Der Lockruf der Platte
Der Stadtteil Gera-Lusan gehörte einst zu den größten und modernsten Neubauvierteln der DDR. Heute ringt man in diesem Reich der Elfgeschosser um Identität. Und eine Zukunft.
Der Stadtteil Gera-Lusan gehörte einst zu den größten und modernsten Neubauvierteln der DDR. Heute ringt man in diesem Reich der Elfgeschosser um Identität. Und eine Zukunft.
Als Hitlers „Blitzmädchen“ entkam sie nur knapp der Schlacht um Berlin, später bildete sie mit Heiner Müller ein ungleiches Schreibpaar. Von der DDR enttäuscht, beging sie 1966 Suizid. Heute wäre Inge Müller hundert geworden. Eine Hommage.
Das Bemühen um die jüdische Identität im Habsburger-Reich war eines um Anerkennung des Jiddischen als „landesübliche“ und als Literatursprache.
Anfange, Aufbrüche: Wie ich mich in den späten Sechzigerjahren als junger Schriftsteller der Anziehungskraft von Günter Grass entziehen musste.
Literatur ist für das heutige Amerika gefährlich geworden, weil sie Legitimität infrage stellen oder gar Rebellionen entfachen kann. Daher werden Bücher aus Bibliotheken entfernt und Schriftstellerprogramme eingestampft.
Vor 150 Jahren wurde Maurice Ravel geboren. Eine Ausstellung in Paris und ein Kinofilm würdigen den Komponisten des „Boléro“. Noch näher kommt man ihm in seinem Haus in Montfort-l'Amaury.
Die späten Jahre des Sowjetimperiums: Mit 35 Jahren Verzögerung erscheint der wilde Roman „Vilnius Poker“ des litauischen Autors Ričardas Gavelis erstmals auf Deutsch.
Ein Manuskript-Fund in Oxford zeigt, wie Shakespeares frühe Verehrer seine Gedichte für ihre Zwecke umdeuteten. Einer von ihnen nutzte ein berühmtes Sonett über die Liebe für eine Kampfansage an seine politischen Gegner.
Was mich an norwegischen Büchern fasziniert. Und am staatlichen Einsatz für sie. Eine Liebeserklärung vor dem Gastlandauftritt Norwegens bei der Leipziger Buchmesse.
Politische Bildung ist nicht nur als Kampf gegen rechts unterstützenswert: Bei der Anfrage der Union zur staatlichen Förderung zivilgesellschaftlicher Organisationen geht es nicht darum, was die Geförderten sagen – sondern wer überhaupt gefördert wird.
Hausrat sortieren, Kisten packen und die Helfer bei Laune halten: Unsere Autorin dachte, sie sei beim achten Umzug ihres Lebens Profi. Was für ein Trugschluss.
Sie schienen im Krieg verbrannt zu sein, doch dann tauchten viele Bände wieder auf: Die Frankfurter Unibibliothek würdigt die 400 Jahre alte Büchersammlung des Arztes und Politikers Johann Hartmann Beyer.
Die Universitätsbibliothek Frankfurt streicht vier ihrer Fachinformationsdienste für Geisteswissenschaften. Begründung: Sie will sich auf Schwerpunkte konzentrieren. Die Entscheidung ruft Protest hervor.
Drei Kilogramm schwer, 900 Seiten lang: Ein britischer Ratgeber zum Frühjahrsputz erklärt, wie man festgetretenen Kaugummi aus Teppichen entfernt, wann der Einsatz von Spucke erlaubt ist und wie Tigerfell und Säbel zu reinigen sind.
Jörg Geiger produziert in seiner Manufaktur auf der Schwäbischen Alb alkoholfreie Alternativen zu Wein und Sekt. Mit einem Mix aus Tradition und Innovation überzeugt er auch die Spitzengastronomie.
Vor hundert Jahren wurde der Illustrator Edward Gorey geboren: Ein Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Walter Moers über den amerikanischen Sonderling und den Zauber seines Werks.
Das Goethe-Institut muss sparen, hat aber die große Aufgabe, deutsche Kultur und partnerschaftliches Denken ins Ausland zu tragen: Ein Gespräch mit der neuen Präsidentin Gesche Joost.
Die Häuser der Moderne waren durchdacht bis ins kleinste Detail. Heute ist das nur noch selten so. Warum? Ein Gespräch mit dem Architekturhistoriker Adam Štěch.
Eine Literaturverfilmung ist immer eine Übersetzung von Vorstellungen in passende Sinneseindrücke – aber wie geht das Kino mit Hörspielerfolgen um? „Die drei ??? und der Karpatenhund“ riskiert eine neue Antwort.
Aby Warburg analysiert Antisemitismus und Ritualmordlegenden. Seine Beobachtungen und Ängste reflektieren die Geisteskrise Europas.
Die Oscarpreisträgerin Julianne Moore hat ein Kinderbuch über ein Mädchen mit Sommersprossen geschrieben. Nun soll es aus Bibliotheken verbannt worden sein.
Wer versteht, was in dieser höchst nervigen Phase im Gehirn der Heranwachsenden los ist, kann besser damit umgehen. Das sagt Pädiater Bernhard Stier und hat gute Nachrichten für Eltern und Lehrer.
Donald Trump will Millionen von Einwanderern ohne Papiere abschieben. Hilfsorganisationen versuchen, die Betroffenen zu beraten und zu schützen. Aber was können sie noch tun? Ein Lagebericht aus New York und New Jersey.
Sein Adjektiv ist „konkret“: Gerade ist Gerhard Rühm 95 Jahre alt geworden. Bei seiner Dichtung greift er nach wie vor in die unterschiedlichsten ästhetischen Disziplinen aus.
Das Buch „Knödelreich“ wirft einen bemerkenswerten Blick auf die österreichische Knödelkultur – und bietet mehr als 40 interessante Rezepte.
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Im Stil der echt Erfolgreichen: Kat Menschik illustriert Monika Helfers Buch „Der Bücherfreund“.
Der Globus von Johannes Schöner ist der älteste, auf dem die Neue Welt ihren heutigen Namen Amerika trägt. Über einen kulturgeschichtlichen Schatz aus dem Historischen Museum Frankfurt, der bei Donald Trump Irritationen auslösen könnte.
2018 wurde das Gymnasium Römerhof in einer Containeranlage gegründet. Jetzt hat die Stadt Frankfurt endlich den Neubau bewilligt. Zu spät für die ersten Absolventen.
Die Horbury Villa hat sieben Schlafzimmer, einen Pool, ein Spa – und sehr viele Motten. Das musste ein Paar in London kurz nach dem Kauf der Luxusvilla feststellen. Gegen den Verkäufer hat ein Gericht nun ein Urteil gefällt.
Die TU Eindhoven wollte Männer für fünf Jahre von neuen Dozentenstellen ausschließen. Inzwischen greift ein abgemildertes Konzept. Jetzt geht der Präsident in Pension – und zieht Bilanz.
Beihilfe zur Verleumdung aus Rache? Die Intrige gegen den Münchner Rechtsmediziner Graw hat das systemische Versagen der kommerziellen Plagiatssuche aufgedeckt.
Christian Wolff hat seine Philosophie im engen Kontakt mit konfuzianischem Denken entwickelt. Davon haben Kant und Hegel profitiert, wollten aber die Spuren dieser Rezeption unkenntlich machen, um es als „Eigenes“ zu stilisieren.
Hitler war links, Lenin ein Liberaler: Welche Rolle spielt Geschichtspolitik in den Strategien der Neuen Rechten und Populisten? Der Historiker Volker Weiß warnt vor einem Angriff auf die demokratische Gegenwart.
Die Gäste des Traditionshotel Deimann im sauerländischen Schmallenberg wissen, dass sie hier keine bösen Überraschungen erleben. Alles ist wie immer – und trotzdem jedes Mal ein kleines bisschen anders.
Im Pharmaziestudium an der Goethe-Universität müssen Studenten von Anfang an mit Stress und Leistungsdruck umgehen lernen. Wie sie das schaffen und wie die Dozenten die hohe Einstiegshürde rechtfertigen.