Die gespaltene Wurzel
Hat Amos Oz geahnt, was Israel heute erlebt? Gedanken bei der Lektüre von Robert Alters Biographie des Schriftstellers.
Hat Amos Oz geahnt, was Israel heute erlebt? Gedanken bei der Lektüre von Robert Alters Biographie des Schriftstellers.
Hans Riebsamen und Rafael Herlich stellen Ende November bei der F.A.Z. ihr Buchprojekt „Nie gefragt – nie erzählt“ vor. Sie porträtieren darin rund 30 Mitglieder aus jüdischen Familien, die den Holocaust überlebt haben.
Kühle Landschaftsansichten dominieren das Auktionsangebot moderner, zeitgenössischer und Schweizer Kunst bei Koller in Zürich. Sommerbilder von Monet und Valloton sind aber auch dabei.
Intrigen und Machtkämpfe: Die Deutsche Reiterliche Vereinigung war zuletzt nicht wiederzuerkennen. Nun tritt Martin Richenhagen als einziger Kandidat zur Neuwahl des Präsidenten an. Ein Selbstläufer wird das nicht.
Individuelle Mimik wird ja doch nur überbewertet: Andrea Köhler denkt über das menschliche Gesicht und die Möglichkeiten seiner Manipulierbarkeit nach.
Seinen Romanen haftet etwas erzählerisch Altmodisches an, auch wenn die Gegenstände modern sind. Maarten ’t Hart verdichtet darin spezifisch niederländische Geschichte zu Literatur. Jetzt wird er achtzig Jahre alt.
Ein Gemälde von Claude Monet krönt die Abendauktion moderner Kunst bei Lempertz in Köln. Beim Konkurrenten Van Ham sollen Werke von Pablo Picasso und Otto Dix die Bieter begeistern.
Im Süden von München befindet sich der älteste Cowboyclub Europas. Dort treffen sich amerikanischer Entdeckergeist, deutscher Fleiß und bayerische Geselligkeit.
Selbst am heutigen Totensonntag spielt das Sterben in unserer Gesellschaft kaum noch eine Rolle. Dabei kann man dem Tod einen Teil seiner Monstrosität nehmen, wenn man sich traut, genauer hinzusehen.
Nie war sie so aktuell wie heute? Vor hundert Jahren wurde in Mannheim der Stil der Neuen Sachlichkeit mit einer Schau definiert, die nun um fast den doppelten Umfang erweitert wiederholt wird
Auf dem Sterbebett soll er einer Freundin einen Schließfachschlüssel gegeben haben: Anuschka Roshani erzählt in „Truboy“ temporeich und witzig von der Suche nach einem fragwürdigen Manuskript von Truman Capote.
Vor zwei Jahren brachte ein Beckmann beim Auktionshaus Grisebach in Berlin 20 Millionen Euro. Jetzt ist in der Versteigerung „Ausgewählter Werke“ wieder ein Gemälde des Malers im Angebot.
Eduard Mörike gab seine eigenen Gedichte als Werke anderer aus und unterzeichnete mit gefälschten Unterschriften: Sein humorvolles Spiel mit der Wahrheit war eine Vorausschau auf heutige Debatten.
Der Krypto-Tycoon Justin Sun ersteigert in New York Bananenkunst zu 6,2 Millionen Dollar, und ein Bild Magrittes wird teuerstes Kunstwerk des Jahres. Für einen neuen Höhenrausch in den Auktionssälen sorgt das aber noch nicht.
Erstmals seit 2018 gelangt eine literarische Handschrift Franz Kafkas in den Handel: „Erstes Leid“ von 1922 wird bei Hesse in Hamburg zusammen mit einem Brief des Schriftstellers versteigert.
Die Niederländerin Rineke Dijkstra hält mit ihrer Kamera den Moment fest, in dem das Leben sich verwandelt. In Berlin ist jetzt ein Querschnitt ihres fotografischen Werks zu sehen.
Ohne sie hätten die Monuments Men wenig gefunden: Im Zweiten Weltkrieg spionierte Rose Valland aus, wohin die Nazis ihre Raubkunst verschleppten. Nun wird ein berühmtes Werk, das sie zu retten half, in Paris versteigert.
Luigi Toscanos recherchiert in seinem Film „Schwarzer Zucker, Rotes Blut“ die Herkunft einer Frau aus Kiew, die als Kind Auschwitz überlebte und danach adoptiert wurde. Die Geschichte ist herzzerreißend, doch der Film nervenzehrend.
Ein Rentner bezeichnet Robert Habeck auf der Plattform X als „Schwachkopf“. Ein halbes Jahr später klingelt die Polizei an seiner Haustür und beschlagnahmt sein Tablet. Durfte sie das?
Das Grandhotel Giessbach über dem Brienzer See war einmal zum Abriss freigegeben. Heute ist es eins der ersten Häuser der Schweiz und ein Gesamtkunstwerk aus der Belle Époque.
Ilse Henne hat einen der schwierigsten Posten im Thyssenkrupp-Konzern. Sie sitzt im Konzernvorstand, leitet die umsatzstärkste Division und den Aufsichtsrat der kränkelnden Stahlsparte. Ganz leise und unaufgeregt.
Schnelle Schiffe, korrekt verkürzte Leichen und Bücher zerstörende Christusknaben: Vittore Carpaccio war der originellste Maler der Frührenaissance in Venedig, wie Stuttgarts Staatsgalerie eindrücklich belegt.
Sein Leben vor der Folie des „Faust“: Ein Gespräch mit dem englischen Goethe-Bewunderer A. N. Wilson darüber, was den deutschen Dichter an- und umgetrieben hat. Und warum er in Großbritannien noch viel zu wenig geschätzt wird.
Dora Hitz schuf ihr malerisches Werk in einer Zeit, als Künstlerinnen von Kritikern und männlichen Kollegen nicht wirklich ernst genommen wurden. Aber sie setzte sich durch, wie eine Ausstellung am Wannsee zeigt.
Cem Özdemir versucht, die FDP-Dominanz im Bildungsministerium zu verringern – und entlässt verbeamtete Staatssekretäre. So will der Grünen-Minister um Vertrauen in der Wissenschaft werben.
Warnung vor Schwabylon: Der Stuttgarter „Tatort“ spielt mit uralten Stadt-Land-Kontrasten. Das kann man nicht ernst nehmen und soll es auch nicht.
Jakob Lena Knebl und Markus Pires Mata bringen ihre Besucher zum Staunen: Sie inszenieren Objekte aus Kunst, Natur und Alltag im Hessischen Landesmuseum Darmstadt wie in einer Wunderkammer.
Ein restituiertes Selbstporträt von Max Oppenheimer wird im Wiener Dorotheum versteigert. Zeichnungen von Egon Schiele und ein Gemälde von Amoako Boafo zählen zu den weiteren Toplosen.
Einst war Jörg Kukies Deutschlandchef von Goldman Sachs. Jetzt führt er das Finanzministerium durch die Zeit des Wahlkampfs – mit ein paar Ideen, die für einen Sozialdemokraten ungewöhnlich sind.
Der Künstler Michael Apitz stellt in einer Ausstellung in Hattenheim im Rheingau seinen neuen Zyklus „Waldstücke“ vor.
Nachdem er einen Machtkampf gegen Netanjahu verloren hatte, ging Gideon Saar in die Opposition. Jetzt wurde er Außenminister – aus Patriotismus, sagt er.
Der Pianist Víkingur Ólafsson begeistert mit dem London Philharmonic Orchestra in der Frankfurter Alten Oper.
Ein Großteil der türkischen Asylbewerber in Deutschland sind Kurden aus dem Südosten des Landes. Dort tobt gerade ein neuer Machtkampf um die Rathäuser. Schon Teetrinken kann dort eine Frage der Identität sein.
Israels Fußball-Nationalteam wird an einem geheimen Ort untergebracht, an seine Anhänger geht eine Warnung raus: Beim Duell mit Frankreich ist der Fußball Nebensache.
Richard Gere hat einen Film über den Dalai Lama mitproduziert. Im Interview spricht er über Weisheit und Irrsinn und verrät, wie er mit Wut umgeht.
Bis zu fünf Liter Farbe und ein Jahr Zeit für einen Kopf: Nach dem Tod seines Freundes Lucian Freud war Frank Auerbach der bedeutendste Künstler Englands. Nun ist der Maler-Bildhauer im Alter von 93 Jahren gestorben