Es mag Kunst sein oder nicht
Nicht nur Künstler, nicht nur in Kassel: Bevor die Documenta 13 an diesem Samstag beginnt, verrät die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev ihr Programm.
Nicht nur Künstler, nicht nur in Kassel: Bevor die Documenta 13 an diesem Samstag beginnt, verrät die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev ihr Programm.
Die Documenta 13 ist vom 9. Juni an in Kassel öffentlich zugänglich. Der Frankfurter Künstler und frühere Städelschulprofessor Thomas Bayrle hat dort einen großen Auftritt.
Die Documenta 13 soll ein Ort der Welterfahrung werden. Aber was sollen das für Erfahrungen sein? Von welcher Welt ist die Rede? Ein erster Blick nach Kassel.
Die große Litanei in der Documenta-Halle: Thomas Bayrle lässt Motoren Rosenkränze beten. Ja, er ist ein Mann des Gewebes. Sein Maschinenpark stiftet eine andere Ordnung.
Mit intuitivem Wissen will uns die Documenta vor dem Zusammenbruch retten: Der kanadische Künstler Gareth Moore zum Beispiel baut seit zwei Jahren ein Hüttendorf im Kasseler Aue-Park. Aus Abfall.
Die Documenta 13 will während der Ausstellung keine kirchliche Kunst im öffentlichen Raum in Kassel dulden. Anlass des Streits ist eine Holz-Skulptur von Stephan Balkenhol.
Viel Lärm um die Documenta 13: Plötzlich steht eine Künstlerliste im Raum und zugleich die Holzfigur eines Mannes im Kirchturm. Diese speziellen Kassler Verhältnisse brauchen eine Einordnung.
Mit mehr als neunzig Jahren malt Pierre Soulages immer noch fast jeden Tag. 1955 war er bei der ersten Documenta dabei, ob er in diesem Jahr kommt, ist unsicher. Ein Besuch bei einem Maler des Lichts und der Schwärze.
Zwei Immobilienunternehmer verfolgen eine ungewöhnliche Idee: Ein Gefängnis wird zum Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen.
Sein Schreibtisch war weltweit der Magnet für die Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts: Ein Buch und Mitschnitte präsentieren den großen Museumsmann Werner Schmalenbach.
Seit vergangenem Herbst leitet Okwui Enwezor das Münchner Haus der Kunst. Zunächst will er sich um die Identität seiner Institution kümmern.
Perfekt entrümpelt: Am 24. November soll die Neue Galerie in Kassel nach fünf Jahren wieder öffnen. Die Sanierung ist geglückt.
Er war sicher einer der bedeutendsten Künstler Tschechiens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und dennoch ist Jirí Kolár auf den Kunstmärkten und in den großen Museen kaum noch präsent. Diese Tatsache hat mehr mit dem künstlerischen Zeitgeist zu tun als mit der Qualität seiner Arbeiten.
Lange Zeit war die „Elwe“ ein Gefängnis. Dieses wurde geschlossen und das Gebäude stand leer. Jetzt verwandeln zwei Kasseler den markanten Backsteinbau in ein Hotel, das den speziellen Charme eines Zuchthauses keineswegs verlieren soll.
KASSEL. In dunklem Rot, mit hellen Fugen und durchaus imposant erhebt sich die "Elwe", ein Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert, am Unterneustädter Kirchplatz in Kassel. Es ist eines der letzten historischen Gebäude in diesem Stadtteil.
In allen erdenklichen Formaten und teils noch in rutschige Folie verpackt, schwimmen vierunddreißig Notizbücher auf dem Tisch hin und her. Hat man sie aufrecht gestapelt, kippt der Haufen sogleich wieder um. Will man sie vernünftig im Regal verstauen, verschwinden die kleinen unter ihnen im Gemenge, und die großen wollen auch nicht stehen.
In allen erdenklichen Formaten und teils noch in rutschige Folie verpackt, schwimmen vierunddreißig Notizbücher auf dem Tisch hin und her. Hat man sie aufrecht gestapelt, kippt der Haufen sogleich wieder um.
Die polnische Künstlerin Goshka Macuga wird mit dem Arnold-Bode-Preis geehrt. Die Auszeichnung, die nach dem Begründer der Documenta Arnold Bode benannt wurde, wird alle zwei Jahre und zusätzlich in Documenta-Jahren vergeben und ist mit 10 000 Euro dotiert.
In diesen Tagen ist die Documenta in aller Munde. Grund genug, auch aus der Businesswelt heraus den Brückenschlag zu wagen. Von der Kunst selbst wurde uns "Pfeffersäcken", wie man Vertreter der Wirtschaftswelt im Mittelalter despektierlich nannte, durch Joseph Beuys mit seinem berühmten Diktum, Jeder Mensch ist ein Künstler, die Hand gereicht. Dankbar ergreife ich sie, um hier die Richtigkeit dieses Mottos zu unterstreichen.