Albert Einstein als Reizfigur
Warum arbeiten sich so viele Laienwissenschaftler an der Widerlegung der einsteinschen Theorien ab? Weil es offenbar ein Fehler ist, alles selbst durchdenken zu wollen.
Warum arbeiten sich so viele Laienwissenschaftler an der Widerlegung der einsteinschen Theorien ab? Weil es offenbar ein Fehler ist, alles selbst durchdenken zu wollen.
Einige Schreckensmeldungen zur psychischen Belastung sind wohl übertrieben – doch neue Therapieansätze seien dringend nötig, sagt der Psychiater Jörg Fegert im Interview.
Ein Schädel aus dem Tschad soll einem Wesen gehört haben, das schon vor sieben Millionen Jahren aufrecht ging. Jetzt wurden weitere Knochen des Fundes publiziert.
Erst sammelte Oberstleutnant Max Klaar nur Geld für einen Nachbau des Glockenspiels, dann ergab sich die Chance, die ganze Potsdamer Garnisonkirche wiederherzustellen. Philipp Oswalt legt eine kritische Studie über zivilgesellschaftlichen Militarismus vor.
Das Erlebnis islamischer Kunst gab Karl Ernst Osthaus den Maßstab für sein Weltmuseum mit. Nach seinem Tod wurde seine orientalische Sammlung zerstreut.
Auf den ersten Blick wirkt alles grün und gesund. Doch in der Leipziger Burgaue liegt ein einzigartiges Ökosystem trocken und ist vom Aussterben bedroht. Und mit dem Auwald verschwindet seine Artenvielfalt.
Die hübsche Mittagsblume hat es unserem Leser angetan, doch wie an das Saatgut zu kommen? Nicht nur im Internet lauern Botanik-Betrüger. Weswegen man Blüten in Regenbogen-Farben misstrauen sollte und wir die Mittagsblume bald häufiger sehen werden, erklärt unsere Autorin.
Anfang Mai ist der ESA-Astronaut Matthias Maurer zurückgekehrt – nach einem halben Jahr auf der ISS. Unter gesundheitlichen Gesichtspunkten betrachtet, eine Zeit der körperlichen Strapazen. Hat das Leben in Schwerelosigkeit Spuren hinterlassen?
Eigene Rechte für die Natur würden die (selbst-)zerstörerische Kraft des Menschen beschränken und die Freiheit gegenwärtiger und künftiger Generationen schützen. Sie anzuerkennen wäre alles andere als Verbotspolitik. Ein Gastbeitrag, über ein zutiefst liberales Projekt.
Noch immer ist nicht geklärt, wie es zu dem Fischsterben in der Oder kommen konnte. Es mehren sich aber die Hinweise, dass eine Alge die Ursache sein könnte – gepaart mit menschlichem Zutun.
Schwangere mit hohem Blutdruck erhalten nur zurückhaltend Medikamente. Dabei profitiert von der passenden Behandlung nicht nur die Mutter, sondern auch das ungeborene Kind.
Seminare in Hijabs, getrennte Räume nach Geschlechtern, flüchtendes Lehrpersonal sind seit einem Jahr Realität an afghanischen Hochschulen. Was vom alten Leben übrig bleibt, ist nicht viel, vor allem nicht für Frauen.
Ein Embryo entsteht quasi aus dem Nichts – oder ein Homunkulus? Mit Kunstembryonen sollen Organfabriken entstehen. Stammzellforscher in Israel und den USA haben die Embryozüchtung spektakulär vorangetrieben.
Wie Mikroben aus dem Darm den Weg in die Therapie finden: Die Transplantation von Stuhlproben kommt voran. Mit dem Aufbau von Mikrobiom-Banken und Biotechnik soll sie leichter und gezielter einsetzbar werden.
Philip Larkin wurde regelmäßig schlecht, wenn er bei seiner Reisegruppe bleiben sollte. Im August 1936 und im August 1937 musste er beim Familienurlaub in Deutschland mitmachen. Sein Vater, prominenter Kommunalbeamter in Coventry, brachte verfängliche Souvenirs nach Hause. Jetzt hat ein Larkin-Forscher Sydney Larkins Reisetagebücher ausgewertet.
Sauerstoff kann auch abiogen entstehen
Die Schonung einzelner Fischarten hat in Europa nicht zur erhofften Erholung der Bestände geführt. Wie marine Ökosysteme geschützt werden können, dafür haben Wissenschaftler verschiedene Strategien entwickelt.
Ein Fälschungsskandal überschattet die Forschung zu Alzheimer, und immer wieder versagen mögliche Medikamente. Doch es gibt auch Hoffnung.
Wozu kann es gut sein, Organe nach dem Tod am Leben zu halten? Mediziner in Yale haben eine Maschine entwickelt, die Schäden minimiert und sogar Organe teilweise wiederbelebt. Die Organspende könnte das dramatisch verändern – aber noch lange nicht überall.
Einfach seinen Gedanken nachzuhängen, ohne aufs Smartphone zu starren, macht Menschen viel mehr Spaß, als sie glauben. Das zeigt auch eine aktuelle Studie.
Das Publikum ermittelt, weil das Spiel auf Undurchschaubarkeit angelegt ist: In der Oper „Boris Godunow“ steckt eine Theorie der theatralischen Politik.
Nur weniger als die Hälfte der neu gepflanzten Stadtbäume werden groß. Schuld ist diesmal ausnahmsweise nicht der Klimawandel, sondern mangelnde Pflege.
Arzneimittel sollen schon in kleinsten Dosen biologische Effekte auslösen. Das tun sie – auch in der Umwelt, wie neue Studien ergeben. Umweltschützer fordern nun einen anderen Umgang mit Medikamenten.
Der Soziologe Andreas Reckwitz glaubt, Stadt und Land drifteten gesellschaftlich auseinander. Zwei Fachkollegen sehen das anders.
Quallenplagen und Plastikmüll sind nur die augenfälligsten Symptome dafür, wie es um das Mittelmeer bestellt ist. Mit der Klimaerwärmung drohen dem kleinen Ozean zwischen Europa und Afrika langfristige Gefahren.
Wärmeliebende Bakterien nutzen CO₂ und molekularen Wasserstoff als Energiequelle – und bilden daraus Ameisensäure. Forschern ist es nun gelungen, die molekularen Details dieses biotechnologisch aussichtsreichen Prozesses zu entschlüsseln.
Die größten Fische der Ozeane waren früher außerordentlich gefährlich – ganz anders als heute der Walhai, dessen größter Feind der Schiffsverkehr zu sein scheint.
Joseph Dan, dessen Familie vor dem Nationalsozialismus aus Ungarn nach Jerusalem floh, erforschte die jüdische Mystik in säkularem Geist, aber ihn betrübte das Desinteresse der Säkularen an der religiösen Tradition. Jetzt ist der Israel-Preisträger verstorben.
Sie halten still, sie halten dicht, sie halten zusammen: Feldforschung unter Ordnungshütern sieht sich mit einem Ehrenkodex konfrontiert, wie man ihn eher auf der Gegenseite vermutet. Was kann die kritische Polizeiwissenschaft wissen?
Ein Leben im Untergrund ist belastend. Freunde und Partner müssen über die wahre Identität getäuscht werden. Terroristen, die häufig alle Kontakte abbrechen, unterliegen sogar der Selbsttäuschung, wie Studien zeigen.
Wer heimlich wünscht, lieber in der magischen Welt von Harry Potter zu leben, der wird von einer aktuellen Studie enttäuscht: die Marktwirtschaft dort sei eine Katastrophe, berichten Ökonomen. Mit ihren Fehlern ist sie der Realität ziemlich ähnlich.
Unsere grauen Zwanziger: Wie die Bonner Republik im Jahr 1964 der Männer des 20. Juli 1944 gedachte – und wen sie dafür auswählte.
Vor 200 Jahren wurde Gregor Mendel geboren. Seine Arbeit „Versuche über Pflanzen-Hybriden“ begründete die klassische Genetik und ist auch sonst ein Meisterstück. Ein Gastbeitrag.
Wenn die Thermometer Rekord-Temperaturen anzeigen, wird das für den Menschen gefährlich. Doch viele kennen nicht die Unterschiede zwischen Sonnenstich, Hitzekollaps oder Hitzschlag – und wissen auch nicht, was sie im Ernstfall tun können.
„Centaurus“ steht in den Startlöchern. Doch ob die Variante den bösen Erwartungen ihres Namensgebers folgt und die Pandemie noch verschärft, ist höchst ungewiss.
Auf der Hawaii-Insel Oahu wurden vor 50 Jahren Chamäleons eingeschleppt. Evolutionsbiologen nutzten dieses ungeplante Experiment nun zur Beobachtung, wie die neue Umgebung die Farbigkeit der Tiere beeinflusst hat.