Schlag auf Schlag ins neue Jahr
Wenn zu Silvester um Mitternacht die Pummerin, eine der größten schwingenden Glocken der Welt, vom Nordturm des Stephansdoms erklingt, weiß ganz Wien: Das alte Jahr ist nun Geschichte.
Zwischen Gerichtssaal und Luxuslounge: In einem Wiener Gebäude, in dem einst über Schicksale verhandelt wurde, wird heute elegant genächtigt. Zu Besuch im Mandarin Oriental.Von Simon Strauss
Wenn zu Silvester um Mitternacht die Pummerin, eine der größten schwingenden Glocken der Welt, vom Nordturm des Stephansdoms erklingt, weiß ganz Wien: Das alte Jahr ist nun Geschichte.
„Gschloda“ nennt man den schlechten Kaffee in Wiener Kaffeehäusern und nimmt ihn als Preis für die Tradition in Kauf. Doch nun gibt es dort Qualitätsbohnen und Siebträgermaschinen. Was ist passiert?
Einst galt der Semmering als Idealtypus der Sommerfrische, dann fiel er der Melancholie anheim. Jetzt will man an die Glanzzeiten der Belle Époque anknüpfen.
Im Südosten Deutschlands pflegen Bayern und Österreicher eine gute Nachbarschaft. Unterschiede gibt es – und sie liegen nicht nur in der gemeinsamen Sprache.
Vor 150 Jahren wurde Bedřich Smetanas sinfonisches Gedicht an Tschechiens großen Fluss uraufgeführt. Eine Reise in 675 Takten von der Quelle bis zur Mündung.
Das Foto Festival, das La Gacilly in der Bretagne und Baden bei Wien nunmehr zum achten Mal gemeinsam ausrichten, rückt in diesem Sommer Australien in den Mittelpunkt – und verzichtet darauf, die Wildnis des Outback zu romantisieren. Wenigstens fast.
Grenzenloser Ärger: Fluggesellschaften, Autovermieter und Reiseveranstalter mauern oft bei Beschwerden -- doch das Europäische Verbraucherzentrum kann helfen.
Krieg? Könnte man beinahe vergessen. Lemberg im Westen der Ukraine trotzt Wladimir Putin mit Theatern und Kaffeehäusern.
Eine Sonder-Ausstellung im Gartenpalais Liechtenstein in Wien erzählt die Geschichte des Porzellans in Europa.
Porsche, Daimler, Bosch: Damit verbinden die meisten Menschen Stuttgart – nicht aber mit Aldinger, Schnaitmann oder Wöhrwag. Dabei machen diese Spitzenwinzer mindestens ebenso sehr die Seele der Stadt aus.
Mag Venedig auch berühmter sein, so stammen die Motive und Ideen für die gepuzzelten Bilderwelten doch aus ihrer Schwesterstadt Grado. Die lohnt mit spätantiker Kunst und Sisi-Strand besonders den Besuch.
Die Vievinum in Wien bietet das Beste der Weinwelt.
Franziskaner, Mokka und Melange: Wien ist seit Jahrhunderten die Stadt des Kaffees. Und Johanna Wechselberger lehrt in ihrer Vienna School of Coffee weit mehr als nur die hohe Kunst seiner Zubereitung.
Vor 30 Jahren lehnte Whangarei ein Museum für den Künstler Hundertwasser ab. Nun hat die Stadt dem Wahlneuseeländer einen teuren Tempel gebaut – damit endlich Touristen kommen.
Die Krawatte hat es heute schwer. Aber bei „Wilhelm Jungmann & Neffe“ in Wien ist sie noch sehr lebendig.
Selbst wenn der japanische Kaiser eine Bestellung aufgibt: Die Wiener Imperial-Torte schmeckt für alle Kunden gleich, schwört ihr Konditor.
Vom einfachen Mahl österreichischer Bauern zum Nachtisch der feinen Wiener Küche: Die bescheidene Mehlspeise hat über die Jahrhunderte eine erstaunliche Karriere hingelegt.
Ein etwas anderes Hotel: Im „magdas“ in Wien arbeiten Menschen mit Fluchthintergrund oder Beeinträchtigungen, und man übernachtet in umfunktionierten Schränken.
Der Stephansdom in Wien ziert mit seinen farbigen Schindeln Postkarten und Fotos. Wie aber sieht es darunter aus? Eine Dachstuhlbesteigung.
Mitbringsel sollten nicht zu viel Platz wegnehmen. Nicht nur deswegen sind die Wiener Miniatur-Köstlichkeiten eine perfekte Wahl.
Bezahlbare Ferien in unbezahlbarer Kulisse: Eine Wien-Reise muss nicht teuer sein, vor allem im Sommer, wenn das Leben draußen stattfindet. Ein paar Tipps
Die österreichische Hauptstadt ist stolz auf ihr Wasser. Seit 150 Jahren fließt es über ein revolutionäres Leitungssystem aus den Bergen in die Stadt. Eine Wanderung von der Quelle bis an den Kaffeehaustisch.
Und überall ein Hauch Geschichte: Das Designhotel Leo Grand besticht durch einen gelungenen Mix aus Plüsch und klaren Linien.
Wer allein zum Philharmonikerball nach Wien reist, muss kein Mauerblümchen bleiben: Die Stadt bietet ihren Gästen nicht nur Leihkleider, Tanzstunden und Visagisten, sondern auch Taxitänzer. Selbstversuch mit einem gar nicht dressierten Mann.
Reisebuch
Österreichs Hauptstadt ist wie immer im Wandel: Wird nun aus dem roten Wien ein grünes – oder ein funkelndes? Unterwegs im Ersten Bezirk.
Im „Wiener Gäste Zimmer“ duftet es nach Bier, Stroh und Essig. Statt Großstadt hört man das Gackern der Hühner, und nach dem Frühstück führt der Hausherr in die Kunst des Brauens ein.
Das Fotofestival in Baden bei Wien widmet sich in diesem Sommer dem sehr hohen Norden.
Die Lust auf Kaffee hat schon August den Starken in die Knie gezwungen, und noch heute kann man in Leipziger Cafés mehr als einen Tag verbringen.
Alma und Gustav Mahler verbrachten drei dramatische Sommer in Wien, New York und im Südtiroler Pustertal. Eine Spurensuche.
Als Kulturhauptstadt wollte sich das kroatische Rijeka neu erfinden. Dann kam Corona – und die Besucher blieben aus. Was passiert nun in den sanierten Ruinen und auf Titos restaurierter Staatsyacht?
Die oberösterreichische Stadt Linz will sich etwas trauen: „Veränderung und Erlebnis“ heißt die Devise bei Kunst, Kultur und Tourismus – und das funktioniert verblüffend gut.
Schon vor fast hundert Jahren hat man in Berlin versucht, der Sehnsucht nach echtem Winter ein Zuhause zu geben – und den Schnee einfach selbst gemacht. Erfolg hatte die Idee dann erst in Wien.
Am Wiener Friedhof der Namenlosen wurden die Menschen begraben, die in der Donau umgekommen sind: Lebensmüde, aber auch Opfer von Unglücken und Verbrechen.
Wien sperrt auf, doch nicht mehr alle Schlüssel passen ins Schloss. Das Coronavirus beschert der Donaumetropole einen Neuanfang – und weist vielleicht auch einen Weg in die Zukunft.