Abschied von der Madonna
Hochfliegende Pläne, bitterer Abschied: Eigentlich hatte Frankfurt zusammen mit dem Land darauf gesetzt, die Holbein-Madonna für das Städel zu kaufen. Der Preis erschien dem Hause Hessen als Eigentümer aber zu niedrig.
Hochfliegende Pläne, bitterer Abschied: Eigentlich hatte Frankfurt zusammen mit dem Land darauf gesetzt, die Holbein-Madonna für das Städel zu kaufen. Der Preis erschien dem Hause Hessen als Eigentümer aber zu niedrig.
Es gibt keinen aufregenderen Ort als das Magazin eines großen Museums. Das Magazin ist ein wahrer Gedächtnisspeicher. Das Städel in Frankfurt ist solch ein bedeutendes Haus, und nichts geht in seinem Bauch verloren.
Es hat in der Rhein-Main-Region in den vergangenen zehn Jahren kein anderes Kunstwerk als die Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren gegeben, über das ähnlich intensiv und verbissen diskutiert und gestritten wurde.
h.r. DARMSTADT. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) sieht keine Möglichkeit, juristisch gegen den Verkauf der Holbein-Madonna an den baden-württembergischen Unternehmer und Kunstsammler Reinhold Würth vorzugehen.
Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) sieht keine Möglichkeit, juristisch gegen den Verkauf der Holbein-Madonna an den baden-württembergischen Unternehmer und Kunstsammler Reinhold Würth vorzugehen.
Stifter sind glückliche Menschen. Zumindest glücklichere als ihre Zeitgenossen, die ihre Schätze eifersüchtig horten. Das hat vor kurzem die Bertelsmann-Stiftung in einer Untersuchung zu belegen versucht.
Wenn sich einer, wie ich, den Sommer lang im Theater mit dem Tod beschäftigt hat, es endlich zu einer Premiere geschafft hat, dann langsam wieder zur Besinnung kommt und sich in seiner Umgebung anfängt, umzusehen, was vom Tod im ...
toe./emm. Frankfurt. Ihren Studienort können die beiden Studentinnen nur loben. "Der Kontakt zu Künstlern ist wichtig", sagt Aviva Kaminer. "Frankfurt ist wegen der großen Museumslandschaft attraktiv", urteilt Julia Friedel.
Jonathan Wilson hat eine exzellente Weltgeschichte des Fußballs geschrieben, Dagmar Bussiek sieht in Benno Reifenberg einen unpolitischen Augenmenschen und Ute Frevert widmet sich dem Diskurs über Emotionen.
Wir leben mitten in einer noch kaum realen, aber stark gefühlten Inflation. In den Turbulenzen der Weltwirtschaft dröhnt es tagaus, tagein von Milliarden und Billionen. Überall tun sich Löcher und Abgründe auf.
Die kritischen Bemerkungen von Patrick Bahners zu Dagmar Bussieks Biographie Benno Reifenbergs (F.A.Z. vom 1. August) verdienen Aufmerksamkeit, weil Bahners einen über das Buch hinausreichenden Mangel an Sensibilität und Vorstellungskraft, um nicht zu sagen an Empathie beklagt.
Die Sommerakademie von Schirn, Städel und Liebieghaus hat sich im vergangenen Jahr bewährt. Auch in diesem Sommer will sie Jugendlichen bei der Berufswahl helfen.
Italien ist das Gastland des diesjährigen Museumsuferfestes, das vom 26. bis zum 28. August stattfindet. "Wir wollen unser Land als Ganzes vorstellen", sagte gestern Maria Ciancio von der Italienischen Handelskammer für Deutschland bei der Vorstellung des Programms im Ikonen-Museum.
Kannst du noch einmal zu mir schauen", bittet Christina ihre Nachbarin. Sie und ihre Kameraden sollen sich gegenseitig zeichnen und dabei ganz genau hinsehen. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren sollen lernen, sich und ihre Mitmenschen besser wahrzunehmen.
Mario Lohninger, der seit 2004 im "Cocoon Club" das "micro" und das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant "silk" betreibt, wollte eigentlich Skirennfahrer werden. Nachdem sich der österreichische Sternekoch im Alter von neun Jahren den Fuß gebrochen hatte, entschied er sich um.
In der vergangenen Woche wurde auf dieser Seite ein Leserbrief zur Holbein-Madonna beantwortet. Diesem Leser missfiel die Antwort, und er möchte den Schreiber unterstützen ("Kein Fall von Raubrittertum", F.A.Z.
Benno Reifenberg war Kriegsheimkehrer und Student, als er im März 1919 zur Redaktion der Frankfurter Zeitung stieß. Als fester freier Mitarbeiter war er für die lokale Kunstberichterstattung zuständig.
Darmstadts Oberbürgermeister Partsch (Die Grünen) sieht rechtliche Bedenken beim Verkauf der Holbein-Madonna. Er will mit dem neuen Eigentümer über eine Leihgabe des Kunstwerks an das Hessische Landesmuseum sprechen.
Dass sich ausgerechnet die Meldung "Junge Deutsche Philharmonie spielt ,Don Juan" mit einer grundlegenden Neuerung bei dem Eliteorchester verbinden soll, würde man auf den ersten Blick kaum glauben. Für seine fulminanten Interpretationen ...
h.r. DARMSTADT. Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) hat noch Informationsbedarf zum Verkauf der Holbein-Madonna. Wie die Stadt gestern mitteilte, hat Partsch sich in einem Schreiben an den hessischen Ministerpräsidenten ...
Weiße Transportkisten mit bunten Aufdrucken und Aufklebern stehen in dem Ausstellungsraum des Städel. Ihr Inhalt ist von unschätzbarem Wert. Etwa 100 "Meisterwerke des 19. und 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Städel Museums" ...
Mit der Benennung der neuen Doppelspitze endet in der Deutschen Bank eine Ära. Aufsichtsratschef Börsig blieb glücklos.
Frankfurt. Einen Vorgeschmack auf die neue Deutsche Bank hat die "Euro Finance Week" im November vergangenen Jahres gegeben. Am Montag sprach Vorstandschef Josef Ackermann zu den Zuhörern im Messe-Congress-Center.
Das ist die Nachricht des Jahres in Mannheim: Das Ehepaar Hans-Werner und Josephine Hector spendet der Kunsthalle fünfzig Millionen Euro. Eine unglaubliche Summe. Die Kunsthalle hatte sich für einen Abriss des ungeliebten Mitzlaff-Anbaus ...
Es ist eines seiner letzten Werke geworden: "Backstage", hinter die Kulissen, blickte Max Beckmann in seinem Todesjahr 1950. Seit 1947 hatte Beckmann in Amerika gelebt, es sollte ein Neuanfang sein, nach dem Exil in den Niederlanden, ...
Zum Artikel "Holbein-Madonna geht Hessen verloren" und dem Kommentar "Schwacher Trost" (F.A.Z. vom 14. Juli) äußert sich dieser Leser. Bei diesem Deal fragt man sich unwillkürlich, wie das Haus Hessen zu diesem Millionenschatz gekommen ist.
Fünf Minuten vor Schließung der Ausstellung stehen noch immer Besucher vor der "Darmstädter Madonna" und nutzen die Gelegenheit für einen letzten Blick auf das Gemälde. Dann leitet der Wächter sie freundlich aus dem Saal.
Bevor sie ihr neuer Besitzer vom Main nach Baden-Württemberg holen lässt, hat sich die Holbein-Madonna im Städel als Besuchermagnet erwiesen. Rund 2000 Frauen und Männer wollten das Gemälde nochmals in diesem Frankfurter Museum sehen.
Bei der Sommerakademie, die Städel-Museum, Schirn-Kunsthalle und Liebieghaus in Frankfurt dieses Jahr zum fünften Mal veranstalten, sind noch einige Plätze frei. Bis einschließlich Montag können Schüler im Alter von mindestens vierzehn ...
Es gibt Wochenenden, da hat man den Eindruck, man kommt zu nichts. Lauter Verpflichtungen, hier einen Tee und dort ein Konzertbesuch, zwischendrin der artige Anruf bei Tante Elfriede, und einen Brief sollte man auch wieder schreiben. Eine stets gute Entschuldigung - "Liebe Adelgunde, schon zu lang blabla doch leider blabla Verpflichtungen mit Tonien blabla" - sind die Sonderausstellungen der üblichen Museen, die man natürlich auch erst an den letzten Tagen besucht. Zu allen anderen Verpflichtungen dazu. Damit man beim Tee auch sagen kann: "Also, diese Caravaggioaustellung im Staedel, also ich weiss nicht, das Niveau war da schon sehr gemischt."