Die Chronik einer Katastrophe
Einst galt Moria als Durchgangslager für Migranten. Dann wuchs es zur zweitgrößten Stadt auf Lesbos an und wurde zur Endstation – mit Protesten, Bränden, Toten. Ein Überblick in Wort und Bild.
Einst galt Moria als Durchgangslager für Migranten. Dann wuchs es zur zweitgrößten Stadt auf Lesbos an und wurde zur Endstation – mit Protesten, Bränden, Toten. Ein Überblick in Wort und Bild.
Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria fragen sich viele: Wie konnten Griechenland und die EU solche Zustände zulassen? Die Antwort ist einfach. Aber sie tut weh.
Die griechische Regierung beschuldigt Migranten, den Brand im Flüchtlingslager Moria gelegt zu haben – und wählt drastische Worte. Derweil sind Tausende auf der Suche nach einer neuen Bleibe.
Der Bewerber um den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen hat „konkrete Hilfe“ für Griechenland gefordert. Deutschland solle 5000 Migranten aus dem abgebrannten Lager Moria aufnehmen, schrieben er in einem Brief an Bundesinnenminister Seehofer.
Auf Lesbos hätte die EU zeigen können, dass der Flüchtlingsdeal mit der Türkei funktioniert und sie ihre eigenen Regeln ernst nimmt. Stattdessen blickt sie nun auf Schutt und Asche.
In und um das Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos waren in der Nacht zum Mittwoch zahlreiche Brände ausgebrochen. Die griechische Regierung spricht von Brandstiftung.
Auf der griechischen Ferieninsel Samos sind mehrere Waldbrände ausgebrochen. Mehrere Hotels mussten am Wochenende evakuiert werden.
Gleich mehrere Urlaubsorte stehen in Flammen: In den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ist ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. Und in Griechenland hat es die Feuerwehr gleich mit mehr als 50 Bränden zu tun.
Hunderte Feuerwehrleute kämpfen in Griechenland gegen mehr als 50 Waldbrände an. Angefacht durch starken Wind und große Hitze wüten die Feuer in mehreren Landesteilen.
Nach massiven Waldbränden in Griechenland gibt es keinen Grund zur Entwarnung: Auch am Sonntag werden Temperaturen um die 40 Grad Celsius erwartet.
Zwar sind die Brände in Griechenland gelöscht, doch für die Menschen aus Mati ist die Katastrophe damit noch nicht vorbei. Noch immer bergen die Einsatzkräfte Tote, viele Menschen werden weiterhin vermisst.
Der zuständige Minister verweist auf Zeugenaussagen und Beweisstücke, die belegten, dass das Feuer im Küstenort Mati auf „kriminelle Handlungen“ zurückgehe. „Extreme Wetterbedingungen“ hätten die Brände noch begünstigt.
Nachdem die meisten Waldbrände rund um Athen unter Kontrolle sind, inspizieren Mitarbeiter der griechischen Regierung die Schäden. Besonders betroffen ist der Ferienort Mati.
Die deutsche Regierung trage eine Mitschuld an den Waldbränden in Athen, kritisiert die Linkspartei. Die Feuerwehr sei wegen der Sparauflagen für Griechenland nicht ausreichend ausgerüstet gewesen.
Noch immer finden die Einsatzkräfte Opfer in den Trümmern. Unter den Toten sind auch weitere Touristen.
Kürzungen im Katastrophenschutz waren Teil des griechischen Austeritätspakets. Haben sie zur Brandkatastrophe beigetragen?
Die Feuerwehr hat mittlerweile fast alle Waldbrände in Griechenland gelöscht. Mindestens 79 Menschen starben. Die griechische Justiz sucht nach den Ursachen der Katastrophe.
In Griechenland wüten Waldbrände, die bisher mindestens 70 Menschen das Leben gekostet haben. Mitschuldig an der Katastrophe könnte auch eine Gesetzesänderung von 2014 sein.
Die Flammen lodern bereits östlich und westlich Athens, in Rafina fliehen hunderte Menschen ins Meer. Der Zivilschutz spricht vom „schlimmsten Szenario“ – mindestens 60 Menschen kommen ums Leben, Tspiras ruft die Staatstrauer aus.
Die griechische Feuerwehr muss gegen verheerende Waldbrände nahe der Hauptstadt Athen ankämpfen. Viele Bewohner kamen nur deshalb mit dem Leben davon, weil sie ins Wasser geflüchtet waren.
Seit Tagen herrschen Temperaturen von 40 Grad, es ist extrem trocken und jetzt kommt auch noch starker Wind hinzu. In Griechenland geraten zwei Waldbrände außer Kontrolle.
Griechenland kämpft derzeit gegen schwere Waldbrände. Nun hat das Land die EU um Hilfe gebeten. Frankreich hat bereits abgesagt. Auch dort wüten riesige Feuer.
Bei starkem Wind, Sommerhitze und Trockenheit sind in Griechenland mehrere Waldbrände ausgebrochen. Regierungschef Tsipras eilt zur Krisenzentrale. Der Verteidigungsminister vermutet Brandstfiter am Werk.
In Griechenland häufen sich Brände – weil Geld für Heizöl fehlt. Vielen Wohnungen fehlen geeignete Feuerstellen und wem der Strom abgestellt wurde, der kommt auf waghalsige Ideen.
Feuerwehren im Dauereinsatz und viele Haushalte ohne Strom: Mit den Wetterkapriolen von Gluthitze bis Unwetter haben viele europäische Länder zu kämpfen.
Löschflugzeuge sind eine effiziente Methode zur Bekämpfung von Waldbränden. Aber die Anforderungen an Mensch und Maschine sind extrem.
Schwere Waldbrände und Wassermangel machen nach wochenlanger Extremhitze Südeuropa zu schaffen. In Italien kamen zwei Männer ums Leben.
Alexis Tsipras sieht sich weiter als Vertreter der Mehrheit der Griechen und droht mit Protesten gegen künftige Sparbeschlüsse. Der Wahlsieger Antonis Samaras hat zwar vor allem auf dem Land gut abgeschnitten, aber im Großraum Athen geben die Linksradikalen den Ton an.
Ein Staat, der Naturkatastrophen nicht wirksam verhüten und bekämpfen kann, verspielt das Vertrauen seiner Bürger. Er delegitimiert sich.
Das griechische Parlament hat den von EU, EZB und IWF geforderten Sparmaßnahmen zugestimmt und damit eine wichtige Voraussetzung für weitere Finanzhilfen erfüllt. In Athen kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Verletzte, Dutzende Gebäude gingen in Flammen auf.
Griechenland bekommt im Kampf gegen eine ganze Serie von Waldbränden Hilfe aus Frankreich, Italien und Spanien. Die Feuerwehr kämpfte am Freitag gegen mindestens sieben große Waldbrände von der griechisch-türkischen Grenze bis zum Stadtrand Athens.