Vom Hype zur Flaute
Thyssenkrupp Nucera steht wie eine Symbolfigur für die Ernüchterung rund um den grünen Wasserstoff. Der Glaube an den Boom ist sehr viel leiser geworden.
Grüner Wasserstoff für Stahlwerke und Chemiefabriken hat es schwer. Aber das kleine Lubmin an der Ostsee will daraus ein großes Geschäft machen. Es hat ziemlich gute Voraussetzungen dafür.
Thyssenkrupp Nucera steht wie eine Symbolfigur für die Ernüchterung rund um den grünen Wasserstoff. Der Glaube an den Boom ist sehr viel leiser geworden.
Der Automobilzulieferer Bosch erhält den Deutschen Zukunftspreis für einen Wasserstoffantrieb. Welche Hoffnungen sich mit dem Energieträger verbinden, erläutert der für die Antriebssparte verantwortliche Manager.
In Bamberg fertigen 6000 Bosch-Mitarbeiter vor allem Komponenten für Verbrennungsmotoren. Nun soll Wasserstoff die Jobs retten. Ob das funktioniert?
Hohe Kosten, fehlende Nachfrage: Der Markt für Wasserstoff kommt nicht voran. Doch Unternehmen wie Lhyfe geben nicht auf. In Schwäbisch Gmünd nimmt das französische Unternehmen eine Elektrolyseur in Betrieb.
Gunnar Groebler, Chef der Salzgitter AG, und Stefan Dohler, Präsident des Energieverbandes BDEW, versprechen die grüne Wende. Von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sind sie irritiert.
Seit zehn Jahren wird in Mainz mit einer Power-to-Gas-Anlage Wasserstoff produziert, den das stadteigene Busunternehmen, aber auch die Industrie gern abnehmen. Jetzt wird die Technik modernisiert, denn mit dem grünen Kraftstoff hat die Stadt große Pläne.
Ein Großteil der Industrie könnte elektrifiziert werden und weiter Energie sparen, sagt der Oxforder Energieexperte Jan Rosenow. Seine Kritik an der Energiewende: Deutschlands Fokus auf eine Wasserstoff-Zukunft.
Die städtische Busgesellschaft ICB in Frankfurt hat erstmals Wasserstoff-Gelenkbusse angeschafft. Der Innenraum ist nach einem neuen Designkonzept gestaltet.
Die Industrie sorgt sich seit Monaten, dass die EU den Wasserstoffhochlauf kaputt regulieren könnte. Jetzt kommt die Kommission der Branche entgegen. Aber reicht das?
Das Unternehmen Reicat ist Spezialist für die Reinigung und Wiedergewinnung technischer Gase. Zunehmend beschäftigt es sich auch mit der Erzeugung von grünem Wasserstoff. Dafür kooperieren die Hessen mit Lego und Novo Nordisk.
Eine Wasserstofftankstelle wurde gebraucht bei den Nachbarn in Wiesbaden gekauft. Bald soll sie am Mombacher Kreisel in Betrieb gehen.
Eine neue Pipeline, eine von den Nachbarn in Wiesbaden erworbene Wasserstofftankstelle und ein Elektrolyseur: Das sind Bausteine der Mainzer Energiewende.
In Frankfurt wird jetzt synthetisches Kerosin aus CO2 und Wasserstoff hergestellt. Der Betreiber sieht einen Meilenstein auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen erreicht, andere bleiben skeptisch.
Chile will die Supermacht der grünen Wasserstoffproduktion werden. Der erste Wasserstoffzug in Südamerika ist in Betrieb. Doch in Deutschland gibt es noch technische Probleme. Wasserstoff für die Bahn: Antrieb der Zukunft oder nur heiße Luft?
Wasserstoff gilt als Hoffnungsträger der Energiewende. Die neue Bundesregierung möchte deshalb „alle Farben“ nutzen. Doch Pläne aus Brüssel könnten genau das unmöglich machen.
Die neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche spart auf einer Veranstaltung nicht mit Kritik an ihrem Vorgänger Robert Habeck. Deutschland bleibe hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Die Politik hat viel probiert, den Teufelskreis aus mangelnder Nachfrage und ebenso knappem Angebot zu durchbrechen. Doch hohe Kosten, schleppende Investitionen und geopolitische Unsicherheiten bremsen die Entwicklung des Marktes.
Vor allem Investoren aus Frankreich glauben fest an den Plan des Unternehmens Hy2gen, in nur wenigen Jahren zu einem relevanten Anbieter von grünem Wasserstoff zu werden. Damit das klappt, haben sie nun weitere Millionen in die Wiesbadener investiert.
Im mitteldeutschen Chemiedreieck geht der erste Abschnitt des Wasserstoffkernnetzes in Betrieb. Noch in diesem Jahr soll grüner Wasserstoff zum ersten Kunden fließen.
Das Maschinenbauunternehmen Sunfire aus Dresden zählt zu den Pionieren der grünen Wasserstoffwirtschaft. Firmenchef Nils Aldag hofft, dass der Markthochlauf unter der neuen Bundesregierung endlich Fahrt aufnimmt.
Herkömmliche Katalysatoren für die Produktion von Wasserstoff sind teuer und empfindlich. Mainzer Chemiker haben einen neuen Reaktionsbeschleuniger getestet. Er hat eine erstaunliche Eigenschaft.
Die beiden Energieriesen haben Deutschlands bislang größten Abnahmevertrag für „grünen“ Wasserstoff unterzeichnet. Dabei hatte RWE zuletzt eher Negativschlagzeilen zu dem Thema produziert.
Um die Zölle auf Stahl und Aluminium noch abzuwenden, will Deutschland Amerika anbieten, Wasserstoff zu importieren. Was entscheiden die Handelsminister?
Der grüne Vizekanzler nutzt die letzte Bundestagsdebatte für ein Plädoyer für mehr Klimaschutz. Doch die Zukunft besteht aus mehr als nur diesem Thema.
In der Fachwelt waren die Pläne von Beginn an skeptisch beäugt worden, jetzt ist klar: Der Konzern wird bis 2035 kein Modell mit Wasserstoffantrieb vorstellen. Ein Rückschlag auf dem Weg hin zum emissionsfreien Linienflug.
Der Expertenrat für Klimafragen fordert von der nächsten Bundesregierung, ein Klimakabinett einzurichten. Auch zu Ideen der CDU machen die Fachleute klare Ansagen.
Der CDU-Vorsitzende hat einen unentschuldbaren Tabubruch begangen, sagen die einen. Er hat das einzig Richtige getan, um glaubwürdig zu bleiben, sagen die anderen. Wer hat recht?
Eine Pipeline könnte das Projekt beschleunigen, doch die Finanzierung bleibt eine Herausforderung. In Zukunft könnte Schottland ein Drittel des Wasserstoffbedarfs abdecken.
Ein Industrieprojekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff bedroht das Paranal-Observatorium der ESO. Astronomen befürchten Staubentwicklung beim Bau, vor allem die Lichtemissionen während des Betriebs.
Der CDU-Kanzlerkandidat Merz hat Zweifel angemeldet, ob es in absehbarer Zeit ausreichend grünen Wasserstoff für eine Umstellung der Industrie geben kann. Er könnte beim Wiesbadener Unternehmen Hy2gen nachfragen: Es will noch vor Ende des Jahrzehnts reichlich liefern können.
Der politische Streit um ökologischen Stahl lässt Zweifel am Gelingen der Energiewende aufkommen – auch weil SPD und Grüne ein wichtiges Gesetz nicht durchkriegen.
Wasserstoff mit Strom zu erzeugen, erforderte bisher Membranen aus PFAS, den umstrittenen Ewigkeitschemikalien. Jetzt gibt es bei den Membranen eine Neuentwicklung.
Grünes Gas ist der unverzichtbare Hoffnungsträger für eine klimafreundliche deutsche Wirtschaft. Doch die Warnungen vor zu viel Euphorie werden lauter. Gibt es Wege aus der Krise?
Statt blauen Wasserstoff zu erzeugen, könnte man die CCS-Technik gleich beim Erdgas einsetzen. Die neue Regierung muss die teuren Pläne überdenken.
Im Frühjahr hat sich die Bundesregierung auf eine Finanzierungsstruktur des Wasserstoffkernnetzes geeinigt. Im Oktober kam dann der Startschuss von der Bundesnetzagentur. Nun steht auch die finanzielle Absicherung durch die KfW.
Zu viel Solarstrom sorgt in Deutschland immer wieder für Engpässe im Netz. Trotz Ampel-Aus müsse die Politik schnell gegensteuern, fordert der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller – sonst seien riskante Notfallmaßnahmen nötig.