geht in die Schule. Ein bisschen Krimi-Nachhilfe hätte den Beteiligten nicht geschadet. So haben die Zuschauer das Nachsehen.
Joachim Król hat den Dienst als „Tatort“-Kommissar quittiert. Wolfram Koch heißt der Neue. Bald werden Margarita Broich und er gemeinsam in Hessen ermitteln.
Vor der Polizisten-Rente will sie der RBB bewahren - ein schöner Zug? Die Tage von Dominic Raacke und Boris Aljinovic beim Berliner „Tatort“ sind gezählt. Von 2015 an ermitteln ihre Nachfolger.
Urbaner Sklavenhandel: Die „Tatort“-Folge „Angezählt“ zerrt ans Licht, was die Gesellschaft gerne verdrängt. Ein vergeblicher Notruf macht den Anfang.
Günther Jauch beschäftigte sich in seiner Sendung mit dem Thema des Tatort: Jugendgewalt. Die Debatte verlor sich allerdings in der Suche nach „Sozialromantikern“.
Der neue „Tatort“ aus Berlin variiert den realen Fall Brunner, kann (und will) aber die totale Enthemmung der Gewalt nicht erklären. Im Mittelpunkt steht vielmehr die mühselige Arbeit der Polizei.
Inzwischen gebe es zu viele „Tatorte“, lautet die Klage. Der BR legt trotzdem einen neuen auf: Er spielt in Franken. Die Bedeutung des Münchner „Tatorts“ soll das aber nicht schmälern, meint Stephanie Heckner.
Für das eidgenössische Film- und Kulturschaffen spielen die zwei Schweizer „Tatorte“ pro Jahr eine enorme Rolle. Aus Deutschland hagelt es oft Häme. Was sehr ungerecht ist, obwohl die heutige Luzern-Folge niemanden vom Hocker reißt.
Gegen die Preisflut und ein Übermaß an Filmen: Das Münchner Filmfest hat wenig Budget, verzichtet auf Stars, setzt auf Fernsehfilme und - das Publikum kommt.
Weiß eigentlich noch jemand, wie viele „Tatort“-Teams es gibt? Die ARD befeuert eine Inflation, welche die Reihe entwertet. Jetzt geht es noch einmal an den Bodensee. Dann ist endlich Sommerpause.
Das nennt man prima Hausmannskost: Der „Tatort. Er will töten“ geht auch den Ermittlern nah. Inga Lürsens Freund wird ermordet und Hauptkommissar Stedefreund ist von seinem Afghanistaneinsatz traumatisiert.
Nina Kunzendorf hatte als Frankfurter „Tatort“-Ermittlerin den Dienst quittiert. Jetzt will auch ihr Partner Joachim Król nicht weitermachen. Und das, obwohl erst kürzlich die neue Kollegin an seiner Seite vorgestellt worden war.
Der Stuttgarter „Tatort“ eröffnet an diesem Sonntag Abend einen neuen Handlungsstrang und wirkt fast wie eine Action-Episode. Letztlich ist die Folge aber, wie der Titel verrät, nur ein „Spiel auf Zeit“.
Ein Schuss, und plötzlich ist die Welt aus den Fugen: Im Wiener „Tatort: Unvergessen“ kämpft Kommissar Eisner mit der Vergesslichkeit. Zudem muss er in die feindliche Walachei, wo man die Wiener gar nicht mag.
Der jüngste Fall für Deutschlands nördlichsten „Tatort“-Kommissar Borowski soll laut NDR „die Tradition des Skandinavien-Krimis“ aufgreifen. Zu wünschen ist das den Skandinaviern nicht.
In Hamburg wird noch mehr geballert: Wotan Wilke Möhring gibt einen neuen „Tatort“-Kommissar mit Nehmerqualitäten. Petra Schmidt-Schaller gibt ihm Feuerschutz.
Zwei Kommissare wollen eine Kindesentführung aufklären. Doch ein Mann, der zwei Leben führt, gibt ihnen Zusatzrätsel auf. Dem neuen „Tatort“ aus Köln fehlen Logik und Spannung.
Sie waren ein großartiges Ermittlerpaar, aber jetzt ist Schluss. „Wer das Schweigen bricht“ ist der letzte gemeinsame Frankfurt-„Tatort“ mit Nina Kunzendorf und Joachim Król.
Der Hessische Rundfunk hat eine neue Besetzung für seine Ausgabe des ARD-Krimis gefunden. Nina Kunzendorf geht. Und es kommt eine Frau vom Theater, von der man sich viel versprechen darf.
Hoppeln, moppeln, Phrasen dreschen: Nach dem missglückten Start des neuen „Tatort“-Kommissars Devid Striesow in Saarbrücken, scheitert auch die Fortsetzung.
Batic, Leitmayr und Menzinger: Auch ergraute Herren können noch kräftig zulangen. Ein hervorragender „Tatort“ thematisiert Überforderung und Brutalität der Polizei.
Im deutschen Fernsehen gibt’s was Neues: Die totale Gegenwart durch die Kameraführung. Zum Beispiel im „Tatort“ mit Til Schweiger und dem ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“.
Im „Tatort“ aus Leipzig geht es nach einem etwas albtraumhaften Einstieg um einen Fall von Terrorismus, den die Kommissare jenseits der gängigen Klischees lösen müssen.
Mit Til Schweigers Action-Einsatz in Hamburg hatte der „Tatort“ seine beste Einschaltquote seit fast zwanzig Jahren. Heißt das also, dass der Film gut war? Ein Nach-Tarock.
Jede Menge Action, forsche Dialoge, viel Zeitgeist-Pädagogik und schon wieder Zwangsprostitution: Das „Tatort“-Debüt des Kinostars Til Schweiger ist passabel. Als Co-Ermittler zeigt Fahri Yardim eine klasse Partie.
In der aktuellen „Tatort“-Folge bekommt die Bremer Kommissarin Inga Lürsen einen neuen Ermittler an ihre Seite gestellt, der sie nervös macht. Zusammen lösen sie einen abstrusen Fall, eingebettet in eine überladene Geschichte.
Die Österreicher mischen den „Tatort“ auf: In der Wien-Folge „Zwischen den Fronten“ gelingt zwar nicht alles. Bemerkenswert aber ist, dass das Drehbuch eine politische Zuspitzung riskiert.
Trotz alemannischer Fasnet und viel Alkohol bleibt der Schweizer „Tatort“ kreuzbrav. Spannung und Humor sucht man unter der Verkleidung vergeblich.
Doppelte Böden, so weit das Auge reicht: Der „Tatort. Die schöne Mona ist tot“ zeigt, wie gut ein Krimi sein kann.
Der Saarländische Rundfunk bringt es glatt fertig, seinen neuen „Tatort“ ganz ohne regionale Bezüge zu produzieren. Auch deshalb kann Devid Striesow „Melinda“ nicht retten.
Die Geschwisterliebe eine Spur zu innig, ihre Erklärung eine Spur zu plakativ: Der Ludwigshafener „Tatort“ zelebriert ein Psychodrama.