Kommen Sie mir bloß nicht mit E-Books!
Viele Propheten und Visionäre in einem großen Lesesaal: Auf der Leipziger Buchmesse war häufig von alten Tugenden die Rede - und selten von neuen Herausforderungen.
Viele Propheten und Visionäre in einem großen Lesesaal: Auf der Leipziger Buchmesse war häufig von alten Tugenden die Rede - und selten von neuen Herausforderungen.
Vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen zeigt ein neues Buch: Das Ruhrgebiet braucht eine Bildungsoffensive, weniger Schulden und Städte, die sich nicht gegenseitig strangulieren.
Das neue iPad ist da und besticht durch eine sichtbar schärfere Darstellung. Wenn es um Fotos, Videos und Spiele geht, tut sich eine andere Welt auf: Man kommt ins Schwärmen.
Nach 244 Jahren ist Schluss: Die Encyclopaedia Britannica, das bekannteste Nachschlagewerk in englischer Sprache, wird es bald nicht mehr in gedruckter Form geben. Auch dem deutschen Brockhaus schien dieses Schicksal zu drohen, doch hier wurde letztlich nur der Eigentümer gewechselt. Und der neue Anteilseigner Bertelsmann setzt beim Brockhaus weiter auf das gedruckte Wort. Das ist ein schöner Gegensatz, verdeutlicht er doch, dass auch in der digitalen Welt nicht alles schwarz oder weiß zu sehen ist.
Über die Epoche des Papiers und Beethoven, Rohrstock und Amok, Viren und Suchmaschinen, ein antikes Weltwunder und das Leben mit Gärten: Eine Auswahl von Sachbüchern aus unserer Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse
Den ganzen Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi den Nahverkehr in Hannover bestreikt. Viele der für diesen Tag erwarteten rund 20000 Besucher der weltgrößten Computermesse der Welt wurden deshalb von Privatleuten gefahren, sind mit dem Fahrrad gekommen oder zu Fuß gegangen. So weit, so gut, Streik ist Streik. Wirklich ärgerlich ist aber der Kommentar, den ein Sprecher von Verdi dazu abgegeben hat.
Der marktführende Hersteller von Computerprozessoren versucht seine Chips für die digitale Datenwolke Cloud fit zu machen. Mit der neuen „Xeon"-E5-Produktfamilie verspricht Intel eine im Vergleich zur vorherigen Generation der entsprechenden Prozessorserie um 80 Prozent höhere Leistung. Die neuen Chips, die auf der Computermesse Cebit in Hannover vorgestellt wurden, bieten bis zu acht Rechenkerne je Prozessor, adressieren bis zu 768 Gigabyte Arbeitsspeicher und sind in einer 32-Nanometer-Struktur gefertigt. Während Intels Prozessoren für normale Personalcomputer (PC) in den nächsten Monaten schon in einer 22-Nanometer-Fertigungstechnik kommen sollen, lässt sich das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara bei Chips für Netzwerkrechner (Server) stets etwas mehr Zeit für die Umstellung der Fertigung. Ein Nanometer entspricht einem milliardstel Meter.
Vor ein paar Wochen hat der Apple-Vorstandsvorsitzende Tim Cook damit geprahlt, wie viele Softwareentwickler kommen, wenn sein Unternehmen über Betriebssysteme für mobile Computer und Telefone spricht. Dann hat er noch darauf hingewiesen, wie wenig im Vergleich bei den Wettbewerbern los ist. Das muss Microsoft unglaublich geärgert haben, und doch war es die Wahrheit.
Ulrich Dietz, der Vorstandschef von GFT Technologies, holt mit dem Code-N-Wettbewerb Gründer auf die Cebit, die Geschäftsideen rund um mobile Computeranwendungen haben. Sein Ziel: den Technikstandort Deutschland voranbringen.
Abschreibungen drücken Lagardere in die Verlustzone, die Deutsche Bank leiht sich 5 bis 10 Milliarden bei der EZB und Fitch stuft drei deutsche Landesbanken herab. Apple und Holtzbrinck-Firma droht eine Klage wegen E-Books, Texas Instruments senkt seine Erstquartalsziele und Griechenland einigt sich mit Siemens in der Schmiergeldaffäre. Die Beteiligungsquote für den griechischen Schuldenschnitt fällt hoch aus, die deutschen Verbraucherpreise steigen im Februar, außerdem nehmen die Exporte im Januar zu. Die Inflation in China schwächt sich ab und die chinesische Zentralbank setzt den Yuan-Wechselkurs überraschend hoch fest.
Ob für Mobiltelefone oder Autos – ohne gemeinsame Standards für die Kommunikation im Internet werden die volkswirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten, die im Siegeszug der internetfähigen Smartphones stecken, nicht ordentlich genutzt werden können. Diese Meinung vertreten auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona sowohl klassische Industrieunternehmen wie zum Beispiel der Autohersteller Ford als auch das vor dem Börsengang stehende, noch sehr junge soziale Netzwerk Facebook.
Gerade bereiten wir in der Redaktion das Programm der kommenden zwei Wochen vor. Sie meinen, das ist das Normalste der Welt? Nein, nicht ganz: Denn mit einiger Überraschung mussten wir feststellen, dass der Konkurrenzkampf der Messegesellschaften ungeahnte Härte angenommen hat. Deshalb, liebe Leser, werden wir Sie in den nächsten Tagen nicht nur mit Berichten von der Mobilfunkmesse in Barcelona unterhalten, sondern kurz danach auch mit bestimmt ebenso spannenden Beiträgen vom Genfer Automobilsalon, von der Cebit in Hannover sowie von der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin.
Niemand ist gezwungen, ein internetfähiges Smartphone zu benutzen. Und doch will kaum jemand ein anderes Handy haben als die Modelle, mit denen man, außer zu telefonieren auch komfortabel im Internet surfen kann. Ist das Gerät gekauft, hören die Verlockungen nicht auf: Da gibt es Hunderttausende Zusatzprogramme, Apps genannt, die dem Handybesitzer das Leben leichter machen wollen. Das Problem ist nur, dass sich diese Programme häufig auch für die anderen Daten interessieren, die der Nutzer des Telefons auf dem Gerät hinterlässt. Das muss besser werden.
Im Herbst haben die deutschen Bischöfe ihr Medienunternehmen Weltbild zum Verkauf gestellt. Jetzt geht es um die soziale Verantwortung. Vielleicht finden sie deshalb einen dritten Weg.
Dem Netzbetreiber Tennet wachsen die Aufgaben über den Kopf. Das niederländische Staatsunternehmen regt eine deutsche Gesellschaft für ein Gleichstrom-Netz an. Der Netzbetreiber fordert den Gesetzgeber außerdem auf, Rechtssicherheit darüber zu schaffen, wie mit der Haftung bei Nichtverfügbarkeit oder verspäteter Fertigstellung des Anschlusses von Offshore-Windparks zu verfahren sei.
Die Börse glaubt an zwei Renner: An das neue Betriebssystem „Windows 8" von Microsoft und an den fortgesetzten Erfolg von Apple, der sich, mit Blick auf den Mac-Personalcomputer, bald ebenfalls auf ein neues Betriebssystem stützen soll. Beide Programme der alten Rivalen haben etwas gemeinsam: Die Bedienung von Windows- und von Mac-Computern nähert sich dem Umgang mit Smartphones und Tabletcomputern an.
Dass Verbraucher in Deutschland künftig noch schneller zu einem billigeren Strom- und Gasanbieter wechseln können, ist fein. Die Schwierigkeit ist nur: Der Wechsel als solcher hat auch bisher zügig und problemlos funktioniert. Bald kann der Wechsel zwar zu jedem beliebigen Werktag erfolgen und innerhalb von zwei Wochen statt in vier abgewickelt werden. Aber hat einen die etwas längere Frist bisher vom Wechsel abgehalten oder war es vielleicht die Unübersichtlichkeit der Tarife alternativer Anbieter, mit denen man bei einer solchen Entscheidung konfrontiert ist?
Deutsche und ausländische Verlage haben einstweilige Verfügungen gegen eine in Irland registrierte Bücherdownloadseite erwirkt. Die Betreiber seien mit hoher krimineller Energie vorgegangen, sagen die Geschädigten.
Der neue Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Pharmagroßhändlers Celesio AG, Markus Pinger, gibt die eigenen Apothekenpläne des Unternehmens auf, rechnet für die kommenden fünf bis zehn Jahre aber mit einer deutlichen Deregulierung und Konsolidierung des Arzneimittelhandels in Europa. „Profitieren würden davon nach amerikanischem Vorbild die großen Drogerie- und Supermarktketten", sagt Pinger im Gespräch mit dieser Zeitung. „Angesichts der Erfahrungen mit der Finanzkrise und dem wachsenden Druck auf die Sozialsysteme ist dies wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit."
Im Geschäft mit Netzwerkausrüstung braucht man starke Nerven - und die Aktionäre von Cisco und seinem Wettbewerber Juniper Networks erleben diesen Nervenkitzel aus nächster Nähe. Jetzt ist mal wieder eine gute Nachricht dran: Die Nachfrage nach Netzwerk-Technik vom weltgrößten Ausrüster Cisco ist so stark wie noch nie. Im zweiten Geschäftsquartal (von November bis Januar) stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar (oder umgerechnet 8,7 Milliarden Euro). Der Gewinn verbesserte sich dank eingedämmter Kosten sogar um 44 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar.
Im gesamten vergangenen Jahr hat die Schweizer Bank UBS 44 Prozent weniger Geld verdient. Auf den ersten Blick reiht sie sich damit in die Reihe anderer Großbanken ein: Goldman Sachs hatte in derselben Zeitspanne ein Minus von zwei Drittel zu verkraften. Die Deutsche Bank schrieb im letzten Quartal 2011 sogar einen Verlust; die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Doch ist damit der Zustand der UBS unzureichend beschrieben, handelt es sich hier doch um ein Institut auf der Suche nach seiner Identität.
Im neunzehnten Jahrhundert war Charles Dickens der berühmteste Schriftsteller Großbritanniens. Jetzt steht die Insel zu seinen Ehren kopf - nur in Deutschland hält man den radikal Modernen immer noch für einen Jugendbuchautor.
An diesem Wochenende haben Borussia Dortmund und die Evonik Industries AG vorzeitig den nach der Fussball-Bundesligasaison 2012/ 2013 auslaufenden Sponsorenvertrag um drei Jahre verlängert. Der Essener Spezialchemiekonzern wird als Hauptsponsor des einzigen börsennotierten deutschen Fußballvereins bis Mitte 2016 jährlich 10 Millionen Euro als Grundbetrag an den BVB überweisen. „Dazu kommen im Erfolgsfall Prämien für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft, des DFB-Pokals oder der Teilnahme an europäischen Wettbewerben", sagte der Evonik-Vorstandsvorsitzende Klaus Engel im Gespräch. Warum Evonik das Geld für gut angelegt hält, sollen die diesem Blog exklusiv vorliegenden Charts verdeutlichen.
Kapitalismuskritik ist notwendig, um zu wissen, was unser Wirtschaftssystem leistet, sagt Deutschlands wohl bekanntester Investmentbanker Alexander Dibelius von Goldman Sachs und lobt die Soziale Marktwirtschaft. Das Geschäftsmodell der eigenen Branche sei ebenfalls intakt, allerdings ist eine neue Bescheidenheit angesagt.
Trotz der sich abschwächenden Konjunktur schreitet die Globalisierung voran. Die am stärksten globalisierten Länder der Welt sind derzeit Hongkong, Irland und Singapur - drei relativ kleine Länder, die dennoch Drehscheiben des internationalen Handels sind. Das sind die Ergebnisse des neuesten Globalisierungsindex der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y).
Von Angoulême, wo der amerikanische „Maus"-Zeichner Art Spiegelman, in diesem Jahr als Präsident des größten europäischen Comicfestivals amtierte, flog er direkt nach München, wo er bei einem Mittagessen Auskunft über Deutschland, seine Eindrücke in Frankreich und die dort verliehenen Preise gab.
Gute oder führende Marktpositionen in Schwellenländern und eine Angreifer-Rolle in den etablierten Industrieländern: Mit dieser regionalen Aufstellung ist der chinesische Computerkonzern Lenovo nach Ansicht des für die Unternehmensstrategie zuständigen Chief Strategy Officer Dan Stone gut gerüstet, um von der regionalen Verteilung des Wachstums der Weltwirtschaft bestmöglich zu profitieren.
Die Zahlen des Softwareunternehmens SAP stimmen - weil man sich nach den Worten von Co-Vorstandschef Bill McDermott stärker kleinen Kunden widmet und weil man mit Hana eine neue Technologieplattform hat, die zu einem Renner werden könnte.
Der Chef des Schuhherstellers Geox, Mario Moretti Polegato, ist ein guter Bekannter des neuen italienischen Premierministers Mario Monti. Er glaubt an die Zukunft seines Landes und mahnt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos aber dazu, die Jugend nicht aus den Augen zu verlieren.
Angesichts des Rekordergebnisses von Apple und des Beginns des Weltwirtschaftsforums in Davos lohnt es sich, ein wenig über den Zusammenhang von Technologie und Globalisierung nachzudenken. Denn inzwischen ist die Wirtschaftswelt - ja nicht zuletzt mit der Hilfe der Produkte von Steve Jobs - im wahrsten Sinne des Wortes vernetzt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die vielen hochleistungsfähigen mobilen Telefone und Tabletcomputer den entsprechenden Geräten unserer Freunde (und hoffentlich nicht der Feinde) automatisch mitteilen, wo man sich gerade aufhält. Darauf aufbauende Geschäfte müssen und werden nicht alle bei Google oder Facebook und auch nicht ausschließlich bei amerikanischen Unternehmen landen. Sicher ist bisher nur, dass die digitale Welt nun tatsächlich zum viel strapazierten „globalen Dorf" führt, das in einem begrifflichen Zusammenhang mit der Globalisierung als solcher steht.
Mit ein paar Tricks navigiert man auf dem iPad minutenschnell durch die tägliche Nachrichtenflut. Die richtigen Apps sind entscheidend.
Auch geistiges Eigentum ist Eigentum. Es muss vor Diebstahl geschützt werden. Das gehört zur Grundlage des Wohlstands in einer freien Marktwirtschaft. An dieser Feststellung ändert sich nichts, gleichgültig, wie schnell sich die digitale Welt verändert. An dieser Stelle könnte man einen Kommentar zur Schließung des Internetdienstes Megaupload beenden, der einer Sicherung, aber auch dem illegalen Tausch digitaler Inhalte diente. Aber es gibt noch eine zweite Dimension.
Immer mehr öffentliche Bibliotheken verpassen sich ein modernes Image: Sie wagen den Schritt ins Internet und verleihen Medien digital. Das System Onleihe existiert seit vier Jahren - jetzt erst nimmt es richtig Fahrt auf.
Auf den ersten Blick ist diese Ankündigung keine große Sache: Der Elektronikkonzern Apple führt in seinem elektronischen Bücherladen (iBooks2) eine Kategorie für Schulbücher ein und verschenkt Programme (den iBooks Author), mit denen jedermann solche Bücher digital erstellen kann. Tatsächlich zeigt diese Ankündigung abermals, welche Macht Apple hat: Es ist nicht zu wagemutig vorherzusehen, dass das Unternehmen damit den Markt für Schul- und Lehrbücher umkrempeln wird.
Die Gesetze, die in Amerika die Urheberrechte besser schützen sollen, sind noch nicht verabschiedet. Aber sie bewegen die ganze Welt des Internet. Besonders auffällig war die Sperrung des Zugangs zur englischsprachigen Website des Onlinelexikons Wikipedia. Die Aktion hat ihre Berechtigung. So wichtig, wie das Internet geworden ist: Es darf es nicht sein, dass Gesetze zum Umgang mit dem Netz von Politikern beschlossen werden, die von dem Medium zu wenig verstehen und sich beim Verfassen der Gesetzestexte von Lobbyverbänden die Hand führen lassen, die ausschließlich Partikularinteressen vertreten.
Sind die Tage des Buches gezählt? Lesen wir in Zukunft nur noch auf dem iPad oder anderen elektronischen Systemen? Ein Selbstversuch mit unterschiedlichen Apps und „Ökosystemen“.