Ein Fall von kommunikativem Nichthandeln
Jürgen Habermas glaubt, dass Siegfried Unseld nie mit einem der mit ihm enger verbundenen Autoren über seine Mitgliedschaft in der NSDAP gesprochen hat. Weshalb ist sich der Philosoph da so sicher?
Jürgen Habermas glaubt, dass Siegfried Unseld nie mit einem der mit ihm enger verbundenen Autoren über seine Mitgliedschaft in der NSDAP gesprochen hat. Weshalb ist sich der Philosoph da so sicher?
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Um die fatalen Folgen des Romanelesens, um das Büchermachen und um Bibliotheken dreht sich das Literaturrätsel im April 2025. Setzen Sie aus Einzelbuchstaben von sechs Antworten das Lösungswort zusammen und gewinnen Sie mit etwas Glück ein Buch!
Der Abschnitt des Koalitionsvertrags von Union und SPD zur Kultur steckt voller Phrasen. Die Langeweile rührt von der Ahnungslosigkeit und mangelnden Kreativität der politischen Protagonisten.
Gebrauchte Bücher sind wesentlich günstiger geworden. Auch weil sich Verkäufer im Internet oft nicht mehr viel Mühe mit der Beschreibung ihrer Ware geben. Manchmal fragt man sich, ob die Händler ihr Angebot je gesehen haben.
Lebenssinn im Racheglück: Die Poesie von Sergej Sawjalow bringt verschüttete Kulturschichten zum Sprechen. Christine Hengevoß hat sie für die Auswahl „nahe der brandung“ ins Deutsche übertragen.
Erst sollte in der Berliner Kultur proportional gespart werden, dann wurde gestrichen. Einem Erzählprogramm für Kinder wurden sechs Wochen Zeit für die Abwechslung beschieden. 2026 soll es noch dicker kommen.
Unsere emotionale Subjektivität ist der Motor des Technokapitalismus. Das hat Folgen für unsere Gefühle. Eine Veranschaulichung mit Beispielen aus dem Internet.
In Frankfurt sorgt das gute Wetter für Streit zwischen Anwohnern und Feiernden. Technische Probleme verzögern die Einführung der Bezahlkarte. Vertreter verkaufen mit dubiosen Methoden Internetverträge. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Bibliotheken sind mehr als nur stille Leseorte. Während der „Nacht der Bibliotheken“ zeigen sie auch in Frankfurt die ganze Bandbreite ihres Angebots: von Roboterarmen bis zu Fotografien von Albert Einstein.
Die sonst dort übliche Buch- und Druckkunst erfährt eine reizvolle Erweiterung: Im Klingspor-Museum werden Comics ausgestellt, die ihren üblichen Rahmen verlassen.
Nobelherberge: Das Literaturhaus Vorarlberg nimmt heute den Betrieb auf und möchte vieles anders machen als die etablierten Häuser.
Jede Woche fragen wir Menschen aus dem Kulturbetrieb, was sie lesen und welches Buch in ihrem Schrank sie ganz bestimmt nicht lesen werden. Diesmal antwortet die Künstlerin Oda Jaune.
Hessens Verbände fürchten den Einbruch der US-Exporte. Der Engelbert Strauss-Geschäftsführer investiert Millionen in die Kurstadt Bad Orb. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Sie suchten, den neuen Weimarer Staat gegen die Extreme von links und rechts durch einen Humanismus zu stützen: Robert Powers über Adolf von Harnack und Werner Jaeger.
Ausnahmsweise an den Frauen (fast) vorbei: Lothar Müller erkundet mit Giacomo Casanova das achtzehnte Jahrhundert. Alltägliches spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie große politische Verschiebungen.
Ein angeblich wissenschaftliches Buch des Verlags Springer Nature wurde womöglich mithilfe eines Sprachmodells erstellt. Das Werk wirft grundsätzliche Fragen zum Einsatz von KI in der Wissenschaft auf.
Das Museum Wiesbaden hat für Maria Sibylla Merian einen Ort geschaffen. Der neue „Wandel“-Raum in der Dauerausstellung der naturhistorischen Sammlungen zeigt, wie die Natur ständiger Veränderung unterworfen ist.
Wenn Wahrheit zur Verhandlungsmasse wird und Algorithmen und Desinformation den Diskurs prägen, ist die Demokratie in Gefahr. Es gibt einen Ausweg.
Die Historikerin Ulinka Rublack wird für ihre Dürer-Biographie mit dem Einhard-Preis 2025 geehrt. Darin beschreibt sie auch die „Macht der Dinge“.
Es war ein Ereignis: Georg Soltis letzte Opernpremiere als Generalmusikdirektor in Frankfurt am Main. Aber am „Falstaff“ von 1961 war ein Kreis aus Menschen beteiligt, die alle durch ihre Rolle in der NS-Zeit diskreditiert waren.
Bilal Shourba wurde während der Revolution als „Abu Malik al-Shami“ zum bekanntesten Graffitimaler Syriens. Als Regimegegner musste er fliehen. Nun ist er zurück in seinem Land und berichtet, was er erlebt hat.
Mehr als ein Aprilscherz auf Beinen: Es gibt Menschen, die schwören, dass sie Elwetritsche, Chupacabras und Drop Bears gesehen haben. Wir verraten Ihnen, welche Wesen sich hinter diesen Namen verbergen und wo auf der Welt man sie angeblich beobachten kann.
Die New Yorker Stadtbibliothek hat diese Woche den Nachlass von Joan Didion und John Dunne geöffnet. Ein erster Besuch enthüllt, warum die bekannte Schriftstellerin 1968 von der „Lumpenbourgeoisie“ sprach.
In der Corona-Pandemie mussten Buchhandlungen an Unis erhebliche Umsatzeinbrüche hinnehmen. Fünf Jahre später zeigt eine Umfrage: Die Situation hat sich nicht verbessert. Was stimmt da nicht auf dem Campus?
Vor der Willkür des US-Präsidenten scheint niemand mehr sicher. Unser Autor fragt sich: Muss er Abschied von seiner zweiten Heimat nehmen?
Cristina Henríquez erzählt in „Der große Riss“ den Bau des Panamakanals. Die US-amerikanische Perspektive gab es schon. Bei ihr kommen auch andere Stimmen zu Wort. Ein Gespräch.
Warum ich schreibe. Und wogegen ich anschreibe. Eine Rede zum Dank für den Berliner Literaturpreis. Und eine Kampfansage an die Intoleranz.
Der Neubauplanung des Frankfurter Kulturcampus steht ein Hochhaus aus den Sechzigerjahren im Weg. Dabei ist zweifelhaft, ob ein Erhalt des Juridicums wirtschaftlich sinnvoll ist.
Einmal im Monat kommt im F.A.Z.-Bücher-Podcast die Nebenfigur einer großen Geschichte zu Wort. Wer sie und das Werk erkennt, hat das Literaturrätsel gelöst und kann einen Buchpreis gewinnen.
Tausende Kilometer Küstenlinie und Jahrhunderte an Erzählstoff: Mit seinem Gastlandauftritt auf der Leipziger Buchmesse will Norwegen zeigen, was das Erzählen mit der Wirklichkeit macht.
Das Willy-Fleckhaus-Jahr ist eröffnet: Eine kenntnisreiche Ausstellung erinnert im Wiener WestLicht-Museum an das stilbildende Kölner Magazin „twen“.
Sechs bezeichnende Episoden aus der Geschichte des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der in diesem Jahr seinen zweihundertsten Geburtstag feiert.
Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan hat sich zum Militärdienst gemeldet. Er spricht über die Verheerungen des Krieges in den Seelen der Menschen, was Trumps Gespräch mit Putin für die Ukrainer bedeutet – und die Illusionen des Westens.
Im Kloster von Santo Spirito in Florenz herrscht Aufruhr, weil dort eine Luxusresidenz für Senioren eingerichtet werden soll. Die Mönche drohen mit Hausbesetzung.
Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt haben sich darauf geeinigt, die Musikhochschule auf drei Baukörper zu verteilen. Von den übrigen Ideen für den Frankfurter Kulturcampus ist praktisch nichts übrig geblieben.