Warum wir nicht jubeln
Seit dem Sturz des Assad-Regimes telefoniert die Schriftstellerin Ronya Othmann viel mit ihrem kurdisch-jesidischen Vater. Beide können kaum glauben, was passiert ist. Aber sie jubeln nicht. Sie haben Angst.
Seit dem Sturz des Assad-Regimes telefoniert die Schriftstellerin Ronya Othmann viel mit ihrem kurdisch-jesidischen Vater. Beide können kaum glauben, was passiert ist. Aber sie jubeln nicht. Sie haben Angst.
Deutschland muss gleichzeitig sparen und investieren. Dieses Problem hat auch Kai Wegner, der Regierende Bürgermeister von Berlin. Nächste Woche kommt es zum Schwur.
Käthe Kollwitz und Henri Rousseau in höchst eigenwilliger Mischung: Das Musée du Luxembourg entdeckt die brasilianische Malerin Tarsila do Amaral neu, die vor allem in den Zwanzigerjahren die Kunstwelt verblüffte.
Heiß umworbenes Symbol einer glücklichen Ehe: Ein außergewöhnliches Collier der Bayernprinzesson Auguste Amalie ist bei Neumeister in München für 156.000 Euro versteigert worden.
Ketterer Kunst kann trotz schwieriger Marktlage zufrieden sein. An der Spitze des „Evening Sale“ stand mit drei Millionen Euro Max Beckmann, und das Auktionshaus ist einmal mehr Branchenprimus im deutschsprachigen Raum.
In diesem Jahr sind viele lesenswerte Sachbücher erschienen. Deren Autoren befassen sich unter anderem mit der Weimarer Republik, archäologischen Fragen und Debatten über den Wert von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen. Acht Empfehlungen.
Christian Lindner im Interview +++ Bischofsweihe Klaus Krämer +++ Mehr Milei wagen +++ Jüdische Ausstellung an der FU +++ Roman „Unser Ole“
„Was ich sah, hörte, lernte...“: Der Philosoph Giorgio Agamben hat Skizzen zu seiner intellektuellen Autobiographie verfasst. Die Miniaturen umkreisen die große Frage nach den Grenzen sprachlicher Mitteilbarkeit.
Was soll man bloß schauen? Gar nicht so leicht bei der Bilderflut. Unsere Autoren haben deshalb eine Auswahl getroffen, mit der sie zu Land, zu Wasser und in der Luft intelligent unterhalten werden.
In Paris muss sich der Regisseur Christophe Ruggia vor Gericht verantworten. Die Schauspielerin Adèle Haenel wirft ihm vor, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Er weist die Vorwürfe zurück.
Mit dem „Blauen Bock“ wurde Heinz Schenk zur Fernsehlegende. Er konnte Klamauk genauso wie Selbstironie, einiges wirkt heute abgestanden, anderes geradezu anarchisch. Und manchmal spürt man die Angst hinter der Bembelseligkeit.
Noch bevor der Impressionismus die Malerei eroberte, gab es ihn schon in der Grafik. Und auch später gehörten die grafischen Künste zur Avantgarde ihrer Zeit. Davon erzählt eine Ausstellung in Berlin.
Was haben Kandinsky-Drucke zwischen Häkelkissen und Tütenlampen zu suchen? Almut Heise hat die Welt des bundesdeutschen Normalbürgers gemalt. In einer Münchner Ausstellung kann man sie entdecken.
Aleksandra Domanović schlägt in ihrer Kunst eine Brücke vom Zerfall Jugoslawiens in die neue Welt des Digitalen. Die Wiener Kunsthalle zeigt einen Querschnitt ihrer Arbeiten.
Volker Hinz war einer der umtriebigsten Fotografen der Bonner Republik. Eine Ausstellung rückt die politische Seite in seinem Œuvre in den Mittelpunkt.
Kein Feuerwerk, aber doch einige Glanzlichter zum Jahresende: Bei Lempertz sorgten einige Lose für Überraschungen.
Lustknäblein an Vögelchen: Der schmerzhaft-leidenschaftliche Briefwechsel „Über fallenden Sternen“ zwischen Christine Lavant und Werner Berg.
Vor 100 Jahren starb Franz Kafka in Kierling. Wer seinen Spuren folgt, stößt auf eine Tragödie, Liebestaumel und einen Türhüter.
Im September 1923 kam Franz Kafka in die deutsche Hauptstadt, um mit seiner späten Liebe Dora Diamant ein neues Leben zu beginnen. Er blieb nur ein halbes Jahr.
Ein Herrenhaus in Nordböhmen könnte Vorlage für Franz Kafkas Roman „Das Schloss“ gewesen sein. Dafür gibt es zwar keinen Beleg. Aber welcher Bau würde den Schilderungen besser entsprechen?
Ein Glanzstück filmischen Erzählens: Die Regisseurin Nora Fingscheidt und die Schauspielerin Saoirse Ronan erzählen in „The Outrun“ von Süchten und Kindheitswunden – und davon, wie man sie überwindet.
Das Jubiläumsjahr bei Ketterer geht mit Max Beckmann zu Ende. Ein clowneskes Spätwerk von ihm gehört zu den Losen der Abendauktion, die über die Millionenmarke hinauskommen sollen.
Virtuoser als die Niederländerin Rachel Ruysch hat niemand Blumenstillleben gemalt. Fürstliche und bürgerliche Sammler in ganz Europa rissen sich um ihre Bilder. Die Alte Pinakothek in München zeigt erstmals ihr Lebenswerk.
Vor 150 Jahren wurde Winston Churchill geboren. Von manchen Briten wird er weiterhin verehrt, doch spätestens seit den „Black Lives Matter“-Protesten hat sein Bild Risse bekommen, wie eine Reise zu seinen Wirkungsstätten zeigt.
Das Drama des misshandelten Kindes: Charles Dickens’ bekanntester Roman erzählt von einem Jungen, dem Unrecht geschieht. Nun liegt „David Copperfield“ in einer Neuübersetzung von Melanie Walz vor. Und offenbart dort aufs Schönste seine unsentimentale Seite.
Wie das Gemälde eines angeblich schlesischen Schlosses auf die Spur einer beeindruckenden Frau des neunzehnten Jahrhunderts führt, die sich zwischen Frankreich und Deutschland bewegte.
Malerei aus Frankreich steht an der Spitze der Auktion moderner Kunst bei Karl & Faber in München. In der Zeitgenossen-Abteilung sind – fiktive – Fälscher bei der Arbeit.
Die Stützungsfälle in der erfolgsverwöhnten Bankengruppe nehmen zu. Fehlt es Genossenschaftsbanken an qualifizierten Aufsichtsräten? Hat der Verband genug Durchgriffsrechte? Die Wohlfühlzeit von Marija Kolak an der Spitze des BVR ist vorbei.
Am Mittwoch hat das Europäische Parlament die neue EU-Kommission gewählt. Der Ire Michael McGrath ist neuer Kommissar für Demokratie, Justiz und Rechtsstaatlichkeit. Ein Porträt.
Rembrandts Amsterdam im Frankfurter Städel, Caspar David Friedrich in Weimar und Neue Sachlichkeit in Mannheim: Das gibt es im Dezember in den Museen zu sehen. Der Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons.
Wie der Holocaust jüdische Familien bis heute prägt: Die Journalisten Hans Riebsamen und Rafael Herlich stellen im F.A.Z.-Tower ihr Buchprojekt „Nie gefragt – nie erzählt“ vor.
Gott hab sie selig: Der Kirchenhistoriker Jörg Ernesti legt eine um katholische Ausgewogenheit bemühte Geschichte der Päpste seit 1800 vor, die so manche Frage offen lässt.
Die Häuser, in denen der Dichter Friedrich Hölderlin in Bad Homburg im Taunus lebte, stehen nicht mehr. Trotzdem erinnert die Stadt an einem besonderen Ort an Friedrich Hölderlin. Jetzt auch wieder mit einer Ausstellung.
Seit fast vierzig Jahren widmet er sich dem Werk von James Joyce in den Räumen einer Zürcher Stiftung: Fritz Senn erzählt von der Freude, beim Lesen ahnungslos sein zu dürfen.
Die amerikanische Starfotografin Annie Leibovitz ist eigens nach Madrid gereist, um das spanische Königspaar aufzunehmen. Nun wundert sich das Volk über die Star-Fotos. Sonst betonen Felipe und Letizia immer ihre angebliche Bodenständigkeit.
Die Schillerschule in Frankfurt hat einen neuen Schulleiter. Michael Haas will das Gymnasium weiterentwickeln. Erste Pläne hat er schon.