Vatikan pfeift deutsche Bischöfe zurück
Der Vatikan hat seine Kritik am Reformprojekt „Synodaler Weg“ verschärft. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zeigt sich unbeeindruckt.
Der Vatikan hat seine Kritik am Reformprojekt „Synodaler Weg“ verschärft. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zeigt sich unbeeindruckt.
Im neuen Jahr stehen Oberbürgermeister- und Landtagswahlen an. Der verstorbene Papst Benedikt XVI. wurde geehrt. Und außerdem lag die Silvesternacht in Hessen noch im Rahmen des „normalen Wahnsinns“. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Die Bischöfe in Limburg, Mainz und Fulda, der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie der hessische Ministerpräsident haben den gestorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. gewürdigt.
Nach seinem Tod am Silvestermorgen laufen im Vatikan die Vorbereitungen für die Beerdigung Benedikts XVI. Er soll am Donnerstag beigesetzt werden.
Die Welt trauert um Benedikt XVI. Am Silvesterabend dankt Papst Franziskus im Petersdom für das Zeugnis seines verstorbenen Vorgängers. In andere Würdigungen mischen sich auch kritische Töne.
Als Theologen von Weltgeltung und erfahrenen Hirten würdigen die Bistümer Limburg, Fulda und Mainz den verstorbenen Papst. Auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau kondoliert.
Die Radeberger-Gruppe, Teil des Oetker-Konzerns, schließt die Produktion am Standort Frankfurt.
Der Limburger Bischof Georg Bätzing fordert zu Weihnachten Friedensinitiativen für die Ukraine. Sein Mainzer Amtskollege Peter Kohlgraf warnt davor, sich an Gewalt zu gewöhnen.
Das Leid der Menschen in der Ukraine und die damit zusammenhängenden Sorgen der Menschen hierzulande haben die Weihnachtspredigten in Hessen geprägt. Zu hören waren Worte des Mutmachens und auch so mancher Blick nach vorne.
Am Ersten Weihnachtsfeiertag haben Vertreterinnen und Vertreter der großen Kirche in Deutschland über die Weihnachtshoffnung gepredigt. Sie mahnten aber auch, Krieg und Krisen nicht zu vergessen.
Taugt Religion als sozialer Kitt der Gesellschaft? Im Religionsmonitor 2023 der Bertelsmann Stiftung gibt es dafür kaum Anhaltspunkte. Sofern sich Kirchenvertreter als gesellschaftliche Zusammenhalter empfehlen, kann ihnen diese Reklame auch auf die Füße fallen.
Nach 20 Jahren richtet das Bistum Limburg die Aktion Dreikönigssingen wieder aus. Sie wird am 30. Dezember auf dem Frankfurter Römerberg eröffnet. Zum Jahresanfang werden in ganz Deutschland 300.000 Sternsinger unterwegs sein.
Georg Bätzing versuchte, das Positive an der Rom-Reise der deutschen Bischöfe herauszustellen. Doch eine nun veröffentlichte Rede zeigt, wie tief der Graben zwischen dem Vatikan und den Verfechtern des „Synodalen Wegs“ ist.
Die Frau muss schweigen, der Beschuldigte wird Jahre später gerügt: Die Unabhängige Kommission hat den Umgang mit einem Fall sexueller Belästigung untersucht.
Zwischen dem Vatikan und den deutschen Katholiken gibt es in wesentlichen theologischen und kirchenrechtlichen Fragen einen Dissens. Wie geht es weiter auf dem Synodalen Weg?
Bei ihrem Ad-limina-Besuch im Vatikan prallen die deutschen Bischöfe mit ihren Reformanliegen ab. Auch in der Causa Kardinal Woelki stößt der Vorsitzende der Bischofskonferenz beim Papst auf taube Ohren.
Nur eine Minderheit der Gläubigen beteiligt sich am „synodalen Prozess“ der Weltkirche. Und am Ende des „gemeinsamen Wegs“ entscheidet der Papst allein.
Das Verhältnis der deutschen Katholiken zum Vatikan hat einen Tiefpunkt erreicht. Daran sind auch die deutschen Bischöfe schuld. Aber nach Canossa müssen sie nicht gehen.
Reformen anstupsen, ohne es hernach gewesen sein zu wollen: Setzt der Papst mit seiner unentschiedenen Symbolpolitik die Lehrform des römisch-katholischen Kirchentyps aufs Spiel?
Noch im April war der 73 Jahre alte Geistliche zu einer Audienz im Vatikan gewesen. Nun tritt er zurück, um Jüngeren Platz zu machen und Reformen des Synodalen Wegs zu ermöglichen.
Nicht deckungsgleich: Wie lässt sich das deutsche Reformprojekt der Kirche retten, wenn die Bischöfe demnächst den Papst besuchen?
Ein Kurienkardinal wird nach dem Synodalen Weg gefragt und zieht einen NS-Vergleich. Deutsche Bischöfe sind empört und fordern eine Entschuldigung.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, wirft Kurienkardinal Koch eine „völlig inakzeptable Entgleisung“ vor. Der hatte im Streit über Reformen eine Parallele zum Nationalsozialismus gezogen.
Hier steht kein Luther und kann nicht anders: Beim Synodalen Weg geht es um die Signalwirkung. Die Reformen selbst können bis zum Sankt Nimmerleinstag dauern. Bis dahin brummt der nationalkirchliche Apparat.
Auf der Vollversammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt kommt es zum Eklat. Erst ein Kompromiss bei einem anderen Thema sorgt für etwas Ruhe.
Bei der Vollversammlung des katholischen Reformprojekts „Synodaler Weg“ ist es am Donnerstag zum Eklat gekommen. Die Bischöfe lehnten ein Grundsatzpapier ab, das Änderungen der kirchlichen Sexualmoral fordert.
Katholische Laien und Kleriker beraten in Frankfurt über Sexualmoral und Frauenweihe. Bischof Georg Bätzing sieht darin keinen deutschen Sonderweg.
Der Vatikan wirft den deutschen Katholiken einen Sonderweg vor. Doch Bischofskonferenzen aus anderen Ländern berichten über die gleichen Probleme.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, will mit dem Synodalen Weg dem „eklatanten Gesichtsverlust“ der Kirche „etwas Positives“ entgegensetzen. Kritik aus Rom am Reformprojekt weist er zurück.
Die christlichen Kirchen stecken in der Krise. Die Zahl der Kirchenaustritte steigt stark an und immer mehr Menschen kehren den Kirchen den Rücken. Die Motive dafür sind vielschichtig – und doch meist nicht kompliziert.
Der Zwischenbericht zu sexuellem Missbrauch im Bistum Trier war mit Spannung erwartet worden, auch weil Bischof Ackermann als Missbrauchsbeauftragter der Bischofskonferenz eine Vorbildfunktion hat – zumindest in der Theorie.
Die jüngste Erklärung aus dem Vatikan zum Reformprojekt Synodaler Weg hat den Streit zwischen dem Vatikan und der katholischen Kirche in Deutschland neu befeuert.
Kein Sonderweg für deutsche Katholiken: Laien und Bischöfe zeigen sich erstaunt über die Rüge, die der Vatikan erteilt hat – aus ihrer Sicht beweist der Brief des Papstes „keinen guten Stil“.
Die katholischen Bischöfe mussten auf das Schlimmste gefasst sein. Die am Montag veröffentlichten Zahlen zu den Kirchenaustritten übertreffen aber noch einmal alle Erwartungen
Die Zahl der Kirchenaustritte hat unter Katholiken ein neues Rekordniveau erreicht. Bischof Bätzing spricht von einer „tiefgreifenden Krise“.
Noch nie haben so viele Katholiken ihrer Kirche den Rücken gekehrt wie im vergangenen Jahr. 360.000 Katholiken erklärten ihren Austritt. Ihre Entscheidung hat oft mehrere Gründe.