Jüdisch, ehrenhalber?
Es sind vor allem Politiker der christlichen Parteien, die eine „jüdisch-christliche Tradition“ beschwören. Kann es sein, dass sie damit nicht nur die Muslime ausschließen, sondern auch die Juden beleidigen?
Es sind vor allem Politiker der christlichen Parteien, die eine „jüdisch-christliche Tradition“ beschwören. Kann es sein, dass sie damit nicht nur die Muslime ausschließen, sondern auch die Juden beleidigen?
Am 5. Mai jährt sich der Geburtstag von Karl Marx zu seinem 200. Mal. Zum großen Jubiläum wollen alle an dem berühmten Philosophen verdienen. Nie war er uns so wertvoll wie heute.
Die deutsche Tradition der „grobianischen Literatur“: Der berühmteste deutsche Manifest- und Zeitungartikelautor Karl Marx war ein sehr aufmerksamer Leser.
Ist Welthandelspolitik, wie Trump sie gerade treibt, überhaupt Politik? Laut Marx ja, laut anderen nein. Was sie von rechts bis links bedeutet, entscheidet sich jetzt.
Als junger Dichter nahm sich Marx die Gesellschaft vor, die ihm das Künstlerleben verwehrte. Was hätte der Autor von „Das Kapital“ von unserer Kultur und Politik gehalten?
Es heißt, die Flächen werden knapp. Aber braucht man in Zukunft noch Äcker? Oder kommt die Landwirtschaft in die Städte? Und was hätte Karl Marx dazu gesagt? Ein Blick in die Zukunft des Essens.
Die Gegner und die Befürworter einer großen Koalition kämpfen bis zuletzt. Beide Seiten sorgen sich um die Zukunft der SPD – und die Folgen der Entscheidung auf dem Parteitag.
Welche Meinung hat der linke Vordenker zu aktuellen Themen? Eine neue Kolumne befragt seine Schriften zum zweihundertsten Geburtstag.
Vor hundertfünfzig Jahren wurde die Burg Hohenzollern fertiggestellt: Friedrich August Stülers Bau ist mehr als ein Denkmal für eine Dynastie. Eine Ausstellung dokumentiert die Entstehung eines politischen Symbols.
São Paulo, die größte Stadt Südamerikas, ist wieder ein bisschen deutscher geworden: Das „Palácio Tangará“ hat im Burle-Marx-Park eröffnet
Wer kennt den Unterschied zwischen einer bürgerlichen und einer proletarischen Revolution? Marx und Engels übersahen ihn. Sonst wäre vieles anders gekommen. Ein Gastbeitrag.
Wo beginnt die Geschichte des Kommunismus und wann hört sie auf? Gerd Koenen beschreibt umsichtig die Geschichte egalitärer Theorien – und stößt dabei auf ihr fundamentales Paradox.
Jean Touitou ist Gründer der Pariser Modemarke A.P.C. Im Interview spricht er über seine trotzkistische Vergangenheit, emanzipatorische Kleidung und politische Rückschritte in der Mode.
Zwei-Sterne-Koch, Weingutsbesitzer, Gasthausbetreiber, Hotelier: Wolfgang Becker aus Trier ist ein Hansdampf, der allerdings mit viel Delikaterem als nur Wasser kocht.
Bühnentodesnostalgie: Jede Epoche bekommt die Monster und die Serienmörder, die sie verdient – wie Juan Carlos Medina mit seinem Film „The Limehouse Golem“ beweist.
Eine Rückkehr ins "China vor dem Tod Maos" sei ihr Ziel, erklärten Aktivisten beim Hamburger Krawallwochende. Wie kommt es, dass die Nachhaltigkeit der Ideen von Karl Marx selbst die Wirkung der großen Religionen überboten hat?
Vor 150 Jahren erschien „Das Kapital“, Karl Marx’ wissenschaftliches Hauptwerk. Seine zentralen Vorhersagen lagen daneben. Und wie Kommunismus praktisch funktionieren sollte, darüber hatte er so gut wie nichts zu sagen.
Ständig schwankende Preise sind im Online-Handel schon normal. Bald treiben es die Algorithmen noch doller: Wer mehr Geld hat, muss für dasselbe Produkt mehr zahlen.
Als Student pflegte der spätere Revolutionär eine rege lyrische Produktion. Viel ist darin von Liebe die Rede. In seinen besseren Gedichten dominiert ein Gefühl existentieller Verlorenheit. So auch in diesem.
Vor 150 Jahren analysierte ein deutscher Immigrant in London den Kapitalismus. Heute ist Karl Marx selbst eine Ware. Hinter seinem Namen steht ein millionenschweres Geschäft. Unsere Reporter haben es sich angesehen.
Eine Statue des bekanntesten Sohnes von Trier – das sorgte für hitzige Debatten. Jetzt reagiert China und zeigt sich gekränkt: Die Geburtsstadt von Karl Marx habe sogar um das Geschenk gebeten.
In „Der junge Karl Marx“ spielt August Diehl den Titelhelden als flamboyanten und arroganten Mann. Dabei ist der wirkungsmächtige Denker alles andere als ein brauchbarer Kinoheld.
Der Kostümfilm hätte eigentlich mit dem Beginn des neuen Jahrhunderts erledigt sein können. Trotz aller Gegenwartsverwirrungen erlebt er auf der diesjährigen Berlinale eine Wiederbelebung. Ob das so gut ist?
So viel von und über Karl Marx zu lesen wie heute gab es noch nie. Höchste Zeit, ihn neu zu entdecken! Er war ein geistreicher Träumer. Ein Marxist war er nicht.
„Ausbeutung“ ist heute nicht mehr das Schicksal der sozial Unterprivilegierten. Vielmehr liegt es darin, unumkehrbar vom Produktionsprozess ausgeschlossen zu sein. Setzt dieser Status revolutionärere Energien frei?
Direkte Demokratie lockt damit, dass das Volk bestimmen darf, was als Nächstes passiert. Doch das ist gefährlich.
Die „Jüdische Allgemeine“ feiert ihren siebzigsten Geburtstag. Als sie 1946 gegründet wurde, hätte keiner gedacht, dass es die Zeitung so lange geben würde. Doch sie ist eine vitale Stimme in Deutschland. Ein Redaktionsbesuch.
Als ebenso kohärente wie explizite Weltbilder mit absolutem Wahrheitsanspruch sind Ideologien heute beinahe verschwunden. Was ist an ihre Stelle getreten?
Europa-Ablehnung und Europa-Enthusiasmus stehen sich heute in wechselseitiger Blindheit gegenüber. War die Einigung das Projekt einer Generation, die nun von der historischen Bühne abtritt?
Wer in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Schanghai studieren will, muss leidensfähig sein. Es warten windige Berater und andere Fallen - aber der Aufenthalt kann sich trotzdem lohnen.
Der Buchmarkt ist ein Dschungel. Und große Literatur so drückend kompliziert. Im Bewertungsportal von Amazon urteilen die Leute zurück. Was das über die Weltliteratur aussagt.
Tadschikistan hing früher von sowjetischer Ernährung ab. Nun sucht das Bergland nach Wegen, sich selbst zu versorgen.
Jung zu sein: Ist das eine Störung, die man heilen kann? Ronja von Rönnes erster Roman „Wir kommen“ erzählt von einem trotzigen Sommer.
Die Proteste gegen exzessive Einkommensniveaus sind laut und geben sich als ethische Reaktion. Was kann heute mit dem Ziel wirtschaftlicher Gleichheit gemeint sein?
Das Computerspiel „Assassin’s Creed“ dürfte mehr Jugendlichen Geschichte nahegebracht haben als die Historiendokus des Fernsehens. Die jüngste Folge spielt in London, im Jahr 1868. Wir treffen Marx, Darwin und Dickens. Und was passiert?