Wir haben das Falsche gelernt
Generationen von Deutschen erfuhren aus der „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz, wie sich ein Künstler gegen die Nazis stellte - innerlich. Doch die Wirkungsgeschichte des Romans muss umgeschrieben werden.
Generationen von Deutschen erfuhren aus der „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz, wie sich ein Künstler gegen die Nazis stellte - innerlich. Doch die Wirkungsgeschichte des Romans muss umgeschrieben werden.
Das berühmteste Bild des großen Fotopioniers August Sander heißt „Jungbauern“. Wer die Männer waren und wie sie hießen, blieb lange sein Geheimnis. Eine Spurensuche im Westerwald bringt nun die Lösung des Rätsels.
Auch die allerlangweiligsten nationalen Ereignisse werden neuerdings zu TV-Events verarbeitet. Und weil hierzulande ja genug langweilige Dinge passieren: Anregungen für weitere 90-Minüter, mitsamt Besetzungsvorschlägen (spielen ja eh immer dieselben).
Reiner Kant ist Putzmann. Seit 30 Jahren wischt und wedelt er in Privathaushalten. Seine Stammkunden schätzen ihn, nicht nur wegen seiner sorgfältigen Arbeit. Ein Exot ist er trotzdem.
Sein berühmtester Roman steht für Magie, Gewalt und politische Tragik eines ganzen Kontinents: Zum Tod des kolumbianischen Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez.
Der Filmkritik eine Gasse will das Lichter Filmfest Frankfurt International nun auch in der Zeit zwischen seinen Festivals bereiten: mit dem eigenen Kritikerblog.
Auf dem britischen Königsthron sitzt seit dreihundert Jahren ein deutsches Adelsgeschlecht. Wie es sich dort festgesetzt hat, das zeigen zwei Ausstellungen. London staunt über seine Herrscher.
Unbekannte haben in Australien unter anderem eine Haarlocke Napoleons und dessen Schnupftabakdose aus einem Museum gestohlen. Womöglich waren die Diebe im Auftrag eines Privatsammlers unterwegs.
Es gibt eine neue, weltweite Währung, sie soll digital und unkompliziert sein: die Internetwährung Bitcoin. Doch allzu groß scheint die Zustimmung am Finanzplatz Frankfurt nicht, im Rhein-Main-Gebiet gibt es derzeit acht Akzeptanzstellen.
Die „taz“ plant ein neues Verlagshaus, im alten wird derweil munter gestritten. Im Hausblog kann man live verfolgen, wie es zwischen Chefredaktion und dem Rest der Belegschaft kriselt.
Die Tasse eines Möbelhauses mit Hitler-Motiv beschäftigt jetzt den Staatsschutz. Die Behörde ermittelt wegen der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen. Derweil zeigt ein Museum Interesse an dem Kaffeepott.
New York ist verdammt weit weg. Jetzt aber können wir diesseits des Atlantiks Tanzfilme anschauen, die da drüben im Regal stehen. Wow! Wie Youtube, aber besser, mit Katalog.
Kaffeepott im Vintage-Look für 1,99 Euro. Doch die Tasse war ein Ärgernis: Zwischen Rosenmuster und Zierschrift scheint Adolf Hitler hervor. Für Chinesen ist das kein Problem.
Er kam nach Berlin, weil er sich in einen deutschen Leutnant verliebte: Die Neue Nationalgalerie entdeckt den amerikanischen Maler Marsden Hartley.
Auf dem Feld der Kunst gibt es bei Ebay unzählige Angebote. Wer genau hinsieht, kann dort auch Lug und Betrug erkennen: Hier finden Sie einige besonders dreiste Beispiele.
Die Redaktion von „Libération“ wehrt sich gegen den Ausverkauf ihrer Zeitung. Mittlerweile wünscht sie sich sogar den Bankrott - um neu beginnen zu können. Derweil führt sie in aller Öffentlichkeit einen Nervenkrieg gegen den Eigentümer.
Der amerikanische Umweltschützer, Sachbuchautor und Romancier Peter Matthiessen ist im Alter von sechsundachtzig Jahren in New York gestorben.
Als großer Staatsmann wird der frühere amerikanische Präsident George W. Bush wohl nicht in die Geschichtsbücher eingehen. Als Maler scheint er auch nicht besonders talentiert, dennoch werden seine Bilder nun ausgestellt.
Heute wird in Marl zum fünfzigsten Mal der Grimme-Preis vergeben. Die Filmemacher Dominik Graf und Martin Farkas erklären, um was es dabei geht. Sie träumen von einem besseren Fernsehen. Und finden es leider nur in der Vergangenheit.
Menschliche Emotionen kann man im Gesicht ablesen. Forscher haben nun ein Computerprogramm entwickelt, das Gesichtszüge analysiert. Es soll Gefühle mit einer Genauigkeit von 97 Prozent erkennen können - mindestens 21 kann jedes Gesicht ausdrücken.
Beim Mariinsky-Theater mag das ja so durchgegangen sein, Madame Karsawina: Eine neue DVD durcheilt die medial festgehaltene Tanzgeschichte wie Japaner Europa und beurteilt deren Stars neu
Eine internationale Großfilmproduktion als Zwischenbericht aus der zunehmenden sozialen Vergletscherung: „Snowpiercer“ von Bong Joon-Ho lässt Stars und Maschinen unser Elend beschleunigen.
Timoschenko hat kürzlich gesagt, sie wolle Putin „in die Stirn“ schießen. Jetzt will sie, die nicht zuletzt von Merkel hofiert wurde, ukrainische Präsidentin werden. Ihre Äußerungen spiegeln die Radikalisierung der Majdan-Bewegung.
Vor mehr als zwei Jahren wurde in der Wohnung von Cornelius Gurlitt ein riesiger Kunstschatz entdeckt. Nun hat sich der 81-Jährige offenbar entschieden, Werke aus jüdischem Besitz zurückzugeben - als erstes ein Bild von Henri Matisse. Seine Sammlung ist noch größer als bislang bekannt.
In einer Ausstellung in Florenz werden die großen manieristischen Maler Pontormo und Rosso vereint. Die Schau zeigt auch, wieso uns diese überdrehte, wilde Kunst gerade heute wieder nahegeht.
Serbiens designierter Ministerpräsident Aleksandar Vučić hat mit seiner „Fortschrittspartei“ nun so viel Macht in Belgrad wie vor ihm nur Slobodan Milošević. Er selbst war einst ein chauvinistischer Kriegstreiber, sein Wandel aber ist glaubhaft.
Ist das noch außerparlamentarische Opposition? Studenten übernachten im Plenarsaal und drängen die Polizei zurück. Sie protestieren gegen ein geplantes Abkommen mit China und fordern mehr Mitspracherechte für das Parlament.
Von den 40 000 Offizieren und Unteroffizieren der Wehrmacht, die von 1955 an mit den ersten ungedienten Freiwilligen in die Bundeswehr eintraten, erreichten 828 den Dienstgrad eines Generals oder Admirals. Ihnen widmet sich das Nachschlagewerk von Clemens Range
Gustav W. Heinemann machte schon Ende der 1930er Jahre die „Hohlheit und Nützlichkeitsgesinnung“ des liberalen Bürgertums, dem er sich einst selbst verbunden gefühlt hatte, für das Scheitern der Weimarer Republik verantwortlich.
Mehr als zwei Drittel der Nürnberger Wähler haben für eine weitere Amtszeit von Oberbürgermeister Ulrich Maly gestimmt. Für die SPD in Bayern könnte er eine neue Führungsfigur sein. Für ihn selbst ist Effizienz wichtiger als mediale Wirkung.
Die Frankfurterin Rabea Schif trifft oft Stars und Designer und lebt ein Leben, um das sie viele junge Frauen beneiden. Die Sechsunddreißigjährige moderiert seit Jahren Modesendungen im Internet. Auf den Durchbruch in der analogen Welt wartet sie noch.
Zwei Jahre war der Schriftgestalter an der Front. Er schrieb Tagebuch und zeichnete. Rudolf Koch hat das Grauen mit Worten und Zeichenstift festgehalten. Seine Bilder sind nun erstmals zu sehen.
Niemand kennt den New Yorker Streetstyle so gut wie Bill Cunningham. Der Fotograf der „New York Times“ zieht seit mehr als 60 Jahren mit wachen Augen durch die Millionen-Metropole. Zu seinem 85 Geburtstag gibt es eine Ausstellung seiner legendären Bilder.
Im Krieg zerstört, danach verschandelt: Deutschlands älteste Stadt hat keinen guten Ruf. Doch wer jetzt die neue große Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum besucht, erlebt ein Wunder.
Nach dem Tod eines von der Polizei schwer verletzten Jungen kommt es in der Türkei wieder zu neuen Massenprotesten gegen die Regierung Erdogan.
Schon in der Causa Mixa und der Affäre Tebartz erwies sich Reinhard Kardinal Marx als nicht zimperlich. Das neue Gesicht der Deutschen Bischofskonferenz hat in vielen kirchenpolitischen Fragen bella figura gemacht.