Wenn der gelbe Klang errötet
Hat Jackson Pollock den Bebop gemalt, oder Miles Davis den Expressionismus vertont? Wie die Moderne zum Jazz kam, zeigt eine Stuttgarter Ausstellung in Bild und Klang.
Hat Jackson Pollock den Bebop gemalt, oder Miles Davis den Expressionismus vertont? Wie die Moderne zum Jazz kam, zeigt eine Stuttgarter Ausstellung in Bild und Klang.
Nie mehr kehrte Pablo Picasso in seine Heimatstadt Málaga zurück. Doch sie hat ihm ein Museum gewidmet. Dort wird jetzt gezeigt, was der Maler der deutschen Kunstszene zu verdanken hat.
Die Herbstauktionen bei Grisebach in Berlin waren ein Erfolg: Eine Million Euro wurden für Beckmanns zartes Mädchenbildnis geboten. Auf großes Interesse stießen Werke der zwanziger Jahre.
Hat die geplante Gesetzesnovelle schon Folgen für die öffentlichen Sammlungen? Wurden Dauerleihgaben abgezogen? Siebzehn große Institutionen in Deutschland haben uns geantwortet.
Die Villa Grisebach in Berlin kann ihre 250. Auktion zelebrieren, mit Beckmann und Nolde an der Doppelspitze. Ein Blick auf das üppige Angebot des 19. Jahrhunderts, der Moderne und der Zeitgenossen.
In Berlin wurde er zum Künstler und baute sich die ersten Altäre. Eine Ausstellung in der Berlinischen Galerie folgt dieser Spur und zeigt Max Beckmann als Maler des hauptstädtischen Lebens.
Die Kunstwelt steht Kopf. Weil ein Kulturgutschutzgesetz geplant wird, zieht Georg Baselitz Werke aus deutschen Museen ab. Gerhard Richter und die Nachkommen von Max Beckmann erwägen ähnliche Schritte. Wie wichtig sind Dauerleihgaben?
Nicht jedes Jahr sind die Versteigerungen in deutschen Auktionshäusern so mitreißend wie diesmal: In den Spitzen gibt es enorme Steigerungen.
Die Villa Grisebach in Berlin fächert ihr Angebot in acht Katalogen auf. Neu ist die Rolle, die von nun an der zeitgenössischen Kunst zugeschrieben ist.
Im Frankfurter Städel-Museum ist derzeit die Kabinettausstellung „Vergessene Körper: Helmut Kolle und Max Beckmann“ zu sehen und erinnert so an einen fast vergessenen Maler.
Bald eröffnet die Tefaf in Maastricht, die wichtigste klassische Kunstmesse. Kann auch dort das Gespenst der Fälscher die Käufer erschrecken? Die Fälschungsfälle der letzten Jahre hinterlassen eine Spur der Verwüstung im Markt und in den Köpfen.
Der NS-Kunsthändler Hildebrand Gurlitt kaufte 1944 bei Max Beckmann im Exil das Gemälde „Bar, braun“. Heute hängt es in County Museum of Art in Los Angeles. Ist das ein Restitutionsfall?
Verwandt in Gegensätzen: Die Mannheimer Kunsthalle eröffnet mit Max Beckmann und Otto Dix nach drei Jahren ihren sanierten Jugendstilbau.
Als engagierter, liberaler und weltoffener Direktor des Düsseldorfer Kunstvereins hat der Kunsteinkäufer Hitlers nach dem Krieg eine vielbeachtete und sehr erfolgreiche Karriere hingelegt. Eine Spurensicherung.
Beim Münchner Bilderfund hat die Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Kunstgeschichte zum Zusammenbruch einer scheinbar unumstößlichen Großerzählung der bundesdeutschen Nachkriegszeit geführt.
Muss die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts neu geschrieben werden? Nach dem sensationellen Fund einer Gemäldesammlung in München sind neue Forschungen zu führenden Künstlern möglich. Die Ermittler haben sich jetzt erstmals öffentlich zu dem Fall geäußert.
Jahrzehntelang hatten wertvolle Meisterwerke der Klassischen Moderne in einer Münchner Wohnung gelagert. Zollbeamte fanden die als verschollen geltenden Schätze. Die Bundesregierung wusste bereits seit Monaten von dem Fund.
Für die Berlinische Galerie konnte das Land Berlin, unter anderen unterstützt von der Kulturstiftung der Länder, aus der Sammlung Florian Karsch herausragende
Nach 1933 wurden die Kunstwerke aus den Beständen des jüdischen Galeristen Alfred Flechtheim, der Picasso, Beckmann und Klee vertrat, verstreut. Einige finden sich noch heute in deutschen Museen. Die haben jetzt eine Datenbank zu den Flechtheim-Kunstwerken veröffentlicht - ohne die Erben auch nur zu befragen.
Fürs Fernsehen spielt Götz George seinen Vater Heinrich, den großen Schauspieler. Ein Gespräch über den „Alten“ und die Nazis, die Mutter und ihre Sorge um den Sohn, über Frauen, Popularität und Glück.
Seit zwei Wochen wird jetzt schon über diesen Film geredet, schreiben die Zeitungen davon, die eine immer noch etwas früher als die andere.
Der Maler und sein „Ur-Manager“: Ein verdienstvolles Buch erhellt das Verhältnis zwischen Max Beckmann und dem Händler J. B. Neumann.
In Michael Trabitzschs Film über den deutschen Maler Max Beckmann lernt der Zuschauer einiges. Doch wirklich mitgerissen wird er nie.
Im Frankfurter Städel ist „Goethe inder Campagna“ derzeit nicht am gewohnten Platz auf der Stirnseite des ersten großen Saales nach der Eingangstreppe zu
Winziges von den Nürnberger Kleinmeistern und Autobiografisches von Max Beckmann: Ein Blick auf das Angebot der Frühjahrsauktionen von Hauswedell & Nolte in Hamburg mit Alter und neuer Kunst.
Die Frühjahrsauktionen der Villa Grisebach in Berlin - jetzt im eigenen Domizil - schüren einige Erwartungen. Wie sollte es auch anders sein, wenn Max Beckmann, Emil Nolde und Otto Mueller zum Aufruf kommen?
Mal wieder Marie-Thérèse: Ein Picasso-Porträt führt die Auktionen mit Impressionismus und Moderne bei Sotheby’s in London an. Christie’s setzt auf Modigliani.
Damals, das erste Türchen im Adventskalender war schon die erste Enttäuschung. Wen oder was hatten wir erwartet? Klinken, Riegel, Schlüssellöcher, Spione. Hinter der Tapetentür statt einer heimlichen Liebschaft nur dieser leere Koffer. Kein Geld im aufgeschweißten Tresor. Verkohlte Leichen im Bunker. Zwischen Tür und Angel knarrt es. Alles verrammelt, zugemauert, vergittert. Hinter der toten Klingel lauern die Geister. Aber bei uns zu Hause tritt niemand von vorne ein, über die Freitreppe mit dem polierten Klopfer. Leichtfüßig kommen die Gäste von hinten, durch die offene Küchentür. Winzige dunkle Stuben gibt es hier, mit ihren Flügeln und Griffen. Dort harrt der Honig, der Senf auch, die Beißzange und der Besen. Und dann ist da noch die Tür in der Tür, Privateigentum der Angorakatze. Hart fallen nur die hohen Türen. Wer vor dem Palast steht, muß erst den Durchschlupf finden. Zentnerschwer ist das bronzene Tor. Selbst der König sieht, wenn er nach Hause will, wie ein Zwerg aus. (Hans Magnus Enzensberger)
Die abenteuerliche Perspektive verwirrt fast ebenso sehr wie die üppige Nacktheit und die verführerische Pose: Kopfüber scheint die Frau aus dem Bild zu
Die Geschichte des Kunsthandels zeigt ungeahnte Kontinuität und die Antike ihre Beweglichkeit: Neue Bücher von Gesa Jeuthe, John Freely und gleich drei Werke zum Verleger Axel Springer.
Die Ausstellung „Beckmann & Amerika“ im Frankfurter Städel Museum wird wohl die Marke von 100. 000 Besuchern streifen. „Das ist eine klasse Zahl für uns“, freute sich Pressesprecher Axel Braun.
Natürlich Emil Nolde, ein Idyll von August Macke und dann von Max Beckmann ein Elefant mit Clown: Die Villa Grisebach in Berlin begeht ihr Jubiläum im angemessen großen Stil.
Seelenzustand hinter Gitterstäben: Das Frankfurter Städel zeigt das Spätwerk von Max Beckmann, das er im amerikanischen Exil schuf. Keine Spur von Alterskitsch.
Innenansichten aus der Neuen Welt: Die Ausstellung „Beckmann und Amerika“ im Frankfurter Städel-Museum.
Museum der bildenden Künste Leipzig. Max Beckmann hat sich immer wieder als mondäner Herr, als eleganter Mann von Welt dargestellt. Die Boheme war seine Sache nie, er orientierte sich an großbürgerlichen Formen und Verhaltensweisen.
Städel-Museum Frankfurt. Es ist das erste Bild, das er in Amerika malt: Das Selbstbildnis mit Zigarette entstand 1947 in Max Beckmanns Atelier in Saint Louis. Ein strenger Herr mit Krawatte, kantig, unnahbar, zurück im Leben, nachdem er jahrelang im Exil untergetaucht war.