Verdi will Flughafen weitgehend lahmlegen
Den Streit mit der Spezialisten-Gewerkschaft GdF hat Fraport erst beigelegt, da droht dem Flughafenbetreiber neues Ungemach. Verdi ruft zum Warnstreik auf, die Lufthansa streicht Flüge.
Den Streit mit der Spezialisten-Gewerkschaft GdF hat Fraport erst beigelegt, da droht dem Flughafenbetreiber neues Ungemach. Verdi ruft zum Warnstreik auf, die Lufthansa streicht Flüge.
Die Entscheidung über die Gründung der Transfergesellschaft fällt am Mittwoch. Im Vorfeld werden düstere Gemälde gezeichnet, was ohne die Transfergesellschaft passieren würde. Doch das Interesse des Insolvenzverwalters rechtfertigt nicht das Eingreifen des Staates. Eine Analyse.
EZB-Chef Draghi wirbt um die Gunst der Deutschen. Dabei riskiert seine Geldpolitik, was diese am meisten fürchten: Inflation.
Verdi appelliert an Bürgermeister, die Dependancen der insolventen Drogeriekette Schlecker in ländlichen Gebieten zu unterstützen.
Das kirchliche Arbeitsrecht am Scheideweg: Der geschwisterliche Umgang von Arbeitgebern und Arbeitnehmern steht auf dem Spiel.
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst und bei privaten Busunternehmen haben am Montag in der Region zu merklichen Behinderungen geführt.
Während in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg wieder viele Angestellte von Bund und Kommunen streiken, schärft Verdi-Chef Bsirske seine Rhetorik. Eine Schlichtung werde es nicht geben, er fordert „Umverteilung in eine andere Richtung“.
Rund 11 000 „Schleckerfrauen“ können auf eine Transfergesellschaft hoffen. Zumindest im Grundsatz haben sich die Bundesländer darauf geeinigt, für einen nötigen Kredit über 71 Millionen Euro zu bürgen.
Busse und Bahnen stehen in den Depots, der Müll wird nicht abgeholt und Kitas bleiben geschlossen: In Niedersachsen und Bremen hat die zweite Warnstreikwoche im öffentlichen Dienst begonnen, am Dienstag folgen Aktionen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Mitglieder in Hessen für Dienstag zu Warnstreiks auf.
Verdi, Betriebsrat und Insolvenzverwalter haben sich geeinigt: Bei der insolventen Drogeriekette Schlecker sollen 2.200 statt 2.400 Filialen geschlossen werden. Die Finanzierung der Transfergesellschaften steht noch aus.
Schlecker-Insolvenzverwalter Geiwitz drückt aufs Tempo. Während der Abbau von knapp 12.000 Stellen noch nicht durch ist, will er bis Ende Mai einen Investor finden. Zunächst muss sich Geiwitz aber mit Verdi und dem Betriebsrat über die Kündigungen verständigen.
Weil der Einzelhandel Personal sucht, gelten die Chancen für Schlecker-Mitarbeiter, die gekündigt werden, als gut. Doch es gibt eine ganze Reihe von Vermittlungshemmnissen.
Nachdem die Tarifverhandlungen über höhere Löhne ergebnislos vertagt wurden, kündigt Verdi neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst an. Nächste Woche soll es nach Verdi-Chef Bsirske eine „große Streikwelle“ geben.
Die Bahn-Tochter Regionalverkehr Kurhessen wird abgewickelt. Den 560 Mitarbeitern sollen andere Stellen annehmen, teils zu schlechteren Konditionen. Verdi gibt die Schuld der Eisenbahn-Gewerkschaft.
Erstmals unterbreiten die Arbeitgeber im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes ein Angebot. Es sieht eine Lohnsteigerung von 3,3 Prozent in zwei Stufen vor. Die Gewerkschaft Verdi weist das Angebot aber umgehend als ungenügend zurück.
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben an diesem Donnerstag vor allem in den Bundesländern Bayern, Hessen und Niedersachsen für Einschränkungen gesorgt. In Hannover mussten Tausende Besucher der Cebit improvisieren.
Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben auch an diesem Mittwoch mit Warnstreiks ihre Tarifforderungen bekräftigt. Tausende Pendler in Nordrhein-Westfalen konnten nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Auf den Straßen an Rhein und Ruhr bildeten sich kilometerlange Staus.
Nach Vorfeldmitarbeitern sind am Frankfurter Flughafen nun Gepäckkontrolleure in den Ausstand getreten. Sie fordern 7,5 Prozent mehr Geld und mehr Urlaubstage.
Der Streik im Frankfurter Nahverkehr führt zu Behinderungen, aber nicht zu Chaos, auch, weil die Busse regulär fahren.
Nichts geht mehr in Straßenbahndepots, Kitas und Verwaltungen in Rhein-Main: Der öffentliche Dienst will mehr Geld - und macht Druck mit einem Warnstreik in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.
Mehrere Tausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben am Montagmorgen die Arbeit niedergelegt, um ihre Forderung nach mehr Gehalt zu unterstreichen. Bis Freitag will die Gewerkschaft unterschiedliche Regionen bestreiken.
Die Kommunen haben die ersten angekündigten Warnstreiks im Arbeitskampf um höhere Löhne für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes als unangemessen bezeichnet. In Frankfurt sollen am Montag kaum U- und Straßenbahnen fahren.
Nach dem Flughafen nun der Busverkehr: Seit Montagmorgen streiken in mehreren Städten die Busfahrer. In Darmstadt fahren zudem keine Straßenbahnen. Wie lange der Streik andauern wird, ist noch unklar.
Die Gespräche zwischen dem Flughafen-Betreiber Fraport und der Gewerkschaft der Flugsicherung sind gescheitert. Damit droht am Frankfurter Flughafen die nächste Streikrunde.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat vor einem überhöhten Abschluss im Tarifstreit am Frankfurter Flughafen gewarnt.
Die GdF will Vorfeldlotsen und -kontrolleure sowie die Verkehrssteuerung am Flughafen ganz neu eingruppieren. Über die Ausgliederung in eine GmbH war man sich mit Fraport dabei schon einig, wie ihr Chef Siebers sagt.
Seit gut drei Wochen wissen die Mitarbeiter von Schlecker, dass der Drogerie-Riese insolvent ist. Viel mehr haben sie seither nicht erfahren, die Zitterpartie geht weiter.
6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt: Mit dieser Forderung ziehen nicht nur für die Metaller, sondern auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienste in die anstehenden Tarifrunden. Bund und Kommunen sehen hingegen kaum Spielraum.
Die Gewerkschaften drängen mit Macht auf die schöne Seite der Marktwirtschaft. Vor allem die Metaller wollen das Gefühl loswerden, den Aufschwung verpasst zu haben.
Die Lufthansa muss im schwierigen Umfeld sparen und rechnet dabei auch auf die Unterstützung ihrer Mitarbeiter.
Der Energiekonzern Eon will bei seinem geplanten Abbau von 6000 Stellen in Deutschland auf betriebsbedingte Kündigungen weitgehend verzichten. Darauf hat sich der Konzern mit den Gewerkschaften geeinigt.
Die Schlecker-Strategie, den Drogeriemarkt mit der schieren Masse an Filialen auf Dauer beherrschen zu können, galt schon lange als gescheitert.
Still und leise schließt der Drogerie-Riese eine Filiale nach der anderen. Bedrohliche Gerüchte kursieren und in der Belegschaft grassiert die Angst.
Er mag Mahler, singt aber Verdi und Puccini: Alfred Kim ist als Tenor in Frankfurt und im Ausland gefragt.
DGB-Regionalchef Harald Fiedler setzt auf die anstehenden Tarifrunden, um wieder mehr Arbeitnehmer für die Sache der Gewerkschaften zu begeistern.