Tanz um den hohlen Kürbis
Auch wenn der Reformationstag gegenüber „Halloween“ ins Hintertreffen gerät: Martin Luthers Idee einer Religion ohne Ringelpiez ist eigentlich auch heute noch einen Feiertag wert. Ein Kommentar.
Auch wenn der Reformationstag gegenüber „Halloween“ ins Hintertreffen gerät: Martin Luthers Idee einer Religion ohne Ringelpiez ist eigentlich auch heute noch einen Feiertag wert. Ein Kommentar.
Ein Gespräch mit dem evangelischen Theologen Ulrich Barth über die Bedeutung des Reformationstags, Martin Luther, gelebten Protestantismus und die Zukunft der Kirche.
Die evangelische Kirche ist gespalten, wenn es um Krieg und Frieden geht. Joachim Gauck und Margot Käßmann sind die beiden Protagonisten.
Martin Luthers Thesenanschlag von Wittenberg ist sicher der berühmteste, aber längst nicht der einzige: Eine Geschichte des Anschlagens von Zetteln an Kirchen.
„Die evangelische Kirche scheint ihre eigene Geschichte zu verleugnen“, schreibt der Historiker Johannes Wallmann in der F.A.Z. Die EKD sei „drauf und dran, dem erinnerungspolitischen Programm der Nationalsozialisten zu einem späten Sieg zu verhelfen“.
Was wollen die Protestanten 2017 eigentlich feiern? Die 95 Thesen? Viel wichtiger ist Luthers Lehre vom Priestertum aller. Sie unterscheidet die evangelische Kirche vom Katholizismus. Auch beim Umgang mit Geld.
Lohnende Lektüre: Heinz Schilling arbeitet die außerordentliche Persönlichkeit des Reformators heraus, ohne dessen Nachtseiten zu beschönigen.
Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider hat sich nach einer Audienz bei Papst Franziskus in Rom zuversichtlich gezeigt, dass es Fortschritte in der Ökumene geben könne.
Martin Luther wurde mit wachsendem Alter ein wahrer Judenfeind. Selbst die Nazis nutzten seine Schriften als Rechtfertigung. Insbesondere den Juden ist es zu verdanken, dass dieses dunkle Kapitel aufgearbeitet wurde. Ein Gastbeitrag von Margot Käßmann.
Die evangelische Kirche ist darauf aus, Luther eine möglichst große Bedeutung für die Gegenwart zuzuschreiben. Dabei fixiert sie sich merkwürdig auf die Schattenseiten und verliert Entscheidendes aus dem Blick: In Luther haben sich die Deutschen stets auch ein Bild von sich selbst gemacht.
Ein Kenner, aber sicher kein Freund: Benedikts Pontifikat war für die evangelische Kirche eine Enttäuschung. Der Papst sah im Protestantismus einen ideenpolitischen Gegner.
Jauch wagte ein Experiment. Er nahm das Thema der letzten Sendung wieder auf. Der katholischen Kirche hat das aber auch nicht geholfen.
Von der Macht und der Ohnmacht eines Ministerpräsidenten: Volker Bouffier hielt die Festpredigt zum Reformationstag im Kloster Haina.
Luther war physisch äußerst stattlich. Seine Leibesfülle spiegelte sich aber nicht nur in seinen somatischen Tischreden, sie beeindruckte selbst die anti-reformatorische Polemik.
Michelangelos Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle wird fünfhundert Jahre alt. Als es entstand, war Martin Luther in Rom. Er könnte es gesehen - und missverstanden haben.
Eigentlich darf jedes Jahr ein anderer Bürger von Wittenberg den Martin Luther geben. Bernhard Naumann hatte aber schon drei Mal die Ehre. Er nimmt seine Rolle sehr ernst.
Wittenberg hat Martin Luther. Der schlug in der Stadt seine Thesen an die Tür. Und Wittenberg hat Pussy Riot. Die sollen preisverdächtig sein: Und du bist ja mein Supergirl.
Bereitschaft zur Selbsthilfe: Reformationshistoriker Steven Ozment vergleicht Martin Luthers Konzept der Armenfürsorge mit Angela Merkels Währungspolitik.
Am Freitag hat die frühere EKD-Ratsvorsitzende ein neugeschaffenes Amt angetreten. Welche Züge wird Käßmanns Luther für das große Jubiläum 2017 tragen?
Der Altbundespräsident Horst Köhler predigt in Wittenberg über Vertrauen - im Schatten der Affäre um seinen Nachfolger. Dabei fehlt ihm der Mut zu Ehrlichkeit und Authentizität.
Papst Benedikt XVI. ist dem Professor Joseph Ratzinger treu geblieben: Seine „Freiburger Rede“ über den Zustand der Kirche in Deutschland hat er fast wörtlich vor allem mit Vorträgen und Aufsätzen aus dem Jahr 1969 bestritten.
Papst Benedikt XVI. hat in Berlin, Erfurt und Freiburg seinen Landsleuten jedweder Konfession erklärt, wie sich der Katholizismus aus seiner Sicht wandeln müsse. Dabei erinnerte vieles an Martin Luther.
Benedikt XVI. sieht die Moderne in düsteren Farben. Ursache liberaler Verirrungen ist für ihn maßgeblich der Protestantismus. Deshalb sucht der Papst im Verhältnis zu den evangelischen Kirchen weiter die Abgrenzung.
Aus dem gottlosen Berlin ist der Papst ins thüringische Eichsfeld gereist. Dort üben sich die Katholiken seit Jahrhunderten in Beharrung. Erst haben sie die Reformation überstanden, dann die DDR. Besuch bei freundlichen Widerständlern.
Im Februar ließ Papst Benedikt höchstpersönlich wissen, er selbst wolle in Erfurt einen „stärkeren Akzent“ auf dem Gebiet der Ökumene setzen. Nach der Begegnung an historischem Ort ringen die Evangelischen um Fassung.
Der Ökumene-Bischof Heinz Josef Algermissen spricht über seine Erwartungen an das heutige Treffen des Papstes mit Repräsentanten der Evangelischen Kirche: Er hoffe auf ein „Zeichen positiver Emotion“, sagte er der F.A.Z.
Die evangelische Kirche sieht in dem Deutschland-Besuch von Benedikt XVI. eine Chance für die Ökumene. Die Erwartungen verbinden sich mit einem Briefwechsel zwischen dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und dem Papst.