Im Hexenkessel des Frohsinns
Man muss den Karneval nicht mögen. Aber man muss ihn auch nicht so plump angreifen wie das der „Tatort“ aus Köln unternimmt. Da kriegt man wirklich einen Affen.
Man muss den Karneval nicht mögen. Aber man muss ihn auch nicht so plump angreifen wie das der „Tatort“ aus Köln unternimmt. Da kriegt man wirklich einen Affen.
Wir haben uns auseinandergelebt, heißt es am Ende einer Liebesgeschichte. In ihrem Buch „Tatort Trennung: Ein Psychogramm“ plädiert die Psychiaterin Heidi Kastner für Ausdauer in Beziehungen – und weniger Romantik.
Mut zum Freiraum: Nach sieben Jahren und insgesamt vierzehn Folgen als Kommissarin Sarah Brandt verlässt Sibel Kekilli den Kieler „Tatort“. Leicht fällt ihr der Abschied nicht.
Im neuen „Tatort“ aus Weimar wird eine Menge Porzellan zerdeppert. Auch seltene Gifte und Krankheiten spielen eine Rolle. Einige brachten sogar unsere Experten ins Grübeln.
Dem „Tatort“ aus Weimar ist nichts heilig. Schon gar nicht die Stadt Weimar. Durch die fegen Nora Tschirner und Christian Ulmen einmal mehr wie die Elefanten durch den Porzellanladen.
Ein dubioser Koch, der erst Notizen fälscht und dann auch noch einen Mord vortäuscht – im „Tatort: Söhne und Väter“ wird viel gelogen. Stimmt denn wenigstens das Urteil über Bordeaux-Austern?
Der „Tatort“ des SR wird langsam erwachsen: Im neuen Fall geht es um Väter und Söhne. Man fragt sich allerdings, warum das hier vermittelte Männerbild aus dem Tierreich kommt.
Der Wiener „Tatort: Schock“ begibt sich in ein Milieu militanter Studierender. Um sich für den eigenen Ausbildungs-Stress zu rächen, bedrohen sie andere mit dem Tod. Wie strapaziös ist das Studentenleben?
Die Kommissare Bibi Fellner und Moritz Eisner gehen im Internet unfreiwillig live auf Sendung. Sie wollen einen Mord verhindern. Dafür müssen sie ins Netz. Dabei sind die beiden doch viel lieber analog.
Der neue „Tatort“ aus Köln zeigt eine Stadt im Ausnahmezustand. Aus Angst vor Fremden haben sich Bürgerwehren gebildet, der Waffenschein hat Hochkonjunktur. Wie nah ist der Film an der Realität?
Irgendwann konnte auch der Kölner „Tatort“ nicht mehr an den Ereignissen der Silvesternacht vorbei. Die Kommissare Ballauf und Schenk ermitteln in einer verunsicherten Stadt
Als „Schwäbischer Columbo“ wurde er bekannt: In 25 Fällen hatte Dietz-Werner Steck zwischen 1991 und 2007 den Stuttgarter „Tatort“-Ermittler Bienzle gespielt. Jetzt ist der Schauspieler im Alter von 80 Jahren gestorben.
Im neuen „Tatort“ aus Frankfurt wird ein junger afrikanischer Flüchtling von der Polizei wie Freiwild behandelt, während im Hintergrund pseudo-intellektuelle Rechtsradikale unbeschadet die Fäden ziehen. Wie realistisch ist das?
Der Frankfurter „Tatort“ will in Sachen Flüchtlingskrise und „neue Rechte“ so sehr Zeitkommentar sein, dass er dafür seine Seele verkauft: ein Lehrstück darüber, wie man das Publikum unterschätzen kann.
Der Terror bestimmt das Programm: Der ursprünglich geplante „Tatort“ wird am Neujahrstag nicht gezeigt. Auch der Plan B scheiterte.
Straßenbettler: Die meisten sind von ihnen unangenehm berührt, einige wollen sie loswerden. So auch im neuen „Tatort“. Aber sind sie wirklich so rechtlos? Drei Institutionen geben Auskunft.
Im Münchner „Tatort“ wird ein Kind geboren. Seine Mutter muss raus auf die Straße und um Geld betteln. Sie und ihre Schwester fürchten die Chefs des Bettlerrings. Wir sehen das Gegenteil einer Weihnachtsgeschichte.
Die unvorstellbare Tat verschwindet hinter den Orten, sobald sie geschehen ist. Man beklagt die Opfer, ein Ritual nimmt den Platz ein und gibt Halt. Breitscheidplatz-Beobachtungen.
Der WDR wollte seinen „Tatort“ zu Neujahr nicht verlegen, in dem es um einen Anschlag geht. Jetzt entscheidet der Programmchef der ARD anders, aus Rücksicht auf Opfer und Hinterbliebene des Terrors in Berlin.
Der Neujahrs-„Tatort“ beschreibt einen Anschlag. Nun wird gefragt, ob man angesichts des Terrors in Berlin die Ausstrahlung verschieben sollte. Die ARD hält an ihrem Sendeplan fest.
Die Menschen seien angesichts des Terroranschlags am Breitscheidplatz von „Angst“ beherrscht, meint die „Bild“-Zeitung. Dagegen erhebt sich Widerspruch.
Verwirrspiel im Wendehammer: Der Täter ist auch Opfer, der Rentner gar nicht tot. Wir bringen Ordnung in das skurrile Durcheinander: smarte Kontaktlinsen, gehackte Elektrozäune - kann das alles stimmen?
Hammer und Wende: Der neue „Tatort“ des Hessischen Rundfunks beschenkt uns mit frischer, urkomischer Fernsehkunst. Ein Volltreffer.
Während der Fahrt zum Haftrichter wird im neuen „Tatort“ ein Kronzeuge erschossen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren mangelhaft. Ein Strippenzieher hat sie ausgehöhlt. Wäre das in der Realität denbkar?
Mit der Folge „Dunkelfeld“ schließt Berlins „Tatort“ eine Mordgeschichte in vier Teilen ab. Da kann man als Zuschauer schnell den Überblick verlieren.
Er war Anwalt, versuchte sich in der Politik und fing an, fürs Fernsehen zu schreiben. Rund zwanzig „Tatorte“ später sind seine Stücke allen präsent. Jetzt wird Fred Breinersdorfer siebzig.
Im letzten „Tatort“ vom Bodensee bringen Pollen die Kommissare auf die richtige Spur. Wie gängig ist die Analyse von Blütenstaub bei Mordermittlungen? Ein Experte berichtet aus dem Spurenlabor.
Es hätte eine würdige Abschiedsvorstellung werden können: Ein letztes Mal suchen Eva Mattes und Sebastian Bezzel im Bodensee- „Tatort“ den Mörder. Entscheidende Fragen klären sie nicht.
Ein irrer Apotheker will im neuen „Tatort“ die Menschen von ihren Qualen befreien - und bringt sie dafür um. Mit Kommissar Murot treibt er ein sonderbares Psycho-Spiel. Wie stimmig ist das alles?
Er ist schön, er ist mutig, doch leidet der Wiesbadener „Tatort. Es lebe der Tod“ unter der Überlebensgröße seiner Gesten. Ob sich Ulrich Tukur von seinem Kommissar Murot schon verabschiedet?
Der tausendste „Tatort“ schickt, wie der allererste, ein „Taxi nach Leipzig“. Trotzdem kommt die Jubiläumsfolge nicht auf Touren. Ehemalige geben sich ein Stelldichein, aber sonst passiert wenig.
Vom Straßenfeger zum Twitter-Trendsetter: Der „Tatort“ ist das beliebteste Fernsehformat der Deutschen. Sechs Erklärungsversuche nach tausend Folgen Mord und Totschlag vor regionaler Kulisse.
Bei der Frage „Warum verfallen junge Leute dem Islamismus?“ droht die Sendung von Anne Will zu scheitern. Eine Vollverschleierte macht offen Propaganda für den IS. Doch das lassen sich die anderen (Muslime) zum Glück nicht bieten.
In „Borowski und das verlorene Mädchen“ erobert der IS-Terror eine deutsche Moschee und ein deutsches Kinderzimmer. Wie groß ist die Bedrohung wirklich?
Wieso geht eine junge Frau zum IS? Der „Tatort. Borowski und das verlorene Mädchen“ erzählt, wie eine Siebzehnjährige dem Islamismus verfällt. Das ist aktuell und eindringlich. Ein Krimi ist es nicht.
Im neuen „Tatort“ ermitteln ahnungslose Kommissare gegen ein künstlich intelligentes Computerprogramm, das gewissenlos Menschen umbringt. Wie real ist diese Gefahr - droht eine neue Kriminalität?