Der Schwerarbeiter im Abendschein
Seelenzustand hinter Gitterstäben: Das Frankfurter Städel zeigt das Spätwerk von Max Beckmann, das er im amerikanischen Exil schuf. Keine Spur von Alterskitsch.
Seelenzustand hinter Gitterstäben: Das Frankfurter Städel zeigt das Spätwerk von Max Beckmann, das er im amerikanischen Exil schuf. Keine Spur von Alterskitsch.
Innenansichten aus der Neuen Welt: Die Ausstellung „Beckmann und Amerika“ im Frankfurter Städel-Museum.
Städel-Museum Frankfurt. Der Künstler war angetan von dem breiten, langen Fluss. "Morgen am Mississippi" von 1949 zählt zu den wenigen Landschaftsbildern, die er in Amerika malte. Der Strom liegt unter Schnee und Eis, rechts ist eine Dampflokomotive abgebildet.
Städel-Museum. Die Welt ist eine Bühne, das Leben ein Schauspiel: Diese Metaphern haben eine lange Tradition. Dass sich im Sichtbaren nicht alles offenbart, haben die Geheimlehren des 19. und 20. Jahrhunderts behauptet.
Städel-Museum Frankfurt. Das in den Jahren 1949 und 1950 entstandene Triptychon "Argonauten" erhielt seinen Namen erst nach einem Traum Beckmanns, in dem ihm die Figuren seines dreiteiligen Werks, das zunächst als solches nicht konzipiert war, entgegenkamen.
Städel-Museum Frankfurt. Es ist das erste Bild, das er in Amerika malt: Das Selbstbildnis mit Zigarette entstand 1947 in Max Beckmanns Atelier in Saint Louis. Ein strenger Herr mit Krawatte, kantig, unnahbar, zurück im Leben, nachdem er jahrelang im Exil untergetaucht war.
Im 20. Jahrhundert war Max Beckmann der sprachmächtigste deutsche Maler, eine Doppelbegabung seltener Art. Berühmt wurde seine Rede "Über meine Malerei", die er am 21. Juni 1938 in der Ausstellung "Twentieth Century German Art" in ...
Kunst, die diesen Namen verdient, hat im 20. Jahrhundert neben vielen anderen traditionellen Aufgaben der Malerei und Plastik auch die Arbeit am Menschenbild hintangestellt. Greifbar blieb es vor allem in der Destruktion des herkömmlichen ...
Es war noch einmal ein Neuanfang. Und der Beginn einer Werkphase, die sich mit plakativen Farben, heftigem Pinselstrich, aber auch ungewohnten Motiven durchaus von früheren Perioden im OEuvre Max Beckmanns unterscheiden lässt.
Seit einigen Jahren nehmen sich Teile der Rhein-Main-Region gemeinsam der Kultur an. Mit gemischtem Erfolg. Die Lehre aus dem Experiment ist eindeutig: Die Politik muss von Anfang an einfache Strukturen schaffen.
Seit einigen Jahren nehmen sich Teile der Rhein-Main-Region gemeinsam der Kultur an. Mit gemischtem Erfolg. Die Lehre aus dem Experiment ist eindeutig: Die Politik muss von Anfang an einfache Strukturen schaffen, sonst gedeiht die Sache nicht.
Rhein-Main. In acht Monaten hat Herbert Beck seinen letzten Arbeitstag. Der Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main und frühere Städel-Direktor will dann mit 71 Jahren in den Ruhestand gehen.
Er kommt auf dem Rad, wie so oft. Dass er morgen achtzig wird, merkt man ihm wahrlich nicht an: die Haltung aufrecht, die Gesten ausladend, immer unterhaltsam, in schneller Konversation manchen leicht spöttischen Seitenhieb unterbringend, gern lachend, halb Intellektueller, halb Urvieh.
Eine Stadt radelnd zu entdecken ist schön. Doch wie nehmen professionelle Radfahrer eine Stadt wahr? Unterwegs in Frankfurt mit einem Fahrradkurier.
FRAGE: Für viele ist Frankfurt/Rhein-Main kein attraktiver Standort. Unternehmen, gerade aus der Finanzbranche, kritisieren immer wieder, es sei schwierig, Arbeitskräfte zu gewinnen. Sind das auch Ihre Erfahrungen? ANTWORT: Das erlebe ich überhaupt nicht.
Vor knapp zwei Jahren hat sich Frankfurt/Rhein-Main gegründet, ein Verein zur Förderung der Standortentwicklung der Region, dem auch zahlreiche Unternehmen angehören. DZ-Bank-Chef Kirsch ist Gründungsmitglied und zieht Bilanz.
Wenn der deutsche Hochadel aufräumt in seinen Schlössern, stößt er nicht nur auf silberne Zuckerwürfelzangen. Gelegentlich findet sich richtige Kunst. Dann schlägt die Stunde von Christoph Graf Douglas, der als Berater und Makler hinzu gebeten wird.
Es gibt wahrscheinlich niemanden, der Friedrich von Metzler nicht mag. Und umgekehrt: Friedrich von Metzler schenkt jedem das Gefühl, in ihm einen Freund oder schlechtestenfalls einen sehr guten Bekannten zu sehen.
Der Herbst im Zeichen der Renaissance. Die größte Sensation dazu findet sich in Dresden: Hier werden die beiden berühmtesten Madonnenbilder von Raffael zusammengeführt.
Frankfurt. Als wäre der großen Schwester etwas Entsetzliches zugestoßen. Der Anschlag in New York erschütterte und lähmte Frankfurt vor zehn Jahren wie keine zweite deutsche Stadt. An jenem Dienstagnachmittag, als das ganze Ausmaß ...
Von der Situation der katholischen Kirche bis zur Duftkommunikation unter Mäusen reicht das Themenspektrum der Diesterweg-Simon-Vortragsreihe im Herbst. Die elfteilige Reihe wird von der Polytechnischen Gesellschaft, dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt und der Frankfurter Sparkasse ausgerichtet.
Momentan ist es in Frankfurt, anders als gewohnt, ein Vergnügen, durch die Lücken eines Bauzauns zu schauen: Wüsste man nicht, dass im einstigen Städelgarten am Museumsufer Bauarbeiter tätig sind, man wäre überzeugt, auf die Installation ...
Mit dem Besen glättet der Mann in der weißen Arbeiterkluft den in Form einer flachen Scheibe auf dem Boden verteilten Sand. Der Beobachter scheint einer meditativen Übung beizuwohnen, einer zenbuddhistischen Denkhandlung, einem hochkonzentrierten Ritual.
Knapp eine Woche lang ist ein Hauptwerk der deutschen Moderne in der Rotunde der Frankfurter Schirn zu sehen: Ueckers „Sandmühle“.
Es sah aus wie Urlaub. Einige Besucher hatten die Stühle im Hermann-Josef-Abs-Saal an der Junghofstraße behandelt wie die Liegen rund um einen Hotelpool und ihre Schals quer über die Reihen geworfen, um einen Platz zu reservieren ...
Wer reist heute noch mit einem Stapel Broschüren durch die Welt, um sein Unternehmen zu präsentieren? Ipad raus, Film ab - so sieht das Marketing auf Delegationsreisen heute aus, wenn man Claudio Malasomma Glauben schenken darf.
Endres geht, Feldmann kommt. Bei der gemeinnützigen Hertie-Stiftung findet ein Führungswechsel statt: Zum Jahreswechsel wird der 73 Jahre alte Vorstandsvorsitzende Michael Endres sein Amt aus Altersgründen aufgeben und in das Kuratorium der Stiftung wechseln.
Frankfurt. Goethe war ein Augenmensch. Die grundlegende Erkenntniskategorie war für ihn die Anschauung. Bilder schienen ihm in dichterischen Texten, gerade auch in seiner Lyrik, unverzichtbar. Und die Wiedergabe, aber auch die Verwandlung ...
Das Frankfurter Goethe-Museum ist das einzige Ausstellungshaus, das sich ausschließlich mit der bildenden Kunst der Goethe-Zeit beschäftigt. Am Sonntag wird es nach mehr als einem Jahr wiedereröffnet.
Frankfurt. Zur Wiedereröffnung des Goethe-Museums morgen, just zu seinem 262. Geburtstag, ist der Dichterfürst gleich zweimal in der römischen Campagna zu sehen. Das Städel, derzeit wegen Erweiterung geschlossen, hat dem Goethe-Museum ...
Auf der Italien-Bühne wird heute um 18 Uhr das Museumsuferfest eröffnet. Unsere Grafik gibt einen Überblick über die Bühnen und Veranstaltungsorte: 1. Sport- und Kulturwelt-Bühne, Sportwelt-Area: Workshops und Performances von Athleten, Siegerehrung Drachenbootrennen.
Hoch ragt das steinerne Kreuz in der Turmhalle des Kaiserdomes hinauf. Im Dämmerlicht wirken die grauen Steinskulpturen der Kreuzigungsgruppe düster und schattenhaft. Sie stammen aus einer Zeit, in der sie aber mit Sicherheit großen ...
Im Jahr 2012 wird das Rhein-Main-Gebiet etwa 200 Tage unter Beweis stellen, dass es auch eine Fotografieregion ist. Die Art Collection der Deutschen Börse, die DZ Bank Kunstsammlung, die Darmstadter Tage der Fotografie, das Fotografie ...
Amor, "der erbarmungslose Schütze", muss im italienischen Frühbarock besonders fleißig gewesen sein. So viele junge Frauen und Männer spickte er mit seinen Pfeilen, dass deren lustvoll leidende Gesänge ganze Madrigalbücher und Arienbände füllen.
Ein Verkauf der „Madonna“ bricht zwar die Zusicherungen der Eigentümer über den künftigen Standort, die Rechtsposition des Landes ist aber schwach. Die mögliche Rechtsmittel sind wohl ausgeschöpft.
Frankfurt nennt sich gerne Stiftungshauptstadt. Mit 72,2 Stiftungen je 100 000 Einwohnern kann es - zumindest unter den deutschen Großstädten - den ersten Rang beanspruchen. Nur Würzburg steht mit 77,3 Stiftungen noch besser da.