Wie Kunst Gewalt sichtbar macht
Francisco de Goya entmystifiziert Gewalt in Radierungen. Die Ausstellung „(Un)sichtbare Gewalt“ in Gießen führt diese Tradition fort.
Francisco de Goya entmystifiziert Gewalt in Radierungen. Die Ausstellung „(Un)sichtbare Gewalt“ in Gießen führt diese Tradition fort.
Den Identitätsfragen auf der Spur: Als junge Frau ging Jitka Hanzlová ins Exil, der Verlust von Sprache und Heimat prägt ihre Arbeit bis heute. Nun würdigt die Wiener Albertina die tschechisch-deutsche Fotografin.
Die Kufiya, der sogenannte Palästinenserschal, ist angesagt wie nie zuvor. Die Proteste gegen den Gazakrieg haben das Tuch wieder populär gemacht. Der hessische Antisemitismusbeauftragte dagegen hat grundsätzliche Einwände.
Haftbefehl gehört zu den Stars der deutschen Rapszene. Eine Doku zeichnet bald seine Karriere nach und lässt viele Wegbegleiter zu Wort kommen. Netflix kündigt „ein seltenes, ungeschöntes Bild“ an.
Vor vier Jahren hat in Guinea das Militär geputscht. Von den angekündigten demokratischen Prozessen des Machthabers Doumbouya ist wenig übrig. Jetzt hofft er auf eine neue Verfassung.
Das 48. Lucas-Filmfestival zeigt in Frankfurt und Offenbach wieder Filme aus aller Welt. Workshops, Gespräche und ein Familientag ergänzen das Programm.
Großdichter und Müllmänner unterschiedslos vor der Kamera: Helga Paris’ Porträts bei Fotografiska Berlin zeigen eine Welt, die es heute nicht mehr gibt.
In Andalusien lassen sich hunderte Menschen nackt und grün bemalt fotografieren. Die skurrile Szene ist Teil einer Kunstaktion. Weltweit zogen sich bereits Menschen für den US-Fotografen Spencer Tunick aus.
Mit einem Hang zur Vertiefung, in jeder Hinsicht: Das Pariser Musée Jacquemart-André präsentiert Georges de La Tour als Meister feinster Differenzierungen zwischen Schatten und Licht.
Im Restaurant Johanna Berger in Lübeck speisen Gäste im Angesicht eines Porträts des Schriftstellers Günter Grass. Die Atmosphäre ist stimmig. Und wie schmeckt es?
Nach mehr als achtzig Jahren in Familienbesitz ist ein noch nie öffentlich ausgestelltes Gemälde von Pablo Picasso wieder aufgetaucht. Das Porträt von 1943 zeigt seine Geliebte Dora Maar und kommt bald zur Auktion.
Gina Rinehart ist die reichste Australierin. Sie kämpft gegen die Energiewende – und gegen die eigenen Kinder.
Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde kritisiert Frankfurt. Die drei enthüllten Porträts ehemaliger Stadtoberhäupter im Römer sind einprägsam. Und wer wandern will, sollte sich das Mittelrheintal ansehen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Auftrag erfüllt und verfehlt: Johannes Heisig hat drei ehemalige Frankfurter Oberbürgermeister porträtiert. Während er den beiden Randfiguren eher schmeichelt, setzt er die prägende Gestalt Petra Roth in ein ungünstiges Licht. Das wird ihr nicht gerecht.
Mit zweiundneunzig Jahren dreht „Heimat“-Regisseur Edgar Reitz weiterhin Filme. Sein neues Werk zeichnet ein kunstvolles Porträt des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz und seiner Zeit.
Die Stadt Frankfurt hat drei ehemalige Stadtoberhäupter in Öl malen lassen. Doch ausgerechnet Petra Roths Porträt irritiert viele, die bei der Enthüllung dabei sind.
Gefährliche Identifikation von Kreativität und Potenz: Ayad Akhtar zeigt in „Der Fall McNeal“ die Grenzen der KI auf. Das Theaterstück hinterfragt die Autorität von Authentizität im digitalen Zeitalter.
Fast zwei Milliarden Dollar hat die Verjüngungskur des legendären Waldorf Astoria in New York gekostet. Einst gingen Prominente und Mächtige hier ein und aus – und heute? Besichtigung einer Hotel-Ikone
Regina Rick ist Spezialistin für Wiederaufnahmeverfahren und schwierige Indizienprozesse. Polizei und Justiz in Bayern wirft sie Voreingenommenheit und mangelnde Fehlerkultur vor. Bald startet für sie die Neuauflage des „Eiskeller“-Prozesses.
Gegenüber Amerika sind wir heillos im Hintertreffen, sagt der der Fotohistoriker Hans-Michael Koetzle über die Lage der Fotografie in Deutschland.
„Ärgerlich ist, daß die bloße Bereitwilligkeit zu lachen meist mit dem Vorhandensein von Humor gleichgesetzt wird“: Max Goldt hat nach mehr als zehn Jahren wieder ein Buch veröffentlicht. Das wurde aber auch Zeit!
Die meisten Menschen wollen schön sein und investieren viel Zeit und Geld, um dieses Ziel zu erreichen – denn Schönheit kann das Leben leichter machen. Ein Blick auf aktuelle Studien und neue Erkenntnisse.
Ein Experiment zeigt: Frauen und Männer mit quasi identischen Finanzprofilen erhalten von Beratern unterschiedliche Anlageempfehlungen – allein aufgrund ihres Geschlechts. Das sind die Gründe.
Christine Böer prägte als Zeichnerin die Zeitgeschichte. Ihre Werke reichen von Kinderbüchern bis zu Gerichtszeichnungen, von denen auch die F.A.Z. viele veröffentlichte. Nun ist sie im Alter von 84 Jahren gestorben.
Der große Regisseur Edgar Reitz hat einen Film über einen Philosophen gedreht: „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“. Ein Gespräch über die Wahrheit der Kunst, über KI – und Heimat.
Das Schöne begreifen, um es zu erschaffen: Das Osthaus Museum in Hagen, einst die Keimzelle der Folkwang-Idee, zeigt die schönsten Kunstwerke aus seinen reichen Beständen – „Von Renoir bis Warhol“.
Donald Trump will die Smithsonian-Museen in Washington ideologisch auf Linie bringen. Deren Sicht auf die amerikanische Geschichte ist differenziert und orientiert sich an der Forschung. Gezeigt wird auch viel politische Kunst, die nun weg soll.
Die Zahlen sind schlecht, doch das tut der guten Stimmung auf der Berlin Art Week keinen Abbruch. Und in den Galerien gibt es erstaunlich viel interessante Kunst zu entdecken. Ein Rundgang.
In der Berliner Galerie Crone sind Bilder aus dem Nachlass des Fotografen Daniel Josefsohn zu sehen. Sie zeigen die Leute, Nächte und Orte der Neunzigerjahre, aber verbergen ihr Geheimnis noch immer.
Aussteiger, Lebensreformer und schließlich geflohene Nazis: Sie alle zog es nach Südamerika. Michi Strausfeld hat Episoden der deutsch-lateinamerikanischen Beziehung gesammelt.
Die Politik hätte Henriette Reker fast ihr Leben gekostet. Ihr schwarz-grünes Projekt zur Modernisierung Kölns war mal Vorreiter. Steht es zehn Jahre später am Ende?
Rechtspopulismus +++ Hundert Tage Merz +++ Sinkendes BIP +++ Neo Rauch
Nach 1945 war der Surrealismus Schnee von gestern. In der Kunst des geteilten Deutschland lebte er dennoch weiter. Eine Berliner Ausstellung folgt seinen Spuren – und zeigt, warum ostdeutsche Künstler dabei die Nase vorn hatten.
Umwerfender Gesang und komische Regie: Max Emanuel Cenčić erweckt beim Festival Bayreuth Baroque die Oper „Pompeo Magno“ von Francesco Cavalli zu prallem Leben.
Leo XIV. nennt die zwei neuen Heiligen „Sympathieträger“. Ihr Wirken könne alle Gläubigen inspirieren, ihr Leben „nicht zu vergeuden“.
Lauter Riesenkrachfilme über Riesenkrachthemen im Wettbewerb, und am Ende entscheidet sich die Jury für was nett gemeint Melancholisches. Wieso denn?