Die Ampel kann nicht, wie sie will
Damit die Energiewende gelingt, wollen die Ampel-Parteien den Ausbau der Windkraft beschleunigen. Doch sie werden schnell an die Grenzen des Europarechts stoßen – und an die der deutschen Mentalität.
Damit die Energiewende gelingt, wollen die Ampel-Parteien den Ausbau der Windkraft beschleunigen. Doch sie werden schnell an die Grenzen des Europarechts stoßen – und an die der deutschen Mentalität.
Jedes Jahr verenden Greifvögel an Häuserwänden, auf Straßen – und an Windrädern. Intelligente Kamerasysteme könnten wenigstens Letzteres in Zukunft verhindern. Die Technik birgt aber noch so manche Tücke.
Kalter Winter, teurer Klimaschutz und wachsender Energieverbrauch: Die Stromkosten steigen überall – und Deutschland reagiert zögerlich.
Im westfälischen Haltern am See ist eine der größten Windkraftanlagen im Lande zusammengebrochen. Das habe sich nicht vorher angekündigt, sagt der Betreiber. Nun beginnt die Ursachensuche. Eine baugleiche Anlage wurde abgestellt.
Von Wolf bis Windkraft: Gut gemeinte Vorschriften, die in fernen Großstädten erdacht werden, treiben die Selbständigen auf dem Land in den Wahnsinn.
Die FDP will politische Einflussnahme der hessischen Landesregierung auf Gerichtsverfahren um die auf dem Taunuskamm geplanten Windräder klären. Eine Anfrage an die Landesregierung soll nun für mehr Klarheit sorgen.
Durch die Bewilligung der Windräder auf dem Taunuskamm verliert der südhessische Teilplan für erneuerbare Energien seine Grundlage. Der Schadensersatz an den Wiesbadener Energieversorger würde sich auf gut 34 Millionen Euro belaufen.
Für die Energiewende ist es entscheidend, wie viel erneuerbarer Strom erzeugt werden kann. Bezüglich der Windenergie brauchen wir uns offenkundig keine Sorgen zu machen.
Gespräch mit Annalena Baerbock +++ Windkraft +++ Klimaschutz +++ Karl Heinz Bohrer +++ Die Wissenschaft
Deutschland nähert sich seinen Klimazielen nicht an, sondern entfernt sich umso mehr, je höher sie gesteckt werden. Wie genügend Leistung aus Windkraft hinzugewonnen werden soll, steht in den Sternen.
Ausgerechnet im grün-schwarz regierten Südwesten kommt der Ausbau der Windenergie kaum voran – aus ganz verschiedenen Gründen. Doch nun setzt sich die Koalition ehrgeizige Ziele.
Der Ausbau der Windkraft schreitet voran. Aber die Branchenprognose liegt weit unter den Klimazielen. Was dauert so lange?
Niedersachsens Regierung will mit einem Erlass dem Ausbau der Windenergie Schwung geben. Sie soll zu einem Teil der norddeutschen Kulturlandschaft werden. Kritikern geht der Plan nicht schnell genug.
Die klimapolitische Instrumentalisierung der Katastrophe hat schon begonnen: Es soll alles viel, viel schneller gehen. Eine auf Schnelligkeit getrimmte Klimaschutzpolitik hat aber nicht zu pragmatischen Lösungen geführt.
Ohne Windräder keine Energiewende, sagt die Politik. Doch dort, wo sie hin sollen, sind die Zweifel groß. Manch einer fühlt sich allein gelassen – auch von jenen, die sonst auf Arten- und Naturschutz pochen.
Wie viel Fläche Südhessens soll für Rotoren bereitstehen? Einigen reichen 1,5 Prozent – anderen nicht. Die Mehrheit der Regionalversammlung will das Kapitel einfach nur noch abschließen.
Um fast ein Drittel ist die Stromproduktion aus Windkraft von Januar bis März gesunken. Grund dafür waren windarme Monate. Kohle und Erdgas wurden dagegen deutlich wichtiger.
Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Norwegens Regierungschefin Erna Solberg ist offiziell die 632 Kilometer lange Stromleitung Nordlink zwischen Deutschland und Norwegen eingeweiht worden. Durch sie soll vor allem Windstrom fließen.
Die hessische Landesregierung will Artenschutz und Windenergie vereinbaren. Eine neue Bewirtschaftung von Brachflächen soll Futterquellen für bedrohte Arten bieten. Die FDP nennt das Programm absurd.
Der Ausbau der Windenergie in Bayern stockt. Der Umweltminister der Freien Wähler will deshalb an den Regeln, wie weit Windräder von Siedlungen entfernt sein müssen, rütteln. Doch die CSU macht nicht mit. Wie passt das zu Markus Söders ambitionierten Klimazielen?
In einem Flächenkreis wie dem Rheingau-Taunus hat Mobilität einen besonderen Stellenwert. Vor der Kommunalwahl ruhen die Hoffnungen nun auf der Aartalbahn.
Große Hoffnungen ruhen auf schwimmenden Anlagen. Ein Branchenvertreter verspricht sogar purzelnde Preise.
Die Energieerzeugung habe Vorrang vor Artenschutz, steht in einer hessischen Vorschrift. Sie entfalte „gegenüber Gerichten keine Bindungswirkung“, stellt nun der Verwaltungsgerichtshof fest. Eine Schlappe nicht nur für zwei Grünen-Minister.
Die hessischen Grünen wollen die Genehmigungsverfahren für den Bau von Windrädern beschleunigen und sähen sich dabei lieber in einer Koalition mit der SPD.
Der Artenschutz hat in der Vergangenheit so manches Projekt der Windkraft scheitern lassen. Das will die hessische Landesregierung künftig verhindern. Dabei ist der Beschluss nicht mehr als ein kleines Symbol der Hilflosigkeit.
Die Energieversorgung soll künftig ein größeres Gewicht haben als der Artenschutz. So steht es in einer neuen Verwaltungsvorschrift der hessischen Landesregierung.
Befürworter der Windenergie haben im Rheingau-Taunus-Kreis einen schweren Stand. Der Landrat ist dabei keine Ausnahme.
Der Ausbau der Windkraft soll forciert werden. Doch Netzbetreiber 50Hertz ist mit den Plänen für die Ostsee unzufrieden – und ein dänischer Investor warnt, dass Deutschland bald kein attraktiver Markt mehr sein könnte.
Auf dem Parteitag der Konservativen hielt sich der britische Premierminister nicht mit der Corona-Krise und ihren negativen Folgen auf. Stattdessen präsentierte sich der einstige Windkraftgegner als Visionär der Windenergie.
Herabstürzende Flügel, brennende Rotoren: Über die Sicherheit von Windkraftanlagen wird heftig gestritten. Ein Hersteller muss für Reparaturen sogar 175 Millionen Euro zurückstellen.
Der Wirtschafts- und Energieminister will bald eine Neufassung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz präsentieren. Erste Details sind jetzt bekannt geworden. Was wohl der Wirtschaftsflügel seiner Partei dazu sagen wird?
Mit Windkraft verdient die Gemeinde Heidenrod im Rheingau-Taunus gut. Am 1. November entscheiden die Bürger über die Ansiedlung einer Holzkohlefabrik.
Allein mit allen denkbaren Offshore- Windkraftanlagen könnte man den elffachen Strombedarf der Welt decken. Die neueste Technik: Giganten, die im Meer schwimmen, kleine Generatoren ohne Rotorblätter – oder fliegende Anlagen.
Die Briten zahlen für ihre Energiewende nur halb so viel wie die Deutschen. Das hat einen einfachen Grund.
Der Ausbau der Windkraft hinkt vor allem in Deutschland den gesetzten Zielen hinterher. In anderen europäischen Ländern sieht es nicht viel besser aus. Die Branche ist enttäuscht.
Hessen setzt auf einen gewaltigen Umbau der Stromerzeugung. Dazu wurden 17 Windräder seit Anfang des Jahres gebaut. Diese sind aber so gut wie nichts, wenn die Neuausrichtung der Energiepolitik wirklich gelingen soll.