Infiltriert vom Heiligen Geist
Die Öffentlichkeitsarbeit des Vatikans bleibt knapp dosiert. Klar scheint nur, dass die Kirche sehr viel weiter gehende Untersuchungen verhindern und deshalb die italienische Justiz nicht einschalten will.
Die Öffentlichkeitsarbeit des Vatikans bleibt knapp dosiert. Klar scheint nur, dass die Kirche sehr viel weiter gehende Untersuchungen verhindern und deshalb die italienische Justiz nicht einschalten will.
Der Sanofi-Arbeitsdirektor Emmanuel Siregar war lange Zeit im Vatikan tätig. „Ich wünsche mir, dass ich dazu beitrage, den Standort zu sichern, dass wir im Konzern unabdingbar werden, weil wir so gut sind“, sagt er in Höchst.
jöb. ROM, 13. August. Der Heilige Stuhl will in einem öffentlichen Prozess gegen den früheren Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. vorgehen.
jöb. ROM, 13. August. Wegen schweren Diebstahls wird sich Paolo Gabriele, der frühere Kammerdiener des Papstes, im Herbst vor einem Kollegium aus drei Richtern ...
Der ehemalige Kammerdiener Benedikts XVI. wird beschuldigt, Dokumente vom Schreibtisch des Papstes gestohlen zu haben. Nun wurde Anklage wegen schweren Diebstahls gegen ihn erhoben. Auch ein mutmaßlicher Helfer wurde angeklagt.
Am Dienstag wird der Hohe Dom zu Fulda 300 Jahre alt. Bonifatius, der Missionar der Deutschen, liegt hier begraben.
Das Satiremagazin „Titanic“ will vom Papst nicht lassen. Die Zeitschrift hatte in ihrer Juli-Ausgabe Benedikt XVI. unter der Überschrift „Halleluja im Vatikan ...
Der Streit zwischen dem Satiremagazin „Titanic“ und Benedikt XVI. geht weiter: Nachdem der Vatikan gegen die Juli-Ausgabe eine einstweilige Verfügung erwirkt hat, zeigt auch das neue Cover den Papst - farbig bekleckts und mit Kussabdrücken auf der Soutane.
Eine Vermutung über die Urheber von „Vatileaks“ stößt in der Kurie auf scharfen Widerspruch. Es kursieren Gerüchte, denen zufolge der „Rabe“ ein Netz von drei Mittätern um sich gesponnen haben soll.
Der Europarat hat dem Vatikan zwar deutliche Fortschritte beim Kampf gegen die Geldwäsche bescheinigt, doch die Kontrolle der Vatikanbank bleibe noch unzureichend.
Der Papst erkennt Rom als Hauptstadt des italienischen Staates an, der Duce, ein früherer Marxist, die Souveränität des Heiligen Stuhls.
Der Papst lädt Daniel Barenboim, dessen Orchester und Berliner Prominenz in seine Sommerresidenz. Von einem symbolträchtigen Nachmittag mit technischen Pannen.
Die von Daniel Deckers in seinem Leitartikel „Brutal im Vatikan“ (F.A.Z. vom 26. Juni) geschilderte Situation im Vatikan erinnert an die schöne ...
Im Rechtsstreit mit der Kirche will das Satiremagazin Titanic kämpfen bis zum „Jüngsten Gericht“. Trotz der einstweiligen Verfügung findet das Magazin Grund zur Freude.
Die Rechtsberaterin der „Titanic“ tritt für Meinungs- und Kunstfreiheit ein und wünscht sich ein ein besseres Verständnis für Satire - zumindest bei Juristen.
Der Vatikan erwirkt vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen das Satiremagazin „Titanic“. Titelbild und Rückseite der aktuellen Ausgabe dürfen nicht weiter verbreitet werden.
Ein alter Konflikt innerhalb der chinesischen katholischen Kirche flammt wieder auf. Am Freitag soll ein Bischof geweiht werden, aber der Papst hat nicht zugestimmt. Peking verbittet sich traditionell jede „Einmischung“. Die Gläubigen sitzen zwischen allen Stühlen.
Papst Benedikt XVI. hat den Regensburger Bischof Müller zum neuen Präfekten der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre ernannt. Der Papst erhob den 64 Jahre alten Müller mit dem Ruf nach Rom zugleich zum Erzbischof.
Die Piusbruderschaft will die „zuletzt vom Vatikan vorgelegte Version“ über Bedingungen für die Wiederaufnahme in die Kirche offenbar nicht annehmen.
Im Vatikan weiß niemand, wem er noch vertrauen kann. Der Papst ist das Opfer einer Intrige, weil er der klerikalen Vertuschung den Kampf angesagt hat. Selbst um sein Leben wird gefürchtet.
Benedikt XVI. kennt nun offenbar die Namen der „Raben“, die seinen Kammerdiener beauftragten, päpstliche Dokumente für die Presse zu stehlen. Doch der Vatikan schweigt sich aus.
Seit Wochen spielen Unbekannte italienischen Medien geheime Dokumente aus dem Vatikan zu. Um Unrecht aufzudecken, sagen sie. Geht es wirklich darum?
Die Vatikanbank droht in den italienischen Skandalstrudel zu geraten. Der entlassene Präsident der Bank soll ein Memorandum geschrieben haben, das im Falle eines Unfalls an den Papst hätte weitergereicht werden sollen. Jetzt interessiert sich die Öffentlichkeit dafür.
Die „Raben“ machen Benedikt XVI. das Leben schwer. Solange der „Vatileaks“-Skandal nicht beendet ist, treten seine seelsorgerischen Anliegen in den Hintergrund.
Im Vatikan gibt es offenbar nicht nur einen „Raben“: Der Sprecher des Vatikan Lombardi rechnet mit weiteren vertraulichen Veröffentlichungen. Der Papst kenne die Probleme, sei aber „keineswegs voller Angst“.
Altarbild, Kunstikone, Keksdose: In Dresden werden Entstehung und Nachruhm der Sixtinischen Madonna gezeigt. Vor allem aber zeigt man das weltberühmte Bild im neuen Goldrahmen.
In Spanien muss die katholische Kirche keine Grundsteuern für deren Grundeigentum und Immobilien bezahlen. Jetzt wollen die spanischen Sozialisten die Kirche stärker in den Kampf gegen die Finanzkrise einbinden.
Am vergangenen Donnerstag hat die Vatikanbank überraschend ihren Präsidenten abgelöst. Jetzt bestätigt der Vatikan, dass auch ein Kammerdiener des Papstes verhaftet wurde. Die Zusammenhänge sind verworren.
Eigentlich sollte Ettore Gotti Tedeschi die Konten der Vatikanbank in Ordnung bringen und die Bank vom Ruch zwielichtiger Geschäfte befreien. Doch jetzt muss er gehen.
Wieder eine Spur, die ins Nichts führte: Das Schicksal von Emanuela Orlandi, die 1983 in Rom verschwand, bleibt ungeklärt - trotz spektakulärer Suche nach ihren sterblichen Überresten.
Wenn Meerschweine kommerzielle Wunder bewirken: Der Wiener Schriftsteller und Regisseur David Schalko liefert für den ORF mit „Braunschlag“ eine schwarzhumorige Gesellschaftskomödie.
Die Umbettung eines Mafioso vom Stadtfriedhof in die Krypta neben Päpste und Kardinäle wirft viele Fragen auf – unter anderem, ob der Vatikan ein vermisstes Mädchen neben ihm begraben ließ.
Dagegensein als Prinzip? Der Aufruf Benedikts XVI., die Kirche möge sich entweltlichen, scheidet die theologischen Geister. Wie kann der Glaube, wenn er selbst Kultur ist, gegen die Kultur ins Feld geführt werden?
Wider die Ideologisierung des Christentums: Es fehlt an Klarheit, wo vom Glauben her der Zweifel seinen Platz hat - und wo gerade nicht.
In Mexiko hatte er Zugang zu den Mächtigen des Staates. In Rom waren ihm alle gewogen - sogar der Papst. Doch Marcial Maciel Degollado, der Gründer der „Legionäre Christi“, führte ein Doppelleben. Er, der sich von Gott zu Besonderem berufen fühlte, missbrauchte jahrelang Kinder.
Papst Benedikt ist in Kuba eingetroffen. Am Dienstag reist er nach Havanna weiter, wo die Kubaner mit ihm die Messe feiern sollen, wo sonst der Máximo Líder Reden schwingt. Doch das Regime hat sich der Kirche nur wenig geöffnet.