Kassenärzte-Chef fordert Abschaffung der freiwilligen Leistungen der Krankenkassen
Homöopathie, Anthroposophie oder Phytotherapie: Krankenkassen werben gerne mit freiwilligen Leistungen. Hier könne man viel Geld sparen, argumentiert Andreas Gassen.
Der Chef der Deutschen Familienversicherung fordert eine radikale Reform des Gesundheitssystems. Zahnbehandlungen fielen dann aus dem Leistungskatalog. Krankentage ohne Lohnfortzahlung lehnt er aber ab.
Homöopathie, Anthroposophie oder Phytotherapie: Krankenkassen werben gerne mit freiwilligen Leistungen. Hier könne man viel Geld sparen, argumentiert Andreas Gassen.
Die „elektronische Patientenakte“ soll das deutsche Gesundheitssystem digitalisieren. Doch wer einstellen möchte, welche Gesundheitsdaten er teilen will, braucht bis zu drei Apps – vor allem für Ältere ist das kaum zumutbar.
Alkohol schadet Herz, Hirn und dem Rest des Körpers. Und er macht süchtig. Die meisten Menschen wissen das. Nun müssen sie nur die Finger davon lassen.
Je mehr der Staat organisiert, umso besser für die Armen: So heißt es oft. Doch Bildung und Gesundheit zeigen: Staatliche Angebote sind oft dort, wo es den Leuten sowieso gut geht.
Die Chefin des Verbands der Betriebskrankenkassen kritisiert aus dem Ruder laufende Ausgaben beim Pflegebudget und erwartet weitere Beitragserhöhungen und insolvente Pflegekassen. Im Interview erklärt Anne-Kathrin Klemm zudem, wie die Klinikreform Frühchen retten kann.
Deutschland diskutiert über die Praxisgebühr. Dabei gibt es im Gesundheitssystem viel wichtigere Fragen.
Reihenweise geht den kirchlichen Krankenhäusern im Land das Geld aus. Dahinter steckt ein ruinöser Fehler im System.
Vor einem Jahr wurde der Chef der Krankenversicherung United Health erschossen. Nun läuft der Prozess – und Tausende unterstützen den mutmaßlichen Täter. Woran krankt Amerikas Gesundheitssystem?
Die Deutschen halten ihr Gesundheitssystem für leistungsfähig und stabil. Das ist ein Irrtum. In Wirklichkeit ist es erstarrt, teuer und ineffizient.
Auch die Gesundheitsversorgung in den Niederlanden ist nicht ohne Probleme und keineswegs preiswert. Es gibt aber deutliche Hinweise darauf, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis günstiger ist als in Deutschland.
Was tun, wenn das Kind am Wochenende hohes Fieber bekommt? Ein neues Angebot der Kassenärztlichen Vereinigung in Hessen ermöglicht Arzttermine vom Kinderzimmer aus.
Das Geld in der Pflegeversicherung wird falsch ausgegeben. Es ist nicht Aufgabe der Solidargemeinschaft, Gärtner zu bezahlen.
Experten warnen auf einer Tagung der Ärztekammern in Diez: Im Kriegsfall könnte das deutsche Gesundheitswesen schnell an seine Grenzen stoßen.
Mehr Steuern, weniger Ausgaben: Die Gesundheitsminsitern will verhindern, dass die Kassenbeiträge weiter wachsen. Viel Zeit hat sie nicht mehr.
Die Bundesregierung will den Hausarzt zum verbindlichen Lotsen im Gesundheitssystem machen. Das ist zu begrüßen, auch wenn die finanziellen Erwartungen wohl zu hoch sind.
Um das Gesundheitssystem für die Zukunft zu rüsten, ist die Universitätsmedizin unverzichtbar. Im Fokus stehen die Forschung und Lehre, die mit der Patientenversorgung verknüpft werden. Es gilt, ihren Stand zu sichern: durch gezielte Investitionen, moderne Technologien und eine engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
Das Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen. Welche das sind, wie sie gelöst werden können und wie Künstliche Intelligenz und Prävention dazu beitragen können, erläutert Josef Hecken im Interview mit Anna Seidinger.
Die Deutschen gehen doppelt so oft zum Arzt wie Finnen oder Franzosen. Das kostet viel, es sorgt für lange Wartezeiten, und es ist offenkundig nicht mal gesund. Die Hausärzte könnten helfen, den Missstand zu heilen.
Franz Knieps hat 40 Jahre lang die deutsche Gesundheitspolitik als Krankenkassenfunktionär mitgestaltet. Ein Gespräch über den Schwachsinn im System, die Macht der Kassenärzte und den Trost der Bücher.
Die Ärzte hoffen auf höhere Steuerzuschüsse zur Kassenfinanzierung. Je schneller die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken diesem Ansinnen den Boden entzieht, desto besser.
Das sagt ein erfahrener Zahnarzt, der regelmäßig die Arbeit von Kollegen begutachtet. Ein häufiges Problem: Zu viele Zähne würden als nicht mehr erhaltungsfähig deklariert, obwohl sie das noch wären.
Wo viel verdient wird, gibt es Ärzte im Überfluss – woanders fehlen sie. Das ist einer von vielen Mängeln, die unser Autor beobachtet. Als früherer Chefarzt fordert er: Statt nach der Politik zu rufen, sollten Ärzte auch selbst Verantwortung übernehmen.
Jens Baas ist Chef der Techniker Krankenkasse, der größten Krankenkasse Deutschlands. Hier spricht er über steigende Beiträge, das Recht auf unvernünftiges Verhalten und warum er selbst privat versichert ist.
Krisen, Klimawandel und Stress setzen Ärzten zu. In den nächsten Jahren droht zudem ein Personalmangel. Internisten diskutieren auf ihrem Jahreskongress, was zu tun ist.
Viele Operationen sind unnötig, sagt der Ärztliche Direktor der Atos-Klinik. Fehlanreize im Gesundheitssystem fördern diese Praxis.
Union und SPD planen bis 2028 zusätzliche Ausgaben von 74 Milliarden Euro für Pflege und Gesundheit. Die vorgeschlagenen Einsparungen entlasten vor allem die GKV.
Damit in den Praxen Termine frei werden, schlägt der Ersatzkassenverband VDEK ein begrenztes Medizinerteam vor. Das bestehende Hausarztmodell habe sich nicht ausgezahlt.
Das Gesundheitssystem könnte profitieren, wenn das billionenschwere Schuldenpaket kommt. Die Kassen freuen sich. Stabilitätswächter warnen jedoch vor steigenden Bundeszuschüssen.
Die Krankenversicherung wird für Bürger immer teurer und trotzdem: Das viele Geld reicht vorn und hinten nicht, um die Kosten im Gesundheitssystem zu decken. Die Defizite wachsen. Das liegt auch an höheren Pflegelöhnen.
Das Gesundheitswesen soll im digitalen Zeitalter ankommen. In Bedburg hat das schon angefangen – eigentlich. Denn noch funktioniert nicht alles.
Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern: Ohne Zuwanderung kollabiert das Gesundheitswesen. Um das zu erkennen, braucht es die Syrien-Debatte nicht.
In den sozialen Medien hagelt es Häme und Schadenfreude über den Mord an Brian Thompson, dem getöteten Chef der größten Krankenversicherung Amerikas. Das ist nicht nur unmoralisch, sondern auch dumm. Alle profitieren von diesem System.
Eine eigene Hausarztpraxis steht bei Medizinern nicht hoch im Kurs. Schon gar nicht auf dem Land. Katharina Kirsche konnte sich nichts besseres vorstellen.
Ein grundlegender, dem Menschen dienender Umbau des Gesundheitssystems braucht eine parteiübergreifende Einigkeit in Bund und Ländern.
Auch beim britischen Gesundheitssystem macht die Labour-Regierung klar: Die Tories haben Chaos hinterlassen. Mit Schuldzuweisungen ist es allerdings nicht getan.
Im deutschen Gesundheitssystem knirscht es. Augenfällig wird das gerade im Limburg, wo die kinderärztliche Versorgung kollabiert. Nötig ist ein leichterer Zugang zum Arztberuf.