Diese EM war kein „Sommermärchen“
Die Europameisterschaft war ein Abziehbild der Gegenwart, in der wir alle leben. Mit fröhlichen Momenten, aber auch nationalistischen Tendenzen. Was bleibt von diesem Fußball-Sommer in Europa?
Der Jubel mit dem Wolfsgruß des türkischen Nationalspielers Merih Demiral sorgt während der Fußball-EM für Aufregung und eine Sperre. In der Türkei widmet ihm nun ein Bürgermeister eine Statue.
Die Europameisterschaft war ein Abziehbild der Gegenwart, in der wir alle leben. Mit fröhlichen Momenten, aber auch nationalistischen Tendenzen. Was bleibt von diesem Fußball-Sommer in Europa?
Der türkische Präsident beherrschte lange das Spiel mit dem Nationalismus. Er hat ihn nach Kräften geschürt. Doch nun kehrt er sich gegen ihn.
Im EM-Viertelfinale recken Tausende türkische Fans die Hand zum Wolfsgruß. Der türkische Präsident belässt es bei freundlichem Winken.
Im EM-Viertelfinale recken Tausende türkische Fans die Hand zum Wolfsgruß. Der türkische Präsident belässt es bei freundlichem Winken.
Die Türkei lässt Oranje in aufgeheizter Atmosphäre leiden, doch dank Weghorsts Wucht findet das Team von Trainer Koeman den Weg ins EM-Halbfinale. Die Aufholjagd seines Teams ist ein Beweis.
Der türkische Staatspräsident spricht über die Sanktionen der UEFA für Nationalspieler Merih Demiral nach dessen Wolfsgruß-Geste bei der Fußball-EM in Deutschland. Recep Tayyip Erdoğan wählt deutliche Worte.
Die Türkei hat das Halbfinale der Fußball-EM verpasst. Vor den Augen von Staatspräsident Erdoğan verspielen die Türken gegen die Niederlande ihre Führung auch wegen eines Eigentores. Oranje träumt vom Titel.
Vor dem EM-Viertelfinale der Türkei wird in Deutschland über ein Handzeichen diskutiert. Der Türkeiforscher Mahir Tokatlı fürchtet, dass viele Fans die Geste nutzen werden – und spricht sich für ein Verbot aus.
Der angekündigte Berlin-Besuch des Präsidenten beim EM-Viertelfinale zeigt, welche Bedeutung der Fußball in der Türkei hat: Er ist ständig Resonanzraum für den türkischen Nationalismus und Erdoğans Politik.
Diese EM sollte Brücken bauen. Daran konnte man schon durch die vielen politischen Signale zweifeln, die das Turnier begleitet haben. Seit Merih Demirals Geste ist nun endgültig alles anders.
Die „Wolfsgruß“-Debatte hat die Stimmung vor dem Spiel am Samstag emotionalisiert. Der Besuch des türkischen Präsidenten könnte sie weiter anheizen. Die Sicherheitsbehörden sind besorgt.
Das Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft zwischen der Türkei und den Niederlanden wird rücksichtslos instrumentalisiert. Eine fatale Entwicklung, die auch in Deutschland nicht auszuschließen ist.
Schwerwiegende Folgen für Merih Demiral: Nach dem Zeigen des Wolfsgrußes bei einem EM-Spiel wird der Nationalspieler der Türkei gesperrt. Laut UEFA hat der 26-Jährige „den Fußballsport in Verruf gebracht“.
Der türkische Nationalspieler Merih Demiral sorgt mit einer Jubelgeste bei der Europameisterschaft für heftige Diskussionen und Reaktionen. Nun äußern sich Fußball-Ultras vor dem anstehenden Viertelfinale in Berlin.
Der Streit um Demirals Wolfsgruß geht weiter. Jetzt mischt sich der türkische Präsident persönlich ein.
Torjubel mit Folgen: Merih Demiral, türkischer Verteidiger, zeigt bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland die umstrittene Wolfsgruß-Geste. Dies führt zu Spannungen zwischen Berlin und Ankara.
Nachdem die Türkei den deutschen Botschafter wegen angeblicher „Fremdenfeindlichkeit“ einbestellt hat, reagiert das Auswärtige Amt. Der „Wolfsgruß“ ist bisher in Deutschland nicht verboten.
Der türkische Torjubel mit dem Handzeichen der Grauen Wölfe könnte politische Konsequenzen haben. Die Linke will die rechtsextremistische Organisation verbieten. Ähnliche Forderungen kommen auch von den Grünen.
Gegen die widerlichen Parolen österreichischer Fans kann die UEFA wenig ausrichten. Den Wolfsgruß des türkischen Nationalspielers Merih Demiral aber muss sie sanktionieren: mit der Roten Karte.
Wegen der Aufregung in Deutschland über Demirals Wolfsgruß hat die Türkei den deutschen Botschafter einbestellt. Die Bundesregierung will „den Vorfall“ am Donnerstag mit dem türkischen Botschafter „thematisieren“.
Merih Demiral köpft die Türkei ins Viertelfinale und erweist beim Jubeln Rechtsextremisten Reverenz. Damit habe er seinen Nationalstolz zeigen wollen, sagt der Innenverteidiger. Nun ermittelt die UEFA.
Der zweifache Torschütze beim EM-Sieg der Türkei hat mit dem rechtstextremistischen „Wolfsgruß“ gejubelt. Doch warum ist diese Geste in Deutschland überhaupt erlaubt? Andere Länder sind da weiter.
Der türkische Nationalspieler Merih Demiral zeigt im EM-Achtelfinale ein Handzeichen der rechtsextremen Grauen Wölfe. Er begründet die Geste mit seinem Stolz, Türke zu sein.
Das Spielglück der Österreicher aus der Gruppenphase scheint im EM-Achtelfinale aufgebraucht. Die Türken sind nicht dominant, treffen aber zweimal nach einer Ecke – und können ihr Glück kaum fassen.
Neben dem Weltmeister aus Frankreich sichert sich auch Belgien die Qualifikation für die WM 2022. Die Niederlande müssen dagegen weiter zittern. Sie verspielen in Montenegro eine 2:0-Führung.
Vor fünf Jahren stand Wales bei der EM völlig überraschend im Halbfinale. Gegen die Türkei deuten die Briten an, dass dies kein Zufall war. Dabei verschießt ihr Star sogar noch einen Elfmeter.
An Söyüncü, Kabak und Demiral kann man sehen: Türkische Talente profitieren vom Schritt ins Ausland – und nicht nur sie. Die türkische Nationalmannschaft hat eine defensive Stabilität wie nie zuvor.