Es gibt keine unschuldigen Träume
Mischwesen, Körperhorror und andere Allegorien brasilianischer Wirklichkeit: Im Film „Gute Manieren“ bekommt eine wohlhabende junge Frau ein etwas zu wildes Kind.
Mischwesen, Körperhorror und andere Allegorien brasilianischer Wirklichkeit: Im Film „Gute Manieren“ bekommt eine wohlhabende junge Frau ein etwas zu wildes Kind.
Blut, Feuer und Aberglaube: „Hagazussa“, Lukas Feigelfelds ungewöhnliches Regiedebüt, führt in ein finsteres Zeitalter und durchquert die Elemente des Unheimlichen.
In Lynne Ramsays Film „A Beautiful Day“ räumt ein Mann unter reichen Kinderschändern auf. Joaquin Phoenix spielt diesen Rächer mit aller Urgewalt. Aber etwas fehlt ihm.
Nicht nur Trickfilme entstehen fast vollständig am Computer, jede Szene in Kinofilmen oder Serien ist digital nachbearbeitet. Rund um Stuttgart sitzen einige der besten Animationsstudios der Welt.
Die Geschichte eines spektakulären Comebacks: In „Roman J. Israel, Esq.“ macht Denzel Washington seine eigenen breiten Schultern zum Ausgangspunkt einer individuellen Fallhöhe.
Der Dokumentarfilm „The King“ misst das moderne Amerika an Elvis Presleys tragischer Biographie. Eugene Jarecki zeigt eine Gesellschaft unter kollektivem Drogeneinfluss, kurz vor der Überdosis.
Vor fast achtzig Jahren schilderte Anna Seghers in „Transit“ die Not der deutschen Emigranten. Christian Petzolds Film übersetzt den Roman in unsere Gegenwart.
Harry Dean Stanton war auf Nebenrollen abonniert. In „Lucky“, dem Kinoregiedebüt von John Carroll Lynch, spielt er die Hauptrolle und zeigt noch einmal seine ganze Größe. Was bleibt, ist eine tröstende Erkenntnis.
Steven Spielberg hat eine Sternstunde der Pressefreiheit verfilmt. Der Regisseur und seine Darsteller Meryl Streep und Tom Hanks sehen diese Freiheit in Gefahr.
Nie zuvor und niemals wieder hat das Kino in Deutschland so geblüht wie in der Weimarer Republik – doch ein Großteil der Filme ging verloren. Die Retrospektive der Berlinale zeigt einige Wiederentdeckungen.
Ein Land am Wendepunkt, aber auf jeden Tiefschlag folgt mindestens eine Erholungspause: Der französische Film „Das Leben ist ein Fest“ hält einer mehrdeutigen Nation den Spiegel vor.
Sie töteten zum Spaß und mussten sterben: Der Film „Die Spur“ hätte seine Geschichte mit der Geduld eines Fallenstellers beobachten können. Aber es musste unbedingt ein Thriller werden.
Wer den Kinoklassiker „Das Boot“ gesehen hat, weiß, welchen Anteil der Kameramann Jost Vacano am weltweiten Erfolg des Films hatte. Am Gewinn wurde er nicht beteiligt. Das ändert sich nach einem Gerichtsurteil jetzt.
Das Krankenhaus als Integrationsmodell der Abgehängten: Auch Gelähmte sind, wie die französische Tragikkomödie „Lieber leben“ zeigt, nicht alle gleich.
Das verschlägt einem die Sprache: Martin Koolhovens Kino-Western „Brimstone“ handelt von einem Begehren, das so verboten ist, dass es in der Bibel noch nicht einmal vorkommt.
Was entsteht, wenn sie sich neu erschafft, ist jedesmal ein neues Wunder. Doch Julian Rosefeldts filmische Installation „Manifesto“ lebt als Kinofilm nicht von Cate Blanchett allein.
Die „Fack Ju Göhte“-Filme haben das alte deutsche Klassenzimmer-Komödienformat ins einundzwanzigste Jahrhundert geboxt. Der dritte Teil „Final Fack“ stellt sich jetzt selbst das Abschlusszeugnis aus.
Ein Film über die Affäre des letzten Zaren mit einer Ballerina treibt Russlands Ultrakonservative auf die Straße. Der Konflikt könnte in Gewalt münden, die Rhetorik ist es bereits.
Das kommt raus, wenn Elitemenschen um begehrte Uni-Plätze kämpfen: Alain Gsponers Film „Jugend ohne Gott“ verlegt Ödön von Horváths Roman in eine ferne kalte Zukunft.
Justin Chadwicks Film „Tulpenfieber“ stellt die Welt der holländischen Altmeister nach. Das sieht opulent aus, mit all den schönen Kostümen und Kulissen. Doch ist es auch lebendig?
Wodka und Lack statt Anzug und Martinis: Charlize Theron ist „Atomic Blonde“. Sie hat einen actiongeladenen Spionageauftrag in Berlin zu Zeiten des Mauerfalls.
Der Tulpenwahn in Holland führte 1637 zum ersten großen Börsencrash der Welt. Jeder wollte mit den damals exotischen Blumen schnell zu Geld kommen. Jetzt zeigt ein Kinofilm, wie verrückt es damals zuging.
Die jüdische ultraorthodoxe Gemeinde New Yorks ist eine Subkultur voller Mysterien. Der Dokumentarfilmer Joshua Weinstein hat mit seinem Werk „Menashe“ nun einen cineastischen Sprung in die chassidische Wirklichkeit gewagt.
Die 1967 in New York gezeigte Schau „New Documents“ zählt zu den wichtigsten Fotoausstellungen der Geschichte. Mit fünfzig Jahren Verspätung ist jetzt ein großartiger Katalog erschienen.
Fahrigkeit als Konzentration des Genies: Stanley Tucci hat einen Film über Alberto Giacometti gemacht, der den Künstler mehr verbirgt als enthüllt.
Mehr als ein halbes Jahrhundert ist der Fall her, aber er bietet manchen Schlüssel zur Gegenwart: Jeff Nichols erzählt im Film „Loving“ die Geschichte einer verfolgten Liebe.
Der Kinofilm „Zwischen den Stühlen“ begleitet Berliner Referendare auf dem steinigen Weg ins Lehramt. Katja Wolf erlebte dabei unerwartete Tiefen. Im Interview erzählt sie, warum sie schließlich doch Lehrerin wurde.
Beim Ansehen von Kinofilmen oder Live-Sendungen aus zweifelhaften Quellen bewegten sich Nutzer bisher in einer rechtlichen Grauzone. Das ändert sich nun durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs.
Der Film diente den Nationalsozialisten als Propagandawaffe. Nicht jeder Film. Doch auch das Unterhaltungskino transportierte untergründig die NS-Weltanschauung.
Manchmal fällt die Regie der Schauspielkunst zur Last: Christian Schwochow weiß in seinem Film „Paula“ über die Malerin Paula Modersohn-Becker offenbar nicht recht, was er illustriert.
Düster daneben: „Das kalte Herz“ könnte der Film zur Stunde sein, wenn er sich bloß Hauffs hellsichtigem Märchen anvertrauen würde. Leider erzählt er stattdessen eine Liebesgeschichte.
Der Kinofilm „Dirty Games“ beleuchtet, was der nimmersatte Profisport am liebsten ausblenden würde: seine dunklen und schmutzigen Seiten. Dabei hat der Film eine besondere Stärke.
Lange dachte man, Donald Trump sei der Pausenkasper des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs. Nun holt er einen Sieg nach dem anderen. Wie ist das zu erklären? Ein Gastbeitrag.
Alle reden über Star Wars. Selbst Kindergartenkinder kennen Yoda, Darth Vader oder Chewbacca. Doch im Kino dürfen eigentlich erst Kinder ab 12 den neuen Film sehen. Doch es gibt eine begründete Ausnahme.
Der erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten hat auf der ganzen Welt beinahe 3 Milliarden Dollar eingespielt. Auf der Spitzen-Rangliste stehen auch vier Filme aus dem Jahr 2015.
Eine Frau im Weißen Haus hat es noch nicht gegeben. Der deutsche Hollywood-Regisseur Roland Emmerich will das ändern, zumindest auf der Leinwand. In „Independence Day 2“ hat Amerika eine Präsidentin.