Das Virus auf Distanz halten
„Soziale Distanz“ als Zauberwort der Stunde: Die Kurve abflachen und zu Hause bleiben – die Botschaft hat sich rasend verbreitet. In London hingegen verfolgte man zuerst einen anderen Ansatz.
„Soziale Distanz“ als Zauberwort der Stunde: Die Kurve abflachen und zu Hause bleiben – die Botschaft hat sich rasend verbreitet. In London hingegen verfolgte man zuerst einen anderen Ansatz.
Europa könne nicht darauf verzichten, Einreisen zu kontrollieren, sagt der Bundespräsident. Kinder aufzunehmen, sei richtig. Bei den Bürgern wirbt er um Verständnis für Einschränkungen wegen des Coronavirus.
Allein am Sonntag starben in Italien 368 Menschen an den Folgen der Corona-Infektion. Jetzt sollen Messehallen zu Krankenhäusern werden – mit medizinischem Personal aus dem Ursprungsland des Virus. Und aus zwei der ärmsten Staaten Amerikas.
Pimco-Chefökonom Joachim Fels glaubt nicht, dass sich die Börsen schnell wieder erholen werden. Im Interview spricht er über die Gründe des Absturzes, verheerende Unternehmenspleiten – und wo Mutige auch jetzt noch investieren könnten.
In ruhigen Zeiten kann man die Gewohnheiten des Lebens mit dem Leben selbst verwechseln. Das geht jetzt nicht mehr: Die Corona-Pandemie stellt Selbstverständlichkeiten der Gesellschaft in Frage. Darin liegt eine Gefahr. Aber auch eine Chance.
Wegen der Ausbreitung des Virus bittet der Marktführer um Unterstützung. TUI erklärte zudem, vorerst fast niemanden mehr in den Urlaub zu schicken. Der Druck auf Konkurrenten wächst, in diesem Punkt nachzuziehen.
Bisher riet die Bundesregierung nur von Reisen in stark vom Coronavirus betroffene Länder ab. Jetzt wird die Empfehlung ausgeweitet. Der Grund: Es wird immer schwieriger, zurückzukommen. Zugleich vollzieht Tui einen drastischen Schritt.
Die Krise wird die Auslese in der Flugbranche beschleunigen. Staatshilfen für wirtschaftlich in Schieflage geratene Unternehmen können daran nichts ändern. Doch in Zeiten von Corona müssen Szenarien ständig neu gedacht werden.
An den Grenzen zu Österreich, zur Schweiz, Luxemburg, Dänemark und Frankreich wird von Montag an wieder kontrolliert. Wie lange die Regelung gelten soll, lässt der Innenminister offen. Die Lage sei „sehr ernst".
Die Republikaner warnten vor einem „Staatsstreich“, sollten die Kommunalwahlen verschoben werden – deswegen blieb es trotz der Corona-Krise bei dem Termin. Über einen Ausnahme-Wahlsonntag in Frankreich.
Wer sich nicht an die Ausgangssperre hält, dem drohen in Spanien hohe Geldstrafen. Nachdem die Zahl der Infizierten rasant gestiegen ist, hat das Land harte Maßnahmen ergriffen. Den Katalanen geht das nicht weit genug.
Italiener aus der Corona-geplagten Lombardei setzen sich nach Sardinien ab. Dort erwartet sie ein Gesundheitssystem, das schwächelt.
Normalerweise drückt sich die Solidarität zwischen den Generationen in einer Krise dadurch aus, dass man hinfährt und sagt: „Hier bin ich“. Genau das fällt nun wegen der Infektionsgefahr aus. Wie ist das für die Älteren?
Für das öffentlich-rechtliche Onlineportal „funk“ hat das Bohemian Browser Ballett eine Corona-Satire produziert und damit viel Kritik geerntet. Dafür, heißt es jetzt aus dem Team, habe man Verständnis – für die Einwände weniger.
Deutschland ist im Ausnahmezustand. Vieles wird neu geregelt: in Schulen, Kliniken, Bussen, überall.
Amerika und China streiten darüber, wer Schuld trägt am Corona-Ausbruch. Peking droht, keine Medikamente mehr zu liefern. Das bestärkt jene Amerikaner, die die Abhängigkeit von chinesischen Importen ohnehin gerne verringern würden.
Krankenhausbetten gibt es in Deutschland genug. Doch das Gesundheitssystem hat andere Schwächen: Es fehlt an Wissen und an Vorbereitung auf Pandemien.
Als in Wuhan das Coronavirus ausbrach, blieben die Fußballspieler des einheimischen Klubs im Trainingslager in Spanien. Eineinhalb Monate später reisen sie zurück – weil es dort jetzt viel sicherer als in Europa ist.
Eine solche Entschleunigung hätte sich noch vor kurzem niemand in Deutschland vorstellen können. Aber so soll auch das Virus entschleunigt werden.
Alle Spanier sollen zuhause bleiben – mindestens zwei Wochen, möglicherweise auch viel länger. Der Alarmzustand, den die Regierung nach einer acht Stunden dauernden Krisensitzung in Kraft gesetzt hat, bringt das Land fast vollständig zum Stillstand.
Auch in der Bundesliga ruht der Ball. Der Weg dorthin war jedoch eine zögerliche, fast widerwillige Anpassung an die Realitäten: Wie ein Spieler, der in jedem Zweikampf zu spät kommt.
Erst widersetzte sich Boris Johnson dem Trend zu drastischen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Er berief sich dabei auf Verhaltensforscher – und wurde heftig kritisiert. Nun will auch er Großveranstaltungen verbieten.
Armin Laschet ist Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und will Vorsitzender der CDU werden. Ein Gespräch über europäische Solidarität in Zeiten der Pandemie, Klopapier, Flüchtlinge und den Umgang mit Erdogan.
Die AfD versucht, die Corona-Pandemie politisch auszuschlachten. Doch ganz einig ist sich die Partei dabei nicht. Die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel hat sich mit ihrer Haltung isoliert.
Wie konnte die Welt es zulassen, dass die Sportverbände so groß wurden, dass sie anfingen, sich über alles zu erheben? In der Corona-Krise erweckt IOC-Präsident Thomas Bach den Eindruck, als drehte sich diese Erde um die fünf Ringe.
Marcell Engel ist Profi-Desinfektor. Hier erklärt er, wie er ein Gebäude reinigt, ob Schnaps gegen das Coronavirus hilft – und was jeder tun kann, um sich zu schützen.
Das Virus wird zur Vorlage für einen Streich. NBA-Spieler Rudy Gobert betatscht Aufnahmegeräte und Mikrofone. Selten so wenig gelacht. Ihm vergeht es auch zügig, als er derjenige ist, der positiv auf Corona getestet wird.
Kostenlose Coronavirus-Tests und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: In den Verhandlungen über Notmaßnahmen gegen die Virusepidemie erzielen Demokraten und Republikaner einen Durchbruch. Donald Trump will das Gesetz so schnell wie möglich unterschreiben.
Die französische Regierung ist verstimmt: Die deutschen Kontrollen an der Grenze seien „überraschend“. Eine Landrätin aus dem Breisgau hofft dagegen, dass diese noch weiter ausgeweitet werden.
In Italien sind wegen des Coronavirus auch Gottesdienste untersagt worden. Das Bistum Rom ordnete sogar die Schließung aller Kirchen an. Doch die Proteste waren zu stark.
Zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung werden sich mit dem Coronavirus infizieren – sagt die Bundeskanzlerin. Wie kommt es zu dieser Zahl? Warum die Statistiken zur Epidemie mit so vielen Ungewissheiten behaftet sind.
Mitte in der Coronakrise schafft der Schweizer Pharmakonzern einen gewaltigen Sprung in der Diagnostik. Amerikas Gesundheitsbehörde gibt im Eilverfahren grünes Licht.
Wohin mit den Kindern? Fast alle Bundesländer schließen im Verlauf der kommenden Woche ihre Schulen. Das führt zu neuen Problemen – und gefährdet die Großeltern.
Schwere Kunst der Selbstbeschränkung: Vor allem die italienische Jugend rebelliert gegen den auferlegten Verzicht. Künstler, Musiker und Literaten werben derweil für den häuslichen Rückzug.
Die Bundesregierung kündigt unbegrenzte Finanzhilfe im Kampf gegen die Corona-Krise an. Sie könnte den richtigen Zeitpunkt genau getroffen haben.
Die Metallbranche in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beschäftigt 200.000 Menschen. Bei den Tarifverhandlungen geht es unter dem Eindruck des Coronavirus um Jobsicherung statt Lohnforderungen.