Fünfzehn Millionen für Hitler auf Knien
Die Ausstellung dieses Werkes in Warschau hatte vor Jahren für Empörung gesorgt – versteigert wurde es in New York am Sonntag für 15 Millionen Euro: Maurizio Cattelans Skulptur „Him“ bei Christie’s.
Die Ausstellung dieses Werkes in Warschau hatte vor Jahren für Empörung gesorgt – versteigert wurde es in New York am Sonntag für 15 Millionen Euro: Maurizio Cattelans Skulptur „Him“ bei Christie’s.
Akribisch werden Adolf Hitlers Aufenthaltsorte mit Angaben zu den Lokalitäten einzelner Reden und zu Treffen mit Gönnern, Günstlingen und Gegnern aufgelistet. Viele Städte und Ortschaften dürften sich nun zu Recherchen über verdrängte „Führer“-Visiten herausgefordert fühlen.
Seit Anfang des Jahres ist eine vielbeachtete kritische Edition von Adolf Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ auf dem Markt. Experten nehmen das zum Anlass, die Rolle des Buches im Schulunterricht zu überdenken.
Jahrelang quälten die Österreicher sich mit dem heruntergekommenen Haus in Braunau. Jetzt ist eine Entscheidung gefallen: Die Besitzerin wird enteignet.
Der norwegische Nobelpreisträger Knut Hamsun veröffentlichte noch am 7. Mai 1945 einen Nachruf auf Hitler: Der Diktator sei „ein Verkünder des Evangeliums vom Recht aller Nationen“ gewesen: „Wir, seine treuen Anhänger, verneigen uns nun angesichts seines Todes.“
Reinhard Hardegen, im Krieg U-Boot-Kommandant, dann Bremer Abgeordneter für die CDU, wird 103 Jahre alt. Berühmt wurde er durch die Operation „Paukenschlag“.
Kaum hat er den „Super Tuesday“ gewonnen, schimpft Donald Trump auf Europa. Besonders Deutschland kommt bei dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber nicht gut weg – nicht zum ersten Mal.
Kann die NPD wegen ihrer Propaganda verboten werden? Das Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, das heute begonnen hat, entscheidet über die Zukunft der rechtsextremen Partei. Deren Funktionäre und Anwälte wollen Karlsruhe als Bühne nutzen.
Frankfurt muss Anne Frank als eine Frankfurterin annehmen und die Erinnerung an sie bewahren. Das ist lange nicht geschehen. Da gibt es aber bessere Ideen als die Verleihung der Ehrenbürgerwürde.
Der Bonner Mediziner und Psychologe Walther Poppelreuter hielt im Wintersemester 1932/33 eine mehrwöchige Vorlesung über „Mein Kampf“. 1934 entstand daraus eine Studie über die „politische Psychologie“ Hitlers.
Darf man Adolf Hitler als Menschen zeigen – oder muss man es sogar? Niki Stein und Hark Bohm wagen sich an ein Projekt, das polarisieren wird: die erste deutsche Serie über Hitler. Wir haben mit den Filmemachern gesprochen
Verdammen, verstehen, distanzieren – wie ediert man „Mein Kampf“? Bedenkenlos konnten wir unsere Arbeit nicht tun. Ein Bericht aus der Werkstatt der kommentierten Ausgabe.
Adolf Hitler griff gerne auf Angehörige des europäischen Hochadels für geheime Sondermissionen zurück, um deren internationale Verwandtschaftsbeziehungen zur Tarnung wie zur Kontaktaufnahme zu nutzen.
Siebzig Jahre lang durfte „Mein Kampf“ nicht gedruckt werden. Jetzt erscheint es wieder, in einer kommentierten Fassung. Gelingt die Strategie der Einhegung?
Die sexuellen Übergriffe in Köln sind Wasser auf die Mühlen der Pegida-Anhänger. Das sei nur geschehen, weil die Politik nicht auf ihre Sorgen gehört habe. Sie selbst glauben nur noch ihre eigene Wahrheit.
Viele Vertreter der jüdischen Gemeinschaft haben vor eine Wiederveröffentlichung von Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ gewarnt. Doch die Reaktion von Josef Schuster, dem Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, zeigt: In den vergangenen Jahren ist viel richtig gelaufen.
Überschnappen als schreiberisches Prinzip: „Mein Kampf“ ist eine einzige Lügenrede. Die kritische Edition aus München zerstört diese Beschallung. Das hätte längst geschehen sollen.
Ist die Herausgabe der kritischen Edition von „Mein Kampf“ ein Fehler? Nein. Sie analysiert den völkischen Gedankensumpf und begleitet den Leser durch den historischen Wahnsinn. Ein Kommentar.
Heute erscheint zum ersten Mal seit 70 Jahren in Deutschland eine neue Ausgabe von „Mein Kampf“ – in kritischer Edition. Die Historiker wollen Hitler damit quasi Fußtritte versetzen.
Am Freitag kommt eine Neuausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ auf den Buchmarkt. Doch nicht jeder Frankfurter Buchhändler wird die „kritische Edition“ in seine Regale stellen. Auch Bibliotheken verleihen „Mein Kampf“ weiterhin nicht.
Vorwort und Fußnoten sollen Hitlers Hetzschrift entmystifizieren. In dieser Form eigne sich das Buch auch für Schüler, sagt Bundesbildungsministerin Wanka. Die werden so oder so Fragen haben.
Der Historiker Sönke Neitzel spricht im Interview über „Schtonk!“, die satirische Verarbeitung des Nationalsozialismus und seine Studenten, die darüber nicht mehr lachen können.
Philipp ist ehrenamtlicher Helfer in der Gedenkstätte des Königsbronner Widerstandskämpfers Georg Elser
Der Kinofilm „Er ist wieder da“ will uns zeigen, wer wir sind. Sind wir nicht alle – oder viele – ein bisschen Hitler? Das ist die Moral einer Komödie, die mit zweifelhaften Mitteln arbeitet und zu einem zweifelhaften Ergebnis kommt.
Immer wieder ist der Kasseler Verein „Sturm 18“ durch rechte Straftaten aufgefallen. Nun hat das hessische Innenministerium ihn verboten.
Die Polizei ist sich inzwischen sicher: Der Mann, der an einer schwedischen Schule in schwarzer Maske und Wehrmachtshelm auf Schüler und Erwachsene eingestochen und zwei Menschen getötet hat, handelte aus Fremdenhass.
Der palästinensische Großmufti sei nicht für den Holocaust verantwortlich, erklärt das Außenministerium vor dem heutigen Treffen zwischen Kerry und Netanjahu. Auch Angela Merkel weist die Äußerungen Netanjahus zurück.
Der palästinensische Großmufti von Jerusalem soll Hitler 1941 zur systematischen Ermordung der Juden gedrängt haben, sagt Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Das sorgt für Irritationen.
War der Blutrausch der Wehrmacht auch ein Drogenrausch? Wird Hitlers Irrsinn verständlicher, wenn man ihn als Junkie betrachtet? Norman Ohlers Buch „Der totale Rausch“ versucht einen neuen Blick auf die NS-Zeit.
Während des Nationalsozialismus machte Alfred Rosenberg mit seinem Außenpolitischen Amt dem Auswärtigen Amt Konkurrenz, und sein „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“ war von 1940 an vor allem mit dem europaweiten Raub von Kulturgütern beschäftigt.
Europa braucht endlich gemeinsame Regeln für Asyl und Abschiebung. Nirgends wird das klarer als in Calais. Dort ist der tägliche Ansturm von Flüchtlingen unerträglich geworden.
Auch siebzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg findet Braunau keine Lösung für das Hitler-Geburtshaus. Seit vor vier Jahren eine Behindertenwerkstatt auszog, steht es leer. Ein wahres „Haus der Verantwortung“ ist nicht in Sicht.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat gegen den Atom-Vertrag mit Iran gekämpft – vergeblich. Nun steht er vor einem politischen Scherbenhaufen.
Echt oder Fälschung? In Nürnberg wurden Bilder versteigert, die Adolf Hitler selbst gemalt haben soll. Trotz der eher unsicheren Urheberschaft, haben internationale Bieter Unsummen dafür auf den Tisch gelegt.
Als junger Mann wollte Adolf Hitler ursprünglich Künstler werden und verdiente sein Geld mit dem Abmalen von Postkartenmotiven. Insgesamt fertigte der spätere „Führer“ bis zu 3000 Zeichnungen und Aquarelle an. In Nürnberg werden nun einige davon versteigert.
Paul von Hindenburg ist nicht länger Ehrenbürger der Stadt Frankfurt. Oberbürgermeister Peter Feldmann spricht von einem Schritt, der längst überfällig war.