Die fleißige Fernsehfrau
Anke Schäferkordt rückt an die Spitze von RTL und in den Vorstand von Bertelsmann. Eine Quotenfrau? Mitnichten. Schäferkordts Berufung hat in allererster Linie mit ihren bisherigen Verdiensten zu tun.
Anke Schäferkordt rückt an die Spitze von RTL und in den Vorstand von Bertelsmann. Eine Quotenfrau? Mitnichten. Schäferkordts Berufung hat in allererster Linie mit ihren bisherigen Verdiensten zu tun.
Vox lässt zwei Ersatz-Heidis erklären, "was'n guter Walk ist"; der HR hat sich am Nachmittag seine eigene Deko- und Aufräumhölle eingerichtet; der NDR kontert mit Live-Bildern aus der Filzwerkstatt; Wolfgang Schäuble erzählt Nikolaus Brender was vom "Exischtenzminimum"; und "Die dreisten Drei" sind wieder da. Was diese Woche im Fernsehen los war.
Am Donnerstag ist Nikolaus Brender bei n-tv mit seiner Talkshow „Bei Brender!“ auf die Fernsehbühne zurückgekehrt. Die Premiere ist gelungen. Denn sein erster Gast, Finanzminister Schäuble, musste tatsächlich Rede und Antwort stehen.
Nach der Durchsuchung des Büros von Wulffs ehemaligem Sprecher im Bundespräsidialamt wird die Kritik am Bundespräsidenten wieder lauter: SPD-Generalsekretärin Nahles sagt, Wulff habe es nun „allein in der Hand“, die richtigen Konsequenzen zu ziehen.
SPD und Grüne fordern Kanzlerin Merkel auf, der Initiative Sarkozys zu folgen. Eine Abgabe auf Börsengeschäfte sei „nur fair“, sagt SPD-Chef Gabriel. Der hessische Ministerpräsident Bouffier warnt hingegen vor Nachteilen für den Finanzplatz Frankfurt.
Der Bundespräsident gibt ARD und ZDF ein Interview. Sonst redet er mit niemandem. Das verrät viel über sein Amtsverständnis. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erlebt ein Waterloo.
Bei Maischberger ging es – leider - nicht um den Bundespräsidenten und dessen Kredit. Wäre doch interessant gewesen. Es ging um den 2012 zu erwartenden „Kollaps“. Doch haben wir den nicht längst hinter uns?
Die Entführer einer türkischen Fähre vor Izmit im Marmara-Meer sollen Mitglieder der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans sein. 20 Menschen befinden sich auf dem Schiff.
Die Einigung über die Erweiterung der EFSF und den Schuldenschnitt für Griechenland hat im In- und Ausland für Erleichterung gesorgt: Nun könne Griechenland seine aus der Vergangenheit herrührenden Probleme ein für allemal lösen, sagte Griechenlands Ministerpräsident Papandreou.
Bei der Explosion eines Autos vor einer Schule in der türkischen Hauptstadt Ankara sind nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet worden. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt. Die Regierung geht von einem Anschlag aus.
Nach der Krise funktioniert das Investmentbanking genau wie zuvor. Und die großen Banken suchen erneut nach Top-Absolventen. Gleichzeitig wachsen aber auch alternative Investment-Häuser heran, bei denen Moral mehr zählt als maximaler Gewinn. Auch dort ist Nachwuchs gefragt.
Als Antwort auf die Schuldenkrise im Euroraum ist es laut Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) nötig, weitere Zuständigkeiten in der Wirtschafts- und Finanzpolitik an EU-Instanzen zu übertragen. Dies erklärte Schäuble während einer Vorstandsklausur der Unionsfraktion.
Der Energiekonzern räumt eine zweite undichte Stelle an der Pipeline ein und beruhigt gleichzeitig die Stimmung: Kaum noch Öl trete aus, und der stetig kleiner werdende Ölteppich werde die Küste wohl nicht erreichen. Schottlands Umweltminister und die Umweltorganisation Greenpeace fordern mehr Transparenz.
Der Mörder Magnus Gäfgen bekommt eine Entschädigung vom Land Hessen. Das Frankfurter Landgericht sprach dem 36-Jährigen 3000 Euro zu. Gäfgen hatte das Land verklagt, weil ihm ein Polizist nach seiner Festnahme Gewalt angedroht hatte.
Ich möchte der zuständigen Redaktion der Sonntagszeitung an dieser Stelle nur schnell meinen zutiefst empfundenen Respekt aussprechen. Einfach nur für die Tatsache, dass in der gesamten Zeitung nicht einmal das Bild dieses grauenhaften Psychopathen auftauchte.
Linde mit Ergebnissprung, Deutsche Börse mit Umsatzrückgang, Continental steuert auf Rekordjahr zu, EADS verdient weniger, HeidelbergCement verfehlt die Erwartungen, Gea hebt Ausblick, Samsung verdient weniger, EdF profitiert vom Atomstrom, Saint-Gobain gut im Geschäft, Starbucks mit Rekordzahlen, Motorola verliert Geld, MorphoSys trotz Verlust optimistisch, VW stellt Kooperation mit Suzuki auf den Prüfstand, hohe Zinsen gefährden Italiens Beitrag zu Griechen-Hilfe, Japans Industrieproduktion schwächer als erwartet, Moody's prüft Herabstufung Spaniens
Elmar Theveßen ist stellvertretender Chefredakteur des ZDF. Und er ist der "Terrorismusexperte" des Senders. Er ist der Mann, der aus dem Stegreif die Hintergründe von Anschlägen erklären soll, auch wenn man noch gar nichts über sie weiß.
Eine Explosion und ihre Interpreten: Die Fernsehberichterstattung erwies sich einmal mehr als verheerende Kombination aus dem Zwang, Inhalte zu produzieren, und dem Wunsch des Publikums nach unmittelbaren Antworten.
Glaubt man den Fernsehleuten, war der Freispruch fast egal: "Spott und Verachtung werden bleiben", urteilte n-tv noch vor der Verkündung. Hinterher rannte man noch ein bisschen dem Wagen hinterher, in dem Jörg Kachelmann saß, auf seiner "Flucht vor der Öffentlichkeit". Das Fernsehblog zappt sich durch den Vormittag.
Um nicht immer nur mit Verboten zu drohen, wollen die Landesmedienanstalten Anreize für Privatsender schaffen, damit die gesellschaftlich erwünschte Programme zeigen. Dafür winken Belohnungen, zum Beispiel gelockerte Werbevorgaben. Von den Vorschlägen eines neuen Gutachtens würde derzeit vor allem RTL profitieren.
n-tv findet eine Beschäftigungstherapie für Heiner Bremer; mit der gut gemeinten Zukunftsvision "2030 – Aufstand der Jungen" übertreibt's das ZDF etwas; der WDR wirbt aus Versehen für Tchibo; Vox dramatisiert "Unser erstes Restaurant"; Marijke Amado ist die neue Tine Wittler des SWR; und Kabel 1 lädt Promis auf den Abenteuerspielplatz "Fort Boyard". Was diese Woche im Fernsehen los war.
Nein, realistisch ist es nicht, dass im neuen Sat.1-Politthriller "Die Grenze" alle Protagonisten permanent N24 schauen. Aber die Simulation eines seriösen Nachrichtenkanals innerhalb der eigenen Gruppe hat bei Pro Sieben Sat.1 Tradition – auch wenn die vermutlich nicht mehr lange dauern wird. Das Fernsehblog erinnert deshalb an die schönsten Momente.
An einem Tag wie gestern zuhause vor dem Fernseher zu sitzen und zu sagen: schaut mal, was die da wieder verbockt haben -- das ist leicht. Aber einige Entscheidungen der Sender sind auch mit der Hektik der Sitaution nur schwer zu eklären.
Während am frühen Sonntagabend ARD, ZDF, HR und n-tv live über die Ergebnisse der Hessenwahl berichteten, entschied sich N24 wieder mal für ein Alternativprogramm und zeigte - nein, diesmal keine Dokumentation über Panzer und Flugzeugträger, sondern: die Muppetshow. Wenn auch mit einer ungewohnten Besetzung.