Mysteriöse Frau
Der arme Linsenverkäufer! Da hat er 22 lange Ehejahre hinter sich, und dann fragt ihn die Dame, die er aus einer mexikanischen Bar abgeschleppt hat, ob er kein schlechtes Gewissen habe: wegen seiner Frau, seines Sohnes.
Der arme Linsenverkäufer! Da hat er 22 lange Ehejahre hinter sich, und dann fragt ihn die Dame, die er aus einer mexikanischen Bar abgeschleppt hat, ob er kein schlechtes Gewissen habe: wegen seiner Frau, seines Sohnes.
Seit der koreanische Automobilhersteller Hyundai 2008 ein gigantisches Produktionswerk mitten in das tschechische Dorf Nosovice gebaut hat, ist nichts mehr, wie es war. Die Straßen enden plötzlich vor einem hohen Erdwall, der wie ein Ring die Anlage umgibt.
Die Deutschen Philharmoniker geben am Samstag, 24. September, ein Benefizkonzert in der Alten Oper. Mit den Einnahmen aus Kartenverkäufen und Spenden soll den Opfern des Tsunamis in Japan geholfen werden.
Als John Gay im Jahr 1728 seine "Beggar's Opera" in London zur Uraufführung brachte, galt das Stück als Sensation und Skandal zugleich. Es parodierte und travestierte die barocke Oper à la Händel und holte sie von den Höhen der Könige, ...
Wein und Bücher passen nicht nur zu Hause zusammen, sondern auch auf dem Rheingau Literatur Festival. Dieses Jahr beginnt die "Wein-Lese" am 15. September um 20 Uhr im Weingut Geheimrat J. Wegeler, Oestrich-Winkel, mit einer Lesung aus Peter Kurzecks neuem Roman "Vorabend".
"Sturm und Tang"Elsemarie Maletzke und Christian Golusda lesen am Dienstag, 13. September, von 19.30 Uhr an im Wiesbadener Forum Wissenschaft und Kunst, Rheinstraße 23-25, aus ihren Reisegedichten, musikalisch begleitet von Frank Wolff.des.
Zwei Flugzeuge sind in die beiden Türme des World Trade Center geschossen. Aus den beiden Hochhäusern quillt Rauch, viele Menschen müssen ums Leben gekommen sein. Die Leute flüchten aus Lower Manhattan zu Fuß nach Norden in Richtung Midtown oder über die East-River-Brücken nach Brooklyn.
NEW YORK, 9. September. Von einem Zuhause konnte für Rebecca Cenni nach den Anschlägen des 11. September kaum noch die Rede sein. Ihr Appartement, drei Straßen vom World Trade Center entfernt, war unbewohnbar geworden.
Es ist fast sieben Uhr abends, bei der Ankunft in dem leerstehenden Bürogebäude an einem Hafenbecken nahe dem Tower, wo bis zur Jahrtausendwende die Warenterminbörse für Energierohstoffe untergebracht war, werden die Zuschauer jedoch ...
Die vierte Regiearbeit des Schauspielers Mathieu Amalric ist der seltene Fall eines französischen Roadmovies. Eine Gruppe amerikanischer New-Burlesque-Varietétänzerinnen - grell geschminkte, dicke Frauen mit barock überladenem, sinnlich-ironischem ...
Wenn irgendwo ein Verbrechen geschieht, durchwühlen Ermittler oft auch den Müll: Aus dem, was wir wegwerfen, lesen sie ein Persönlichkeitsprofil heraus. Diese Tatsache lässt sich verallgemeinern, wie Valentin Thurn in seinem Dokumentarfilm ...
Es vergeht kein Tag, an dem Ken George nicht an den 11. September 2001 erinnert wird. Dafür sorgt schon der Cocktail von 33 Pillen, den er täglich einnimmt. Ein halbes Dutzend Antidepressiva, dazu ein Arsenal von Medikamenten für sein angeschlagenes Herz und seine kranke Lunge.
Bücher, die den Anspruch erheben, ein Generationenporträt zu zeichnen, gibt es zuhauf. Dabei ist der Drang, die eigene Befindlichkeit als pars pro toto zu begreifen und einer ganzen Alterskohorte als Charakteristikum zuzuschreiben, schon immer fragwürdig gewesen und auch geblieben.
Das Einzige, was man im Buch selbst zum Autor von "Asterios Polyp" erfährt, lautet: "David Mazzucchelli hat sein ganzes Leben lang Comics gezeichnet. Dies ist seine erste Graphic Novel." Mit Verlaub, der zweite Satz ist Unsinn.
Mit Shakespeares "Hamlet" wollte Staffan Valdemar Holm seine Düsseldorfer Intendanz am 14. Oktober eröffnen, flankiert von Premieren der festen Regisseure. Daraus wird nichts. Die Sanierung des Schauspielhauses verzögert sich.
Einen Beutel Knochen ausgestreut, mit Steinen eine Spur gelegt, doch der Heimweg ist nicht mehr zu finden - so beginnen böse Märchen. Wenn Zach Condon in "Vagabond" vom Orientierungsverlust singt, begleitet von Klavier, Bläsern und ...
Für die einen ist es die gerechte Belohnung für erbrachte Leistungen; für die anderen ein "Wegsperren des gesamten aufgenommenen Kulturerbes" vor der Öffentlichkeit und ein "Kniefall der Politik vor den Musikkonzernen": Dies sind ...
Am Anfang wird der Vorhang aufgezogen. Er ist weiß und durchsichtig, aus Musselin oder vielleicht Tüll, jedenfalls sind vier Doppelgriffe nötig, hoch im Flageolett zu spielen, und unten, am Ende, wird das Ganze abgeschlossen von einem zartschwarzen Rand, einer Lamentosekunde.
Um den Praktiken und Bedürfnissen des Musizierens in der Welt des zwanzigsten Jahrhunderts gerecht zu werden, scheint die Gitarre das mit Abstand nützlichste Instrument gewesen zu sein, hat sie doch als Instrument der Massen nicht ...
Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert": Die Themen des "Tags des offenen Denkmals" morgen führt auch der ehemalige Bahnhof "Belvedere" im Kölner Vorort Müngersdorf zusammen, in dessen parkähnlichem Garten Platanen rauschen.
Jedesmal, wenn im Hamburger Bahnhof wieder die vier von einer Jury ausgewählten Finalisten um den Preis der Nationalgalerie gezeigt werden, wird dieselbe Frage gestellt, und das auch zurecht: Ob es angemessen sei, Künstler zu einem ...
Die Pilze werden uns überleben. Spezialisiert darauf, die Überreste anderer zu verwerten, verkörpern sie den Lauf der Natur am konsequentesten. "Leben vom Tod anderer. Das taten natürlich alle. Das war das Prinzip alles Lebendigen, auch des noch so hoch entwickelten.
Der Lokführer, der mit den Selbstmördern auf den Gleisen nicht fertig wird, bezieht es nur aufs Wetter; aber man versteht es bald in einem allgemeinen Sinne: "Vorhersagen mögen für den Rest der Republik gelten, für Ostfriesland sind sie nutzlos.
Den Künstlerpreis der Cologne Fine Art & Antiques erhält in diesem Jahr Günther Uecker. Verliehen wird der mit 10 000 Euro dotierte Preis vom Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen (BVDG) und der Koelnmesse.
Sie ist wieder allein. Der Mann ist einfach verschwunden, mitten im Urlaub, niemand weiß, warum. Sie verbringt die Tage am Strand einer Insel in Asien, inmitten einer wüsten und trostlosen Landschaft, und lässt die vergangenen vier ...
Für Köche, die sich nicht ohne weiteres der Moderne oder Avantgarde zurechnen, gab es in den letzten Jahren Probleme mit der Selbsteinschätzung. Viele von ihnen - darunter eine ganze Reihe großer Namen - sahen sich in der Defensive.
Eine Schrecksekunde lang sieht man Gespenster. Rocky Balboa, der mit Rollator zum Endkampf gegen entmenschte Russen schubbert. Die Bart-Rentner von ZZ Top, wie sie durch geschmacklose Multifunktionshallen turnen.
Von Andreas PlatthausANTWORT: Herr Platthaus, Sie haben kürzlich in der F.A.Z. über die Bonner Stummfilmtage geschrieben und dabei die japanischen Kinoerzähler erwähnt. Das ist ja eine tolle Sache.
Militärgeschichte? Ach nein. War das nicht eine Disziplin für ältere Männer mit Hut, die zwischen olivgrünem Kriegsgerät und Vitrinen voller Orden herumstapfen und glänzende Augen bekommen, wenn sie ihrem Enkel von den Panzerschlachten ...
PIRAT* Seeräuber Einer, der es versucht * von:Die Berufswahl war schon eine heikle Angelegenheit, als es noch darum ging, sich zu entscheiden, ob man Pirat oder Cowboy werden wollte. Piraten benutzen Fernrohre statt Ferngläser, ...
Ein gelber Elch. Oder ist es ein gelber Urochse, der irgendwo aus den mythologischen Tiefen des Wienerwalds losgetrottet ist in Richtung Donautal? In Gugging, wo das Fabeltier des Malers Johann Garber das Künstlerhaus schmückt, sind ...
Seit Lessings "Nathan" hat sich im Heiligen Land ersichtlich nichts geändert, denn natürlich ist mit der "Dünendrift aus verminten Zonen" Palästina gemeint, wo Judentum, Christentum und zuletzt noch der Islam entstanden.
Es kommt in Südafrika nicht oft vor, dass eine weiße Bühnenautorin Kulturinteressierte jeder Hautfarbe anzieht. Doch als die Amerikanerin Eve Ensler zum Premierengespräch ihres neuen Stücks "I am an Emotional Creature" (Ich bin ein ...
Nach zwei Stunden setzt Panik ein. Die E-Mails vom Chef? Perfekt! Aber Romane, Biographien, Kurzgeschichten, Gedichte gar? Künftig nur noch im Eiltempo überfliegen? Marc Studer gibt Entwarnung: "Wir betreiben hier keine Gehirnwäsche." ...
-Das Schreibgerät Es muss nicht der Montblanc-Füller sein, aber der Werbegeschenk-Plastikkuli von der letzten Konferenz ist definitiv zu wenig. "So ein Füllfederhalter mit Goldspitze macht natürlich etwas her", sagt der Frankfurter Stilberater Andreas Rose.
sug. MAINZ. Die beste Möglichkeit, um günstig an Karten für das heute im Mainzer Kulturzentrum an der Dagobertstraße beginnende Theaterfestival "Grenzenlos Kultur vol. 13" zu kommen, ist es, selbst mitzumachen.