Deutsche Aktien fester
Die Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende der Verhandlungen über Finanzhilfen für Griechenland lassen die Kurse deutscher Aktien am Mittwoch steigen.
Die Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende der Verhandlungen über Finanzhilfen für Griechenland lassen die Kurse deutscher Aktien am Mittwoch steigen.
Wegen der weiter unklaren Lösung für Griechenlands Schuldenprobleme hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag zunächst nachgegeben. Dazu bremsten die verhaltenen Vorgaben.
Das Gezerre um weitere Griechenland-Hilfen hält die Anleger am Montag vom Aktienmarkt fern. Händlern zufolge sorgte ein Ultimatum der internationalen Kreditgeber für Zurückhaltung.
Vor dem wichtigen amerikanischen Arbeitsmarktbericht ist der Dax am Freitag knapp behauptet in den Handel gegangen. Börsianer sprachen angesichts der mit Spannung erwarteten Daten von einer abwartenden Haltung der Anleger.
Ohne Fortschritte bei den Griechenland-Verhandlungen lassen sich Aktienanleger derzeit nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Die Bedenken dämpften den Risiko-Appetit, heißt es.
Griechenland hat von der Eurogruppe 15 Tage mehr Zeit bekommen, um zusätzliche Einsparmöglichkeiten über 300 Millionen Euro auszuloten. Solche Problem hat Cisco nicht, denn beim weltgrößten Netzwerk-Technikkonzern laufen die Geschäfte prächtig. Auch Daimler hat Rekordgewinne eingefahren. Die Schweizer Großbank Credit Suisse schrieb dagegen rote Zahlen. Und auf News Corp lasten weiter die Kosten des Abhörskandals. Siemens plant die Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen. Von der Sitzung der Europäischen Zentralbank werden unterdessen keine Zinsbeschlüsse erwartet.
Medienberichten zufolge brauchen die Griechen weitere schlappe 15 Milliarden Euro zur Senkung ihrer Schulden. Auf Unternehmensebene interessieren sich unterdessen Chinesen für einen Einstieg beim Autobauer Saab und der Fotoentwickler Cewe Color hat einen kleinen Zukauf getätigt. In Amerika hat das Justizministerium Klage gegen die schweizerische Bank Wegelin wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingereicht. Und in Ungarn muss die Fluggesellschaft Malev wegen ihrer Pleite den Betrieb einstellen.
Die Euro-Finanzminister haben den Weg für ein neues Griechenland-Hilfsprogramm noch nicht freigegeben. Ehe neue Milliarden fließen, wollen sie konkrete Beweise dafür, dass Griechenland seine Reformversprechen auch umsetzt. Auf Unternehmensebene hat der Bezahlsender Sky Deutschland bei einer Kapitalerhöhung 155,8 Millionen Euro eingenommen. Und dank milden Winterwetter sind bei Fraport die Passagierzahl gestiegen. Brasiliens Ölkonzern Petrobras musste unterdessen einen herben Gewinneinbruch hinnehmen.
Neue Hoffnung auf eine baldige Einigung in den Verhandlungen über einen griechischen Schuldenschnitt hat dem Dax am Dienstag Auftrieb gegeben.
Kein Staatskommissar aus Brüssel oder Berlin vermag die Verwaltung in Athen auf Vordermann zu bringen, solange Hilfsgeld auch dann fließt, wenn nicht geliefert wird, was versprochen wurde.
Irland, Italien und Spanien scheinen das Schlimmste vorerst hinter sich zu haben - für Griechenland und Portugal sieht es dagegen umso düsterer aus. Die Krisenländer mit Kurzbewertung im Überblick.
Seit Dezember hat die Geldpolitik der EZB eine neue Dimension erreicht. Die Bundesbank hat über das Target-System fast eine halbe Billion Euro in die Euro-Peripherie verliehen. Nun stößt sie selbst an eine gefährliche Grenze.
Im Vorfeld des EU-Gipfels in Brüssel halten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt bedeckt. Der „Zu häufig wurden zuletzt Hoffnungen im Hinblick auf Griechenland enttäuscht“, heißt es.
Die Kränze für Ackermanns Lebenswerk werden gebunden, seine Patzer beim Abgang verblassen. Drei Männer übernehmen jetzt die Deutsche Bank: Es soll friedlich aussehen, ist es aber nicht.
Post-Chef Frank Appel fordert im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung Opfer von den Reichen, lobt die Kanzlerin und schimpft auf Banker, für die Geld ein Wert an sich ist.
In Brüssel verhandeln die Staats- und Regierungschefs der EU wieder über die Schuldenkrise. Wie steht es um die fünf PIIGS-Länder? Die Unterschiede werden größer. In Irland läuft es gut, in Portugal schlecht. Und Griechenland ist pleite. Ein Vergleich.
Thilo Sarrazin lehnt den Vorschlag ab, Berlin nicht mehr über den Länderfinanzausgleich zu finanzieren. Trotzdem wirft der frühere Finanzsenator des Bundeslandes die Frage auf : Warum sollten wir alle für das Lotterleben in der Hauptstadt aufkommen?
Ein Beauftragter der Euro-Länder soll endlich die griechische Schuldenlast in den Griff bekommen. Einem Bericht zufolge könnte er jederzeit ein Veto gegen finanzielle Entscheidungen der Athener Regierung einlegen. Derweil scheint das zweite Hilfspaket teurer zu werden als geplant.
Die halbe Welt bestürmt Deutschland, mehr Geld für die Rettung des Euroraums und insbesondere Griechenlands locker zu machen. Doch bislang steht die deutsche Ablehnungsfront. Besonders engagiert zeigt sich Außenminister Westerwelle.
Für die Rettung Griechenlands sind weitere staatliche Hilfen notwendig, sagt EU-Währungskommissar Olli Rehn. Dann schiebt er hinterher: „Nichts Dramatisches“. Letzteres hätte er sich sparen können.
Griechenland braucht laut EU-Kommissar Rehn mehr Hilfe von öffentlichen Kreditgebern als bisher geplant. Ein Forderungsverzicht privater Gläubiger reiche nicht aus, um Athens Staatsschuld wieder tragfähig zu machen.
Die großen Banken rund um die Welt treffen Vorsorge für ein Auseinanderbrechen des Euroraums. Mit Notfallplänen wollen sie die Folgen in Grenzen halten.
Die Europäische Zentralbank will sich auf keinen Fall am Schuldenschnitt für Griechenland beteiligen. Allerdings mehren sich die Forderungen, die genau das von ihr verlangen.
Starke Geschäftszahlen von Apple gegen den deutschen Aktienkursen Auftrieb. Nun hoffen Börsianer auf einen guten ifo-Index.
Die Euro-Staaten sollen nach Ansicht des luxemburgischen Regierungschef Jean-Claude Juncker auf einen Teil ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verliert unterdessen allmählich die Geduld mit den Griechen. Auf Unternehmensebene kann Samsung mit einem dicken Gewinnplus aufwarten. Und auch Starbucks befindet sich weiter auf Expansionskurs. Der Handyhersteller Motorola schreibt dagegen Verluste.
Griechenland und andere Krisenländer leben noch immer über ihre Verhältnisse. Die Eliten in Athen scheinen nicht gewillt zu sein, die eigenen Pfründen abzuschaffen sowie Korruption und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Die EU zahlt dennoch. Und wer steht am Pranger?
Im Poker um den griechischen Schuldenschnitt wird mit immer härteren Bandagen gekämpft: Zunächst drohte der niederländische Finanzminister, die Gläubiger notfalls zur Umschuldung zu zwingen. Der Unterhändler der Banken antwortet nun kühl: „Ich kann davor nur warnen.“
In Deutschland wird einer Studie zufolge so wenig schwarz gearbeitet wie seit 1994 nicht mehr. Trotzdem wird noch immer jeder siebte umgesetzte Euro am Fiskus vorbeigeschleust. Das ist zwar viel, doch in einigen kriselnden Euro-Staaten liegt die Quote wesentlich höher.
Der Poker um die Entschuldung Griechenlands drückt die Stimmung am Aktienmarkt. Zu den größten Verlierern zählen Siemens nach einem Gewinneinbruch im ersten Geschäftsquartal.
Der Unmut wächst: In aller Deutlichkeit fordern die Euro-Staaten das strauchelnde Griechenland auf, sich mehr anzustrengen. Eurogruppenchef Juncker urteilte, das Hilfsprogramm sei „aus der Spur“. Klare Ansagen gab es auch für die privaten Gläubiger Griechenlands.
Bundeskanzlerin Merkel glaubt, dass sich Griechenland rechtzeitig mit seinen privaten Gläubigern auf einen Schuldenschnitt einigen wird. Der niederländische Finanzminister de Jager ist weniger optimistisch: Er droht bereits mit Zwangsmaßnahmen.
Bundeskanzlerin Merkel hat sich fürs Erste dagegen ausgesprochen, bedrängten Euro-Staaten mit zusätzlichen Mitteln zu helfen. IWF-Direktorin Lagarde will den geplanten Rettungsfonds ESM hingegen kräftig aufstocken - andernfalls drohten drastische Folgen.
Der deutsche Aktienmarkt startet verhalten in die neue Woche. Vorsichtig stimmen die Anleger die andauernden Verhandlungen über einen Schuldenschnitt in Griechenland.
Der Gewinn von Wincor Nixdorf sinkt, Stada bekräftigt die Prognose und Thyssen-Krupp prüft den Zusammenschluss der Edelstahlsparte mit Outokumpu. RIM bekommt einen neuen Chef. Eine europäische Ratingagentur soll im zweiten Quartal an den Start gehen, Spanien plädiert für eine Lockerung der EU-Defizitziele, der Fiskalpakt könnte den Schuldenabbau in den Euroländern verschleppen, Kroatien billigt den EU-Beitritt.
Ein Ergebnis schien schon zum Greifen nahe, doch es nutzte nichts: Die Modalitäten des griechischen Schuldenschnitts sind weiter offen. Der Internationale Währungsfonds und die Euro-Gruppe bestehen offenbar auf niedrigeren Zinsen, als den Banken recht ist.
McKinsey-Chef Frank Mattern glaubt, dass sich ein Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion wahrscheinlich nicht mehr vermeiden lässt. Er habe „erhebliche Zweifel“, ob die Sparanstrengungen der Griechen letzten Endes für einen Verbleib reichten. Ein „geordneter Austritt“ könne „das kleinere Übel“ sein.