Wohl als Kind in Bibeltexten gebadet
Berühmt für Prosa, bedeutend für Poesie: Gedichte von Marieke Lucas Rijneveld erscheinen als „Kalbskummer. Phantomstute“ erstmal auf Deutsch.
Berühmt für Prosa, bedeutend für Poesie: Gedichte von Marieke Lucas Rijneveld erscheinen als „Kalbskummer. Phantomstute“ erstmal auf Deutsch.
Vorstellungen von einer ökologischen Klasse: Bruno Latour und Nikolaj Schultz überlegen, wie die Klimabewegung die Politik um sich herum organisieren könnte.
Papiermangel, Lieferprobleme, Käuferschwund: Auf der Frankfurter Buchmesse spricht die Branche vor allem über ihre Probleme. Im Interview erklärt Suhrkamp-Verleger Jonathan Landgrebe, wie es wirklich um die Verlage steht.
Für vom Besuchertrubel ungestörte Gespräche, mit der Kraft der Community, zum Verlieben in eine Handvoll Bücher, die man sonst nie kennengelernt hätte: Skizzen vom dritten Tag der Frankfurter Buchmesse.
Spanien ist Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Doch seine literarischen Leitfiguren sind weniger geworden. Wie schreibt die neue, von vielen Krisen gezeichnete Generation?
Der Roman „Kains Knochen“ wird als „das schwerste kriminalistische Rätsel der Welt“ beworben – und das scheint sogar zu stimmen. Der Suhrkamp Verlag hat 1000 Euro für die Lösung versprochen.
Henry Kissinger würdigt Konrad Adenauer in einem Buch über Staatskunst, Uwe Tellkamp in seinem neuen Roman. Die Porträts sind unterschiedlich, aber provozieren eine Frage: Warum zögert man zu sagen, dass Adenauer der größte deutsche Staatsmann der vergangenen zweihundert Jahre war?
Auf Nummer Sicher, was die Verlagsauswahl angeht, wagemutiger bei Themen und Stilen: die zwanzig Romane von der Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises
Darüber reden wir jetzt vier Wochen lang, und womöglich lesen wir sie auch: die zwanzig Bücher der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2022. Auffällig ist die Dominanz der großen Literaturverlage.
Etablierte Autoren und junge, noch eher unbekannte Stimmen: Die Jury des Deutschen Buchpreises 2022 stellt ihre Longlist vor. Zwanzig Autorinnen und Autoren dürfen auf den Preis hoffen.
Was passiert, wenn Felder vertrocknen, Sprit teurer wird, die Wohnungen kalt sind und die Duschen lauwarm?
Großer Erzähler, Computerkunstkenner, Physiker, Höhlenforscher und ungeheuer neugierig: Zum Tod des Universalschriftstellers Herbert W. Franke.
In ihrem jüngsten Roman schreibt sie über das Scheitern des Arabischen Frühlings und darüber, wie religiöse Bigotterie und patriarchalische Strukturen die Menschen krank machen. Ein Gespräch mit der libanesischen Schriftstellerin Alawiya Sobh.
Er hat Claus Peymann nach Frankfurt geholt, um Handkes „Publikumsbeschimpfung“ zu inszenieren und einen Theaterverlag gegründet, der bis heute erfolgreich ist: Karlheinz Braun wird 90 Jahre alt.
Poet der Wirklichkeit im Internet: Der Ukrainer Serhij Zhadan erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Serhij Zhadan erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2022. Aus dem ukrainischen Schriftsteller, Dichter und Musiker ist seit dem russischen Überfall ein Beschützer Charkiws geworden, der Zivilisten und Soldaten mit Wasser, Essen, Solarzellen und Autos beliefert.
Ein rieselnder, strömender, schlendernder Erzählfluss: Das Prosawerk „Inland“ des australischen Schriftstellers Gerald Murnane ist eine große Herausforderung.
Emanzipation vom Doktorvater: Eine Tagung in Klagenfurt unternimmt eine Neubewertung der Heidegger-Kritik Ingeborg Bachmanns.
Nach jahrelangem Warten und unzähligen Gerüchten erscheint nun Uwe Tellkamps neuer Roman. In „Der Schlaf in den Uhren“ finden sich die Figuren aus „Der Turm“ in einer anderen Welt wieder, die ihnen aber unheimlich vertraut ist.
Beste Stimmung, wenn auch nur für ein Fünfzigstel der sonst üblichen Besucher: Leipzig gelingt trotz der Absage der Buchmesse ein veritables Literaturfest.
Nicht nur wegen Corona ist die Stimmung vor der Leipziger Buchmesse mau. Der Branche fehlt es auch am wichtigsten Rohstoff: Papier. Und die Preise steigen.
Robert Schneider ist zurück: Dreißig Jahre nach "Schlafes Bruder" erscheint die Kürzestgeschichtensammlung "Buch ohne Bedeutung".
Die Messe fällt aus, aber der Preis wird dennoch wie immer in drei Sparten vergeben und die Verleihung am 17. März live gestreamt.
Erst 2019 wurde seine NSDAP-Mitgliedschaft bekannt, zwei Jahre später seine SA-Vergangenheit: Das Freiheitspathos des Kunsthistorikers Werner Haftmann stammt aus der Zeit vor 1945. Ein Gastbeitrag.
Achterbahn der Gefühle: Dieses Gedicht beschwört die Liebe als beständig – allen Anfechtungen und Irrungen zum Trotz. Nicht immer wurde die Botschaft verstanden.
Er war ein Schriftsteller, der standhielt in der DDR und den Weg bereitete für die jungen Autoren: Eine Erinnerung seines westdeutschen Lektors an den unbeugsamen Franz Fühmann, der vor hundert Jahren geboren wurde.
Wer bin ich, ernsthaft zu glauben, ich könnte ein Theaterstück beim Suhrkamp-Verlag unterbringen?
Wie oft hört man Klagen über Nachworte zu literarischen Texten. Doch die haben oft ganz andere Absichten, als man meinen könnte. In der DDR dienten sie manchmal dazu, die Zensur zu überlisten.
An Untergangsszenarien herrscht kein Mangel. Politikwissenschaftler zeigen aber, dass durchaus ein politisches Kraut gegen Populisten aller Art gewachsen ist.
Kritische Theorie in ihrer Praxis: Eine mehrbändige Edition präsentiert die Protokolle zu Theodor W. Adornos Frankfurter Seminaren und Übungen. Was zeigen sie uns?
Diese Kindergeschichte erzählt von einem Ort, an dem es keine Kindheit geben konnte, sondern nur die Erinnerung daran: dem Ghetto während des Holocaust.
Petra Hardt hat einen schmalen Band zwischen Erinnerungen, Essays und Szenen geschrieben. Er heißt so wie das, was die Autorin schon konnte, bevor Corona es vielen aufgezwungen hat: das „Fernlieben“.
Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ist vielleicht der größte, ganz sicher der längste Gesellschaftsroman der Weltliteratur. Schriftstellerinnen und Schriftsteller antworten auf die Frage, ob sie alle sieben Bände geschafft haben.
Fotos, Briefe und ganze Nachlässe: Im Literaturarchiv der Frankfurter Goethe-Universität hütet der Germanist Wolfgang Schopf verborgene Schätze – und bringt sie in Büchern und Ausstellungen zum Sprechen.
Die ehemalige Weissbooks-Verlegerin Anya Schutzbach baut in der Schweiz ein Literaturhaus auf. Es ist nach einer Heiligen benannt – und soll in einem alten Hotel untergebracht werden.
Im Hamburger Schauspielhaus wurde jetzt das neue Stück des Schriftstellers Rainald Goetz uraufgeführt: „Reich des Todes“. Es inszeniert den 11. September als Urereignis unserer aus dem Gleis geratenen Gegenwart.