Durst sticht Menschlichkeit
An schlechten Tagen stehen im Flur der WG zehn Bierkästen. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste.
An schlechten Tagen stehen im Flur der WG zehn Bierkästen. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste.
Läden ohne Personal, rund um die Uhr geöffnet. Davon gibt es jetzt immer mehr. In der Theorie klingt das Konzept gut, in der Praxis aber ist es verbesserungswürdig.
Wegen der hohen Gaspreise haben die Düngemittelhersteller ihre Produktion gedrosselt. Das hat ungeahnte Folgen für Brauereien, Mineralquellen, Gemüsebauern, Händler und Schlachthöfe. Ihnen allen fehlt kurzfristig CO2.
Wegen „massiver Kostensteigerungen“ erhöht die Brauereigruppe Radeberger die Preise. Der Branchenprimus könnte damit eine weitere Teuerungswelle bei Bier auslösen.
Demnächst heißt es in München wieder: O’zapft is! Hotels und Wiesn-Wirte freuen sich über eine hohe Nachfrage. Sorgen wegen Corona? Gibt es nicht.
Die britische Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie schlägt wegen des Mangels an Kohlensäure Alarm. Das Gas wird für sprudelndes Bier benötigt.
Es ist kein gutes Jahr für die deutschen Hopfenbauern: 21 Prozent weniger Ernte und 25 Prozent höhere Kosten. Laut Verband müsse aber „niemand Angst haben, dass sein Bier nicht gebraut werden kann“.
Die steigenden Rohstoffpreise und die Gasversorgungskrise umtreiben die vielerorts mittelständischen und familiengeführten Braureibetriebe.
Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause gibt es wieder ein Oktoberfest. Wiesn-Wirt Thomas Roiderer will es durchziehen wie eh und je – trotz Corona und deutlich höherer Kosten. Über ihre Gewinne schweigen sie.
Schneider Weisse wird 150 Jahre alt. Ein Grund zum Feiern – trotz immer neuer Krisen, wie der Chef in sechster Generation meint.
Nach dem Ende der Corona-Auflagen sind die Deutschen durstig. Veltins hat im ersten Halbjahr so viel Bier gebraut wie noch nie. Jetzt rüstet sich die Brauerei für einen Gas-Lieferstopp – mit 500.000 Litern Heizöl.
Die Bitburger Brauerei kooperiert mit einem Hamburger Start-up. Es geht um die Herstellung von Fleischersatz aus Resten der Bierproduktion. Der Versuch ist lobenswert.
Noch ist der Ansturm auf Bier so groß wie lange nicht. Doch wenn im Winter die Gasversorgung knapp wird, könnte auch kein Bier mehr gebraut werden. Die Brauereien versuchen das Problem mit Öl zu umgehen.
Pizza und Backpulver bleiben Kerngeschäft, aber Dynamik bringt das Start-up Flaschenpost.
Seit 1991 braut Oettinger Bier in Thüringen. Ende des Jahres soll damit nun Schluss sein, wegen der Entwicklung auf dem Biermarkt. Ministerpräsident Ramelow vermutet jedoch andere Gründe – und teilt auf Twitter aus.
Campari-Chef Kunze-Concewitz glaubt, dass Bier immer öfter Aperol Spritz weicht. Auch für andere Cocktails spürt er Durst bei den Verbrauchern. Das italienische Unternehmen übernimmt taktisch klug kleine Marken.
Der Schweizer Einzelhandelsriese Migros verkauft weder Wein noch Bier, geschweige denn Spirituosen. Doch nun könnte die Enthaltsamkeit ein Ende finden.
Die immer höheren Energiekosten lasten auf Brauereien. Eigentlich müsste der Kasten bis zu 4 Euro teurer sein.
Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart: Viele Städte haben beim Bau tausender Wohnungen in prominenten Lagen auf die Adler-Gruppe gesetzt. Nun wankt der Konzern und in den Städten wachsen Wut und Verzweiflung.
Der Abwärtstrend beim Bierkonsum kennt viele Gründe: veränderte Konsumgewohnheiten, Corona, die Inflation. Kann die UNESCO Tschechiens Bierbrauer retten?
Der größte Bierkonzern der Welt ist wegen seines Russlandgeschäfts zuletzt unter Rechtfertigungsdruck geraten. Jetzt hat der Biergigant den Verkauf seines Gemeinschaftsunternehmen an den türkischen Partner angekündigt und schreibt mehr als eine Milliarde Dollar ab.
Zwar beginnt bald die Biergartensaison, doch zahlreiche Probleme stehen vor der Tür: Das fängt bei steigenden Preisen an und hört bei Russland noch lang nicht auf.
Nora Blum hat eine App gegen Depressionen und Angststörungen entwickelt, um Betroffenen die Wartezeit auf eine Psychotherapie zu verkürzen. Der Anfang war zäh. Dann half Jens Spahn.
Söder wirbt für Fracking und in der Nordsee soll eine neue Quelle angezapft werden.
Folgen des westlichen Sanktionen: Russlands Brauern geht der Hopfen aus. Die Bierproduktion könnte bald stocken.
Die Gründer Lauri Hahn und Jona Christians haben das Elektroauto Sion entwickelt. Auf der Straße fährt es noch nicht. Dafüpr gibt es schon einen Kinofilm.
Schon Mitte März hatten Großkonzerne aus der Brauereibranche ihren Rückzug aus Russland angekündigt. Der Marktführer setzt das nun um, obwohl ihm dadurch hohe Kosten entstehen.
Weil er die Massentierhaltung nicht mehr ertragen konnte, gründete Friedrich Büse Endori. Wie sich das Start-up aus Bamberg zu einem wichtigen Unternehmen für Fleischersatz entwickelte.
Unternehmer Ernst Prost hat nie ein Blatt vor den Mund genommen. Im Abschiedsinterview erzählt er, was er von geschleckten Managern, gewissenlosen Konzernen und grüngewaschenen Firmen hält. Vom Abschied, der sich wie eine Beerdigung anfühlt.
Deutschlands größter Fassbierverkäufer rechnet mit einem Nachholbedarf der Gastronomie. Der Preisdruck im Handel dürfte weiter wachsen.
Sie sind eigentlich Dekorateure für Festivals und Hochzeiten oder haben für eine Medienfirma gearbeitet – jetzt basteln die jungen Menschen Tarnnetze, bauen Molotowcocktails und sammeln Lebensmittel und Medikamente.
Insgesamt schrumpft der Biermarkt in Deutschland – doch das Helle aus Bayern kann zulegen. Die Brauereien des Freistaats trägt das durch die Corona-Krise.
Schon seit Jahren sinkt der Bierkonsum. Wegen der Pandemie haben die deutschen Brauer im vergangenen Jahr nochmals zwei Millionen Hektoliter weniger gebraut. Veltins gelang dennoch überraschend ein Rekordabsatz.
Das klassische Hemd hat es in Corona-Zeiten schwerer als je zuvor. Aber es gibt neue Ideen.
Der Bierkonsum geht seit Jahren zurück, erst recht während der Pandemie. Doch zumindest für Hopfenbauer gibt es eine gute Nachricht.
Kein anderes Land stellt so viele Brauereien im Top-40-Ranking wie Deutschland. Doch unter den ganz großen Herstellern finden sich keine heimischen Anbieter. Der Grund: Die Deutschen lieben ihre regionalen Biere.