„Dieses Geschoss ist fürchterlich“
Seit dem Unfall von Ayrton Senna im Mai 1994 in Imola ist kein Fahrer mehr gestorben in der Formel 1. Am Rande der Rennstrecken aber häufen sich schwere Unglücke: Kommt eine Helmpflicht in der Boxengasse?
Seit dem Unfall von Ayrton Senna im Mai 1994 in Imola ist kein Fahrer mehr gestorben in der Formel 1. Am Rande der Rennstrecken aber häufen sich schwere Unglücke: Kommt eine Helmpflicht in der Boxengasse?
Sebastian Vettel gewinnt zum ersten Mal einen deutschen Grand Prix - mit einer Sekunde Vorsprung. Mercedes ist hingegen der große Verlierer auf dem Nürburgring. Ein Kameramann wird derweil von einem Reifen verletzt.
Unter dem glänzenden Lack der Formel 1 verbirgt sich ein fragiles Chassis: Sinkende Einnahmen und fallende Einschaltquoten bedrohen inzwischen schon die Existenz von Mittelklasseteams. Das Regime des greisen Ecclestone blockiert den Ausweg.
Sebastian Vettel ist der Chefpilot der Formel 1. Im Interview spricht er vor dem Großen Preis von Deutschland über die leidige Reifendebatte, Schauspieler in der Formel 1, seine Führungsrolle und die Entscheidung, Red Bull nicht zu verlassen.
Die Formel-1-Piloten drohen nach den Reifenschäden mit Streik. Der Motorsportverband Fia verlangt von Pirelli eine Sicherheitsgarantie. Der Hersteller schickt für das Rennen am Nürburgring andere Reifen.
Nach dem Sieg von Nico Rosberg dreht sich alles um die Sicherheit: Vier aufgeschlitzte Reifen und ein Getriebeschaden von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel verwandeln den Großen Preis von England in ein verrücktes Rennen.
Wer fährt nach Webbers Abschied an Vettels Seite? Red Bull steht vor einer Grundsatzentscheidung: Entweder gibt der Formel-1-Rennstall dem eigenen Nachwuchs eine Chance, oder er verpflichtet einen Routinier.
Die Formel 1 steuert auf einen neuen Machtkampf zu - Mercedes gegen Red Bull: „Dauerhaft ist es nicht akzeptabel, wenn ein Brausehersteller uns vor der Nase herum fährt.“
Lewis Hamilton startet bei seinem Formel-1-Heimrennen in Silverstone von ganz vorn. Der hinter Nico Rosberg drittplatzierte Sebastian Vettel nimmt es gelassen.
Längst sind die rasenden Hauptdarsteller der Formel 1 zu ferngesteuerten Helden geworden. Mark Webber aber fährt seinen eigenen Kurs. Was macht nun Sebastian Vettel?
Sebastian Vettels Teamkollege Mark Webber steigt nach dieser Saison bei Red Bull aus. Der Australier wechselt von der Formel 1 ins Sportwagenprogramm von Porsche.
Bleibt Vettel sich treu, kann am Ende des Jahres nichts anderes folgen als der vierte Titel in Serie. Doch er will mehr, mindestens einen mehr als Schumacher. Deshalb ist seine Entscheidung für Red Bull ein Spiel mit dem Risiko.
Sebastian Vettel verlängert seinen Vertrag beim Red-Bull-Formel-1-Team vorzeitig um ein Jahr bis Ende 2015. Vettel fährt seit 2009 für das Team und wurde zuletzt dreimal in Serie Weltmeister.
Sebastian Vettels Sieg in Montréal ist der nächste Beleg für die Reife des Weltmeisters: Fernando Alonso läuft Gefahr, den Titel des komplettesten Fahrers 2013 zu verlieren.
Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel gewinnt den Großen Preis von Kanada. Nach einem Ausflug in die Botanik siegt er vor seinem schärfsten Rivalen Fernando Alonso und Lewis Hamilton.
Dieses Problem bringt die Formel 1 an den Rand einer Krise. Beim Reifenstreit zeigt sich das miserable Krisenmanagement. Pirelli, Mercedes und Fia-Chef Todt stehen im Kreuzfeuer der Kritik.
Die Formel 1 nicht mehr zeitgemäß? Völliger Quatsch. Nirgendwo wird der Trend zur Entschleunigung gerade konsequenter vorgelebt als im Grand-Prix-Zirkus. So richtig zufrieden wirkt deshalb aber niemand, vor allem Red Bull nicht.
Geheimhaltungen sorgen nur für Ärger: Mit etwas mehr Offenheit wäre Mercedes dem Ärger mit den Konkurrenten wegen Reifentests erspart geblieben. Andere Beschlüsse fallen unter den Tisch.
Mercedes und müssen nach einem Reifentest weiterhin eine Strafe fürchten. Getestet wurden auch die Reifen fürs nächste Rennen in Kanada. Und nicht alle Formel-1-Teams waren eingeladen.
Nico Rosberg siegt dort, wo er großgeworden ist: in Monaco. Der Mercedes-Pilot lässt sich auch von Unfällen und Unterbrechungen nicht aus der Ruhe bringen und kommt vor Sebastian Vettel ins Ziel. Ärger gibt es aber trotzdem.
Beim Rennen des Jahres in Monte Carlo startet Nico Rosberg von der Pole-Position. Er beherrscht seine Heimstrecke. Die Aussichten für das Rennen am Sonntag (14.00 Uhr) sind gut, falls Rosberg beim Start vor Hamilton und Vettel bleibt.
Nach der wiederholten massiven Kritik an den Reifen von Pirelli kündigt Chefvermarkter Ecclestone Änderungen an: „Wir werden zum Reifentyp der vergangenen Saison zurückkehren.“
Der Spanier Fernando Alonso siegt beim Großen Preis von Barcelona. Sebastian Vettel wird Vierter und verteidigt die Führung in der Gesamtwertung. Kimi Raikönnen liegt als Zweiter nur vier Punkte hinter dem Heppenheimer.
Formel-1-Teams behaupten, Manager Ecclestone verstoße bei Vertragsgestaltungen wieder gegen EU-Recht. Das scheint zu stimmen. Aber niemand wagt eine Klage.
Sebastian Vettel gewinnt überlegen den Großen Preis von Bahrein und steigert seinen Vorsprung in der Fahrerwertung. Wie 2012 kommt er vor Räikkönen und Grosjean ins Ziel. Mercedes indes geht die Luft aus.
Mark Webber kämpft bei Red Bull um seine letzte Chance in der Weltmeisterschaft. Im Team wird er mehr und mehr zum Einzelgänger. Sein neuer Helfer ist der ärgste Rivale seines Teamkollegen: Ferrari-Star Fernando Alonso.
Drittes Rennen, dritter Sieger: Fernando Alonso gewinnt das Festival der Führungswechsel in Schanghai und ist wieder mittendrin im Titelkampf. Der Plan von Sebastian Vettel geht derweil auf. Der Weltmeister wird am Ende Vierter.
Taktik-Spielchen der klugen Köpfe: Beim Qualifying zum Rennen in China kann Red Bull nicht mit dem Tempo von Mercedes mithalten. Vettel wählt eine andere Taktik als Hamilton, der als Erster startet. Webber wird strafversetzt.
Das Boxenstopp-Tempo wird auch beim Formel-1-Rennen am Sonntag in China wichtig sein. Wer die optimale Position um zehn Zentimeter verpasst, verliert 0,2 Sekunden. Die Schlüsselfiguren beim Reifenwechsel sind die Männer am Schlagschrauber.
Konzernchef Zetsche darf zufrieden sein. Das Duo Niki Lauda/Toto Wolff haben den Konzern auf der Rennstrecke nach vorn gebracht. Schon strahlt der Stern ein bisschen heller.
Bei Red Bull wird es keine Stallorder mehr geben. Das Ende der Lizenz zur Fernsteuerung von der Boxenmauer ist ein bemerkenswerter Schritt - und eine gute Nachricht für die Formel 1.
Vettel, Alonso, Hamilton prägen das Bild der Formel 1. Doch sie sind abhängig von den Experten in ihren Teams. Die Suche nach den besten Motorsport-Ingenieuren der Welt lassen sich die Rennställe Millionen kosten.
Vettel wird in die Ecke gestellt, weil er tat, was einen Champion ausmacht: Gewinnen. Doch hat er sich in Sepang wirklich wie ein Rowdy benommen? Vieles spricht dafür, dass der düpierte Teamkollege Webber überraschter tat, als er war.
Vettel gewinnt das Rennen in Malaysia und ist dennoch zerknirscht, weil er die Absprache im Team ignoriert. Die Diskussion über die Bedeutung des Individuums in der Maschinerie kehrt zurück. Alonso indes nimmt sich selbst aus dem Rennen.
Lotus hat weniger Geld als die Spitzenteams in der Formel 1, dafür aber mehr Witz und das effektivste Rennauto. Auch in Malaysia sieht sich der Außenseiter um Kimi Räikkönen, der den Saisonauftakt gewann, weit vorne.
Als die Qualifikation in Malaysia chaotisch wird, trifft Sebastian Vettel die richtige Entscheidung und distanziert die Ferrari deutlich. Am Sonntag im Rennen erwartet die Piloten durch die unberechenbaren Pirelli-Reifen Schach auf Rädern.