Jenseits des Nationalen
Wider die Dogmen der Moderne und die Begrenzungen der nationalen Perspektive: Jean-Louis Cohen war der bedeutendste Architekturhistoriker der vergangenen 50 Jahre. Jetzt ist er gestorben.
Wider die Dogmen der Moderne und die Begrenzungen der nationalen Perspektive: Jean-Louis Cohen war der bedeutendste Architekturhistoriker der vergangenen 50 Jahre. Jetzt ist er gestorben.
Von merkwürdigen Häusern und urbanen Verwandlungen: Mit Roger Caillois und Jacques Réda durch Pariser Viertel abseits des Zentrums.
In seinen späten Gemälden bleibt ein Geheimnis zurück: Rodez zeigt Werke von Pierre Soulages aus den letzten zwölf Jahren.
Mit „Fluktuationen“ inszeniert der dänische Künstler Alexander Tillegreen einen Soundparcours, der den Besucher durch die Kunsthalle leitet.
Wenn es um beispielhafte Architektur geht, stehen Unterkünfte für Obdachlose nicht im Mittelpunkt. Die Übernachtungsstätte im Frankfurter Ostpark jedoch hat einen Preis erhalten.
Mit der Martin-Elsaesser-Plakette zeichnet der Bund Deutscher Architekten alle fünf Jahre besonders gelungene Bauten aus. Dieses Jahr werden neun Projekte in Frankfurt und eines im Kreis Offenbach gewürdigt.
Das Louisiana Museum im dänischen Humlebæk präsentiert Arbeiten von Cave_bureau, Kenias aufregendsten Architekten. Sie finanzieren sich mit Bauten in Beton, doch ihr eigentliches Interesse gilt den Ursprüngen der Baukultur aus dem Geist der Höhlenmenschen.
Das Café Moskau in Berlin-Mitte solle künftig „Café Kyiv“ heißen, schlägt der ukrainische Botschafter vor. Das wäre ein historischer Fehler. Ein Gastbeitrag.
Malerischer Zauber und grafische Avantgarde: Das Pücklerschloss in Branitz zeigt vier neu erworbene Gemälde von Carl Blechen und erzählt dazu die Geschichte der preußischen Sammlerfamilie Frick.
Im Trainingszentrum zwischen Bahnstrecke und Einflugschneise treffen sich das Moderne und die Atmosphäre alter japanischer Kunst. Beim Verein Kyudojo zählt die perfekte Formausführung bis zum letzten Muskel.
Bezahlbare Ferien in unbezahlbarer Kulisse: Eine Wien-Reise muss nicht teuer sein, vor allem im Sommer, wenn das Leben draußen stattfindet. Ein paar Tipps
In der türkischen Grenzstadt Reyhanlı leben mehr Syrer als Türken. Es herrschen Armut und Verzweiflung. Ausgerechnet dort hat ein Taiwaner einen Ort der Hoffnung geschaffen.
Auf dem riesigen Smithfield Fleischmarkt kaufen die königlichen Paläste, Restaurants und Schulen ein. Bald entsteht im Osten von London ein neuer Mega-Großmarkt. Doch einige Händler wollen den Umzug verhindern.
Die Zentrale des Reisevermittlers Booking.com in der Nähe des Amsterdamer Hauptbahnhofs hat der Architekt Ben van Berkel als Stadtbaustein angelegt. Ein kluges Bauwerk.
Inspiriert von der japanischen Zen-Philosophie hat der Schweizer Pianist Nik Bärtsch mit seiner Band Ronin längst einen ganz eigenen Stil kreiert.
In der Diskussion über den Neubau für die Städtischen Bühnen Frankfurt spricht sich der Städtebaubeirat für die Kulturmeilen-Variante aus. Doch nicht alle Mitglieder teilen diese Position.
Phantastische Meeresfrüchte, salzige Weißweine und heroische Winzer: auf kulinarischer Pilgerreise durch die dramatischen Landschaften Galiciens.
Vom Betonbrutalismus zum Lehmbau: Die Pakistanerin Yasmeen Lari ist die Architektin der Stunde – und das auch, weil sie sich für die Bewahrung des kulturellen Erbes ihres Landes einsetzt.
Interior-Designer Gisbert Pöppler über teure, aber einfallslose Wohnungen, warum eine schöne Oberfläche nicht alles ist und weshalb Architekten immer zu den gleichen Marken greifen.
Der von den Nazis verdrängte Paul Jaray erfand das moderne Design der Geschwindigkeit in Harmonie. Das Berliner Kunsthaus Dahlem zeigt seine Vernunft der Stromlinie.
Durch wiederverwendbares Material sinken die Kosten im Wohnungsbau um 10 Prozent, sagt Michael Stoll vom Recyclingbetrieb Remex. Aber es gibt Hürden.
Um das geheimnisvolle, verschlossene Tor lässt sich viel Spannendes erzählen. Der Berufene muss den Schlüssel finden. Und oft öffnet sich mit der Tür der Zugang zu einer ganz anderen Welt.
Nicht nur große Glasscheiben werden für Vögel zu Falle. Unsere Architektur nimmt auf Tiere keine Rücksicht.
Die gebürtige Brasilianerin Lidiane Jones führt den Bürokommunikationsdienst Slack. Sie trat dort in große Fußstapfen – und kämpft gegen einen mächtigen Rivalen.
Wenn der Chipdesigner Arm im September an die Börse geht, rechnet Besitzer Softbank mit einer Bewertung von bis zu 70 Milliarden Dollar. Für Aktionäre wäre es eine Wette auf die Künstliche Intelligenz.
Ruinen der Utopie: Bei seinem Krieg gegen die Ukraine zerstört Russland Wahrzeichen der modernistischen Sowjetarchitektur – und koloniale Hinterlassenschaften des Bolschewismus.
Wenn Kinder auf Reisen beim Anblick der Neonlichter von Fast Food-Restaurants immer wieder nach Hamburgern oder Pommes krähen
Seit fast drei Jahrzehnten erweckt Marc Grellert mit digitalen Mitteln einst zerstörte Synagogen wieder zum Leben. Jetzt konzentriert er sich auf die Rekonstruktion von 13 Gotteshäusern in Mainz, Darmstadt und Frankfurt.
Die Kulturmeilen-Variante für den Neubau der Städtischen Bühnen stößt auf ein geteiltes Echo. Während der Städtebaubeirat von einer „großen Chance“ spricht, favorisieren viele Architekten die Sanierung des Bestandsgebäudes.
Zwischen leeren Schaufenstern und tristen Betonwüsten drängt sich eine Frage auf: Ist die Fußgängerzone ein Konzept von gestern? Ja. Aber das muss nicht so bleiben.
Als musikalischer Leiter der Kammeroper Frankfurt lebt der Dirigent Daniel Stratievsky seit 2019 in der Stadt. Derzeit leitet der 37 Jahre alte Israeli im Palmengarten Rossinis Oper „Die seidene Leiter“.
Google Street View aktualisiert gerade seine Aufnahmen in Deutschland. Eine letzte virtuelle Reise durch das Berlin von 2008. Was erwartet uns da?
In einem alten Schweinestall in Niedersachsen wird am Future-Food auf Pilz-Basis getüftelt: Das Ziel ist das Essen von Morgen, das allen schmecken und mit wenig Technik und Zusätzen auskommen soll.
Die Architekturkritiken von Hermann Funke sind eine Entdeckung: Sie legen die Träume und Traumata der bundesrepublikanischen Gesellschaft seit den Sechzigerjahren offen.
Mit leisem Spott mussten sie rechnen: Ita Heinze-Greenberg folgt den Spuren deutsch-jüdischer Einwanderer in Palästina und Israel.
Sein Welterfolg ist „Die folgende Geschichte“, seine Passion ist das Spiel mit der Zeit: Dem reisenden Erzähler Cees Nooteboom zum 90. Geburtstag.