Griechenland schlägt sie alle
Lichtblick für das krisengeplagte Griechenland: Im dritten Quartal legte die Wirtschaft überraschend stark zu – mehr als in allen anderen Ländern innerhalb der Eurozone.
Lichtblick für das krisengeplagte Griechenland: Im dritten Quartal legte die Wirtschaft überraschend stark zu – mehr als in allen anderen Ländern innerhalb der Eurozone.
Lange zauderten die Euro-Partner. Nun ist es klar: Griechenland wird auch im neuen Jahr nicht ohne Hilfe von außen über die Runden kommen. Um Details wird es noch ein langes Gezerre geben.
All die Regelbrüche, Nothilfen, Rettungsfonds und Schuldenschnitte haben in der Euro-Krise nur Zeit gekauft. Die Wurzel des Übels ist noch nicht behandelt.
Anleger machen sich wieder mehr Sorgen um Griechenland. Angeblich stellt die Europäische Zentralbank den Banken des Landes einfacher Geld zur Verfügung. Der IWF sorgt sich um Europas Banken insgesamt.
Die Bad Bank der verstaatlichten HRE hat Griechenland mehr Schulden erlassen, als sie musste, hat die F.A.Z. unlängst berichtet. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft in dieser Sache.
Deutschland hat im Zuge der Umschuldung Griechenlands Milliarden verschenkt. Der deutsche Steuerzahler ist der Dumme. Ob nun ein Bauernopfer reicht als Konsequenz?
Mit Milliardenkrediten auch aus Deutschland musste Griechenland vor dem Bankrott gerettet werden. Inzwischen sieht Premierminister Samaras seinen Staat im Aufwind - und stellt seinen Landsleuten Steuererleichterungen in Aussicht.
In Portugal, Italien, Spanien oder Frankreich drücken viele junge Menschen nur deshalb länger die Schulbank, weil der Arbeitsmarkt ihnen nichts bietet. Hilfsprogramme sollen das ändern - dabei sind die Gründe ganz andere.
Griechische Produkte können Spitze und exporttauglich sein, wenn der Staat sich nicht allzu sehr einmischt. Das zeigt zum Beispiel das Forschungsinstitut Forth auf Kreta.
Sigmar Gabriel will Krisenstaaten mehr Spielraum für Schulden geben. Aber wenn man mit Schulden Wachstum kaufen könnte, wäre Griechenland das wachstumsstärkste Land der Erde.
Europa hat Griechenland seine Hilfskredite zu niedrigen Zinsen gegeben. Davon hat das Land kräftig profitiert.
Die Eurokrise ist noch lange nicht überwunden. Jetzt macht sich das daran bemerkbar, dass die Inflation fehlt. Einige Länder sind weit vom Ziel entfernt.
Der über die Grenzen Griechenlands hinaus anerkannte Finanzminister Ioannis Stournaras wird neuer Chef der Zentralbank des Landes. Er half wesentlich mit, Griechenland weiter zu stabilisieren.
Als Ministerpräsident Griechenlands stand Giorgios Papandreou zwei Jahre im Zentrum der Euro-Krise. Eine Volksbefragung sollte Klarheit über das weitere Vorgehen bringen – und bewirkte seinen Sturz. Jetzt blickt Papandreou auf diese Zeit zurück.
Ein neues Hilfspaket für Athen würde eine „deutlich niedrigere Summe als bei den ersten beiden Programmen“ umfassen, so der Bundesfinanzminister in einem Interview.
Die Geschichtsschreibung zur Euro-Krise hat begonnen, und Kommissionspräsident Barroso will besonders gut dastehen. Einen „Plan Z“ für den Austritt Griechenlands gab es aber nicht wirklich.
Das hatte sich Griechenlands Regierung anders vorgestellt: Sie kürzt Ausgaben, Gehälter und Renten - und trotzdem zweifeln manche, dass der Haushalt in Ordnung kommt. Auch, weil die Banken eine große Belastung bleiben.
Seinen Haushalt hofft Griechenland auf längere Sicht auch mit Hilfe von Öl und Gas zu sanieren. Im Westen des Landes werden Vorkommen vermutet. Jetzt werden Probe-Bohrungen durchgeführt.
Die Geldgeber Griechenlands drängen nicht mehr so auf rasche Zurückzahlung ihrer Kredite. Das ähnelt ein bisschen japanischen Verhältnissen.
Griechenland hat viele gute Nachrichten geliefert. Doch ein neuer Bericht der Europäischen Kommission zeigt: Die Schulden steigen weiter. Schon rückt der Schuldenschnitt wieder ins Gespräch.
Der ehemalige Unternehmensberater Kyriakos Mitsotakis muss als Minister Griechenlands Verwaltung reformieren. Das ist eine echte Aufgabe. Mit Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst hat er einen wichtigen Anfang gemacht.
Ist Griechenlands Defizit-Statistik frisiert? Das sagt AfD-Chef Bernd Lucke. Aber der angebliche Skandal ist gar keiner.
Athen hat im vergangenen Jahr mehr eingenommen als ausgegeben – jedenfalls wenn man Zinsen und Einmalzahlungen herausrechnet. Die Kalkulation stößt allerdings auf Kritik.
Das Europäische Statistikamt hat neue Zahlen zum Defizit der Euroländer vorgelegt. Griechenlands Haushalt ist zwar weiter in den roten Zahlen. Doch die EU lobt den ersten „Primärüberschuss“ seit zehn Jahren.
Die Eurokrise ist noch lange nicht vorbei - glaubt zumindest die Mehrheit der Deutschen einer aktuellen Umfrage zufolge. Viele zweifeln zudem an Griechenland.
Was in Griechenland passiert, ist kein Zeichen für das Ende der Eurokrise.
So viel Zuversicht war selten: Griechenlands Rückkehr an den Kapitalmarkt zum Besuch der Bundeskanzlerin wird als Wendepunkt gefeiert. In der Überwindung der Euro-Krise ist nun Halbzeit.
Die Kanzlerin spricht in Athen mit jungen Unternehmern und dem griechischen Ministerpräsidenten. Und erklärt, dass die Förderbank für kleine Unternehmen voran kommt.
Gerade hat sich Griechenland am Kapitalmarkt erstmals seit vier Jahren über eine Staatsanleihe Geld geliehen. Ein Zeichen für Kreditwürdigkeit ist das nicht, analysieren Freiburger Forscher.
Griechenlands Schuldenmisere hält Europa seit Jahren in Atem. Bis zur nun laufenden Rückkehr an die Märkte hat das Land zwei Rettungsprogramme und einen Schuldenschnitt hinter sich.
Die Anleger reißen sich um die neue Anleihe Griechenlands. Sie vertrauen darauf, dass Athen im Zweifel wieder von der Europäischen Zentralbank rausgehauen wird.
Nach monatelanger Hängepartie gibt die Eurogruppe neue Rettungshilfen von insgesamt 8,3 Milliarden Euro für Griechenland frei. Das Geld soll in drei Raten ausgezahlt werden.
Erleichterung in Athen: Das Parlament hat nach einer hitzigen Debatte eine Reihe von Gesetzesänderungen gebilligt. Es geht um Medizin, Frischmilch - und die Banken.
Der infolge der Finanzkrise zusammengebrochene griechische Bankensektor scheint langsam zu genesen: Zwei große Geldhäuser wollen für 3 Milliarden Euro neue Aktien plazieren.
Air Berlin verschiebt Bilanzpressekonferenz. Angeblich stehen große Veränderungen an. Griechenland könnte bald Anleihen begeben.
Rund sieben Monate lang wurde gefeilscht und verhandelt. Nun sind sich Geldgeber und Athen über die Auszahlung der nächsten zehn Milliarden Euro einig.