Ein welthistorisches Würfelspiel
Das Deutsche Historische Museum zeigt Karl Marx als Zeitzeugen des frühen Industriekapitalismus. Aber der Zusammenhang zwischen Werk und Wirkung bleibt in der Ausstellung unterbelichtet.
Das Deutsche Historische Museum zeigt Karl Marx als Zeitzeugen des frühen Industriekapitalismus. Aber der Zusammenhang zwischen Werk und Wirkung bleibt in der Ausstellung unterbelichtet.
Warum bitte ist vielen Linken Antisemitismus so oft so egal? Der Brite David Baddiel hat darüber ein Buch geschrieben. Ein Gespräch über Sally Rooney, Karl Marx und darüber, warum der Brexit sehr unjüdisch ist.
Die SPD-Linken mochten Pragmatiker wie Olaf Scholz noch nie. Aber sie haben sie immer gebraucht. Kann das gut gehen?
Vor hundert Jahren versuchte die SPD erstmals, sich von einer Arbeiter- in eine Volkspartei zu verwandeln. Doch erst seit gut sechzig Jahren ist sie bündnis- und mehrheitsfähig. Aber dies bis heute.
Umstritten, aber in seiner Heimatstadt unbestritten weiterhin populär: Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig stellt das Leben des Kommunistenführers Karl Liebknecht aus.
An diesem Mittwoch enden die Bayreuther Festspiele. Der Politologe Herfried Münkler erklärt den Zusammenhang zwischen Bayreuth, dem Kapitalismus und einem Waffenlager im Garten.
Drei Mal holte Kurt Biedenkopf in Sachsen die absolute Mehrheit für die CDU. Den Habitus des Professoralen verband der CDU-Politiker und frühere Ministerpräsident stets mit Leutseligkeit – und gefiel sich auch in der Rolle des Unbequemen. Nun ist er mit 91 Jahren gestorben.
In den Straßen die Wut: Eloísa Díaz beschwört in ihrem Krimidebüt die argentinische Militärdiktatur und deren Nachwehen herauf. Obwohl sie eine gute Erzählerin ist, verliert sie sich manchmal in überflüssigen Referaten.
Haben sich amerikanische Verfassungsväter von ihnen inspirieren lassen? Ein Gang durch die Rezeptionsgeschichte der Irokesen, der über Marx und Engels und die Frauenbewegung bis in die Gegenwart führt.
Insgesamt 90 Porträts hat Armin Mueller-Stahl in den vergangenen Monaten gemalt. Im Interview spricht der Schauspieler über seine Werke, die Musik, jüdische Freunde, die SPD – und das Leben nach dem Tod.
Von der Hölle bis zum Cyberspace – Orte aus Worten: Wie Dantes dichterische Vision der Neuzeit die Stätte bereitete.
Japan wurde erst mithilfe Chinas Schrift zum Staat, und China lernte durch japanische Wörter die westliche Moderne kennen. Kai Vogelsangs großes Buch erzählt von einer erstaunlichen Wechselbeziehung.
Das Gedenken an die berühmteste Gestalt der französischen Geschichte war für die Präsidenten seit Giscard d’Estaing tabu. Emmanuel Macron hält nun am 200. Todestag Napoleons eine Rede. Kritiker halten das für ein gefährliches Signal.
Warum die Konstruktion eines Epochenkampfes zwischen Marx und Wagner zwar Interessantes anstößt, aber kategorial nicht stimmiger ist als ein Boxkampf zwischen einer Fußballerin und einem Turmspringer.
Präsident Macron hat die Schließung der École Nationale d’Administration verfügt. Die französische Hochschule ist zur Chiffre einer bürgerfernen Staatsmacht geworden, obwohl die Gründung 1945 ein Akt der Revolution war.
Das Ideal der Freiheit bietet sich für Instrumentalisierungen an. Aber Freiheit ist kein originär rechter Begriff und auch keine exklusive Domäne des Liberalismus. Sie ist und bleibt gerade ein linker Grundwert. Ein Gastbeitrag.
Der Begriff „Klasse“ wird wieder verstärkt diskutiert: Doch was ist „Klasse“ eigentlich, welche gibt es – und wer gehört wozu? Ein Gespräch mit Christian Baron und Olivia Wenzel über Armut, Chancen und Revolutionsromantik.
Dem altehrwürdigen Highgate-Friedhof in London, auf welchem auch Karl Marx begraben liegt, machen Stürme, Trockenheit und neue Pilzkrankheiten zu schaffen. Der Klimawandel macht sich hier besonders bemerkbar. Nun hofft man auf Spender und ein neues Konzept.
Im europäischen Basketball ragt Bayern Münchens Vladimir Lucic heraus, weil er hat, was ihn von den meisten anderen unterscheidet: Er prägt das Spiel selbst dann, wenn er den Ball nicht berührt.
Der jüngste Auftritt der Nationalelf war für den deutschen Fußball auch ein Blick in den Spiegel. Er offenbarte, was dem DFB-Team schon lange fehlt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier weiht in Schloss Bellevue einen Saal zum Gedenken an Robert Blum ein - und schafft damit einen neuen Erinnerungsort des deutschen Parlamentarismus.
Joseph Höffner wusste noch, dass Katholizismus und Kapitalismus gut zusammenpassen. Wir sollten besser auf ihn als auf Papst Franziskus hören.
Susanne Hennig-Wellsow möchte Vorsitzende der Linkspartei werden. Ihren Pragmatismus schmückt die Vertraute des Thüringer Regierungschefs Bodo Ramelow mit antifaschistischen Gesten.
Hungerstreik, Schlaflosigkeit, Flucht, Träumen: Iris Därmann erzählt in ihrer Studie „Undienlichkeit“ eine Geschichte des passiven Widerstands gegen Gewalt und Sklaverei seit der Antike. Ein Gespräch.
Wissenswertes und Bedrückendes über den Antisemitismus
Aktuelle Diskussionen erinnern zunehmend an Debatten vor einem halben Jahrhundert: Der Wille zur Erneuerung geht mit großem Vertrauen in die Machbarkeit einer von Ökonomen beratenen Politik einher.
Zum zweihundertsten Geburtstag von Friedrich Engels gibt es nun einen biographischen Comic. Aber der ist leider überhaupt nicht das, was sein Gegenstand war: revolutionär.
Ursprünglich dienten Marken zur Bezeichnung der Herkunft von Waren. Heute verteidigen sie ihre Identitätsmerkmale vor Gericht. Anmerkungen zu einem Urteil des Bundesgerichtshofs über quadratische Schokolade.
Wie man ohne Hoffnung Kritik denkt: Ein Gespräch mit dem amerikanischen Philosophen Frank Wilderson III über den „Afropessimismus“ – und das Leben in einer Unterdrückung, die keine Versöhnung kennt.
Die Entstehungszeit des „Rings“ und eine von Wertewandel, sozialem Umbruch und ideologischen Grabenkämpfen geprägte Gegenwart ließen sich aufeinander beziehen. Ein kritischer Rückblick in einem Sommer ohne Wagner-Festspiele.
In mehrfacher Hinsicht ist dieser Bürger und Bewohner des 18. und 19. zum ausschließlichen Autor des 20. Jahrhunderts geworden: Wie die Philosophie und Literaturwissenschaft der Moderne Hölderlin wieder- und neu entdeckt hat.
In der Linken haben Trotzkisten einen großen Einfluss, bis hin zur stellvertretenden Parteivorsitzenden: Janine Wissler gehört „Marx21“ an. Die Radikalen in der Partei übernehmen eine Scharnierfunktion ins linksextreme Milieu.
Ein Paar wird zur Marke: Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle glaubten wohl, den perfekten Plan für eine erfolgreiche Flucht aus dem Königshaus zu haben. Doch das wird schiefgehen.
Die FDP hat viele ihrer Anhänger vergrault. Pünktlich zu ihrem alljährlichen Dreikönigstreffen zielen die Liberalen auf eine neue Klientel: enttäuschte SPD-Wähler. Kann das gut gehen?
Die Kontroverse um die Hohenzollern ruft eine schicksalhafte Phase der deutschen Geschichte ins Gedächtnis: den Untergang der Weimarer Republik. Was lernen wir daraus für die Gegenwart?