Hero Hitler in Love
In Indien ist der Name des Massenmörders eine beliebte Marke: Was ein Schriftsteller erlebte, als er dort sein Buch über die Drogensucht der Nazis vorstellte.
In Indien ist der Name des Massenmörders eine beliebte Marke: Was ein Schriftsteller erlebte, als er dort sein Buch über die Drogensucht der Nazis vorstellte.
Die Fachgeschichte ist jetzt das große Ding des kleinen Fachs Musikwissenschaft. Man interessiert sich für die Forscher wie früher für die Komponisten.
Das Kunstmuseum Harvard zeigt nun nach fünfjähriger Vorbereitungszeit eine Inventur der deutschen Kunst von 1943 bis 1955.
Eine Umfrage zum Geschichtsbewusstsein zeigt: Die Deutschen haben einen überraschend differenzierten Zugang zur Erinnerungskultur.
73 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz hat Bundestagspräsident Schäuble an die Zerbrechlichkeit der Freiheit erinnert. Und die Holocaust-Überlebende Lasker-Wallfisch warnte bei der Gedenkstunde vor neu aufkeimender Judenfeindlichkeit.
Der amerikanische Präsident sei ein Demagoge in Reinform und ein Kulturkrieger, der mit der republikanischen Partei nichts zu tun hat, findet Philip Zelikow. Im FAZ.NET-Interview spricht der amerikanische Historiker über die Folgen der Trump-Jahre.
Das Senckenberg-Institut für Naturforschung hat seine eigene NS-Vergangenheit untersuchen lassen und Darstellungen aus der Nachkriegszeit zurechtgerückt.
Domina, Luder oder gefährliche Verführerin – ständig werden Frauen, die zur neuen Rechten gehören, in den Medien sexualisiert. Warum eigentlich?
Ist immer noch nicht alles gesagt zum Nationalsozialismus? Offenbar nicht. Jetzt hat sich ein Historiker der „übernatürlichen“ Geschichte des NS-Staates angenommen
Der Spanier Enric Marco gab sich über Jahrzehnte als Häftling Nr. 6448 des deutschen Konzentrationslagers Flossenbürg aus. Er erhielt Ehrungen und Auszeichnungen, darunter den höchsten zivilen Orden der katalanischen Regierung, das Sankt-Georgs-Kreuz. Am 27. Januar 2005, als das spanische Parlament erstmals der 10 000 von den Nationalsozialisten deportierten Republikaner gedachte, hielt er als Zeitzeuge eine Rede, die das Publikum zu Tränen rührte.
Den Kanzler Kurt Georg Kiesinger erklären - das war für Uwe Johnson 1967 vor dem American Jewish Kongress unmöglich. Elfte Lektürewoche in Uwe Johnsons „Jahrestagen“.
Die Deutsche Bundesbank will ihre eigene Geschichte aufarbeiten. Vor allem das Wirken der Reichsbank im Nationalsozialismus soll untersucht werden.
Finis Germaniae: Peter Keglevics hat einen Pikaro-Roman über die letzten Tage des Nationalsozialismus geschrieben. Der reichlich vorhandene Klamauk unterminiert geradezu jede tiefere Bedeutung.
Felix Römer erzählt die Lebensgeschichte Theodor Habichts, der in den 1920er Jahren die NSDAP in Wiesbaden zu überdurchschnittlichen Wahlerfolgen führte, bevor er im Juli 1934 in Wien den Umsturzversuch gegen die österreichische Regierung befehligte und damit kläglich scheiterte. Von Hitler weiterhin gedeckt, wurde Habicht in der Folge Bürgermeister von Wittenberg und Koblenz, bevor er im November 1939 als Unterstaatssekretär in das Auswärtige Amt eintrat.
Im Office of War Information (OWI) der Vereinigten Staaten von Amerika waren gegen Ende des Krieges etwa 10 000 Personen damit beschäftigt, Angehörige der Wehrmacht und die deutsche Zivilbevölkerung propagandistisch zu infiltrieren. Unter ihnen waren etwa 400 Österreicher in der Minderheit.
„Eindeutig bis zweifelhaft“: Das Frankfurter Liebieghaus folgt in einer erhellenden Präsentation den Provenienzen der Skulpturen, die während des Nationalsozialismus in seinen Besitz kamen.
Ein Briefwechsel Rudolf Bultmanns gibt tiefe Einblicke in die Entwicklung der evangelischen Kirche nach 1945. Wer die Prozesse verstehen will, sollte zu diesem Buch greifen.
Wer sich in Deutschland einbürgern lässt, wird auch die Last tragen müssen, Deutscher zu sein. Spätestens in Auschwitz wird er spüren, was das bedeutet.
1932 steigt die NSDAP in freien Wahlen von einer rechtsextremen Splitterpartei zur stärksten Kraft auf. Waren die Nationalsozialisten – was Mitglieder und Wähler betrifft – wirklich Ausdruck eines „Extremismus der Mitte“?
Das Spezifische an der deutschen Zeitgeschichte soll ihr Platz in einem „Koordinatenfeld von doppelter Diktatur-Auseinandersetzung und politisch-moralisch untersetztem Aufarbeitungsboom“ sein, die Tatsache also, dass sie gewissermaßen im zweifachen Schatten von Nationalsozialismus und DDR stehe.
Dem Nationalsozialismus war es in den frühen 1930er Jahren gelungen, Ortsgruppen und Stützpunkte in vielen Städten der Schweiz einzurichten. Selbst die Hitler-Jugend war präsent, in Bern etwa unter dem HJ-Führer Richard von Weizsäcker, dem Sohn des deutschen Gesandten Ernst von Weizsäcker.
Ein Buch mit rechtsextremen Inhalten steht auf der Empfehlungsliste von NDR und Süddeutscher Zeitung. Nun gibt ein Redakteur zu, dass er den Tipp verantwortet.
Mit einer riesigen Militärparade hat Russland an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. Überschattet wurden die Feierlichkeiten von einer noch unbestätigten Meldung: Ein russischer Soldat soll vom IS enthauptet worden sein.
Der Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden wegen abgesagter Wahlkampfauftritte hat sich in den letzten Stunden fast minütlich zugespitzt. Ein Überblick über die Ereignisse des Wochenendes.
Kurz nach seinem Nazi-Vergleich legt der türkische Staatspräsident nach und erklärt, der Nationalsozialismus in Deutschland „geht noch immer weiter“. Auch zu einem möglichen Auftritt hierzulande äußert sich Erdogan.
Russland soll nach einem Geheimdossier über brisante Informationen über Donald Trumps Liebesleben und seine guten Verbindungen nach Moskau verfügen. Jetzt fragt sich ganz Amerika: Ist das Material echt?
Hans Speidel engagierte sich nach 1945 vehement für eine Entlassung der „Kriegsverurteilten“ - was er als Voraussetzung für den Bundeswehr-Aufbau ansah. Demgegenüber übte Ernst Jünger nach dem Kriege zunächst heftige Kritik an der Generalität.
Wenn Recht zu Unrecht wird: In seiner Untersuchung zeigt Jan Schröder die methodische Aushöhlung der Rechtswissenschaft im NS-Staat und in der DDR.
Das wichtigste Amt, das Carl Eduard von Coburg von 1933 bis 1945 bekleidete, war das des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes. Er erwies sich hier als ein williger und treu ergebener Unterstützer des Nationalsozialismus, Hitler versilberte ihm die Gefolgschaft mit hohen Aufwandsentschädigungen.
Nach ihrem Umvolkungs-Tweet schlägt Bettina Kudla aus den eigenen Reihen Empörung entgegen. Ein Parteigenosse fühlt sich gar ans Dritte Reich erinnert.
Eine Studie der Universität Marburg zur Geschichte der Landesärztekammer legt den Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus. Die Ärztekammer begrüßt die Aufarbeitung.
Durch einen hochadeligen Mäzen gefördert, konnte Fritz Gerlich Ende 1930 die Zeitung „Illustrierter Sonntag“, die er in „Der gerade Weg“ umbenannte, kaufen. Er warnte vor Hitler in einer aggressiven Sprache, titelte mit „Hat Hitler Mongolenblut?“, fand jedoch mit seinen Artikeln nur ein begrenztes Echo.
Er war einer der wichtigsten deutschen Historiker der Nachkriegszeit. Seine Antwort auf die Frage, was den Nationalsozialismus ausgelöst hatte, löste 1986 den Historikerstreit aus. Im Alter von 93 ist Ernst Nolte gestorben.
„Protestanten ohne Protest“ - unter diesem Titel haben im Auftrag der Evangelischen Kirche der Pfalz 60 Autorinnen und Autoren ein informatives Handbuch zu ihrer Geschichte im „Dritten Reich“ erarbeitet.
Sigmar Gabriel fordert Gespräche mit der Türkei, Volker Kauder warnt davor, dass das Flüchtlingsabkommen ausgenutzt werde - und Juncker plädiert für die Grundrechte.
75 Jahre nach dem Überfall des Deutschen Reichs auf die Sowjetunion begreift Russland seine aggressive Außenpolitik als Fortsetzung des „Großen Vaterländischen Kriegs“.