Erdogan ruft zum Boykott französischer Waren auf
„Achtet nicht auf französisch gekennzeichnete Waren, kauft sie nicht“, fordert der türkische Präsident in einer Fernsehansprache. Die deutsche Kanzlerin reagiert – und stellt sich hinter Macron.
„Achtet nicht auf französisch gekennzeichnete Waren, kauft sie nicht“, fordert der türkische Präsident in einer Fernsehansprache. Die deutsche Kanzlerin reagiert – und stellt sich hinter Macron.
Im „Krieg gegen den Terror“ wurden Fortschritte erzielt. Die Ermordung des Lehrers Samuel Paty aber hat viele Franzosen aufgewühlt. Die Tat könnte ein Wendepunkt im Kulturkampf gegen den Islamismus sein.
Frankreich ist stolz auf die Trennung zwischen Staat und Religion. Nun ist ein Lehrer Opfer eines brutalen Anschlags geworden – ausgerechnet wegen Mohammed-Karikaturen.
Die Jahre der bundesrepublikanischen Sekurität, in denen allenfalls stadtbekannte Sonderlinge Gerichte mit dem damals kaum relevanten Verhältnis von Seuchenbekämpfung und Religionsausübung beschäftigten, sind vorbei.
Die frühere Standesbeamtin Kim Davis hatte sich Wochen nach der Legalisierung der Ehe für Homosexuelle geweigert, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen – und wurde daraufhin verklagt. Der Supreme Court lehnt ihren Antrag auf Berufung nun ab.
„Fratelli tutti“ (auf Deutsch etwa: Brüder sind wir alle) ist die dritte Enzyklika von Papst Franziskus. Er will der Menschheit inmitten der Pandemie neue Wege weisen.
Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo macht keinen Hehl daraus, dass er die China-Politik des Vatikans für falsch hält. Während seines Rom-Besuchs wird er diesmal nur von zwei leitenden Mitarbeitern des Papstes empfangen.
Amy Coney Barrett sei eine Frau von „unnachgiebiger Loyalität gegenüber der Verfassung“, sagt Donald Trump. Das bedeutet nicht, dass sie ihm verpflichtet ist. Der Präsident spielt mit dem Feuer, wenn er glaubt, den Supreme Court notfalls für sich einspannen zu können.
Während viele westliche Staaten auf Konfrontationskurs zu China gehen, will der Vatikan ein Abkommen mit Peking verlängern. Kritiker werfen ihm vor, er verrate damit die Untergrundkirche.
Ein Publizist schlägt die Kirchen als Vermittler zwischen Machthaber Lukaschenka und der Protestbewegung in Belarus vor. Sie seien „das Beste“, was das Land habe. Kenner bezweifeln dies.
Vertreibung +++ Gottesdienste in Mecklenburg-Vorpommern +++ Nationalökonom Adam Smith
Staatliche Neutralität in Religionsdingen ist ein hohes Gut. Aber Religionsfreiheit unter Umständen ein noch höheres.
Berlin hatte als letztes Bundesland an einem strengen Neutralitätsgebot für den öffentlichen Dienst festgehalten. Doch die obersten Arbeitsrichter geben nun einer Frau recht, die sich diskriminiert fühlte.
Das im Berliner Neutralitätsgesetz verankerte pauschale Kopftuchverbot für Lehrerinnen verstößt laut Bundesarbeitsgericht gegen die Verfassung. Nach Einschätzung der Richter sei ein generelles Verbot zum Erhalt des Schulfriedens nicht rechtens.
In Mecklenburg verbot der Bischof den Katholiken, an den Ostertagen Gottesdienst zu feiern – obwohl es die Landesregierung zugelassen hätte.
Am Abend werden in Bukarest Gebäude rot angestrahlt, um an verfolgte Christen weltweit zu erinnern. Der Mann hinter der Initiative gilt als Verfechter nationalistischer Positionen – und sieht neben den Christen auch die Freiheit der Rede in Gefahr.
Die „Bild“-Zeitung stößt sich am Auswärtstrikot des 1. FC, weil es neben dem Kölner Dom auch die Ditib-Moschee im Stadtbild zeigt. Doch für einen Skandal fehlt ihr der richtige Treffer.
Hunderte Muslime versammeln sich mit dem türkischen Präsidenten zum Freitagsgebet in der Hagia Sophia. Aus Protest läuten in Griechenland und Zypern die Glocken vieler orthodoxer Kirchen.
Es sollte, wie immer, nach einem Akt der Stärke aussehen. Aber die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee offenbart vor allem, dass der türkische Präsident in Bedrängnis ist.
China kündigt Sanktionen gegen amerikanische Senatoren an. Unter ihnen sind zwei bekannte Politiker der Republikaner. An ihrer Kritik wollen die Vereinigten Staaten festhalten.
Ein Schweizer Gericht urteilt über bekannte Vorwürfe gegen die Zeugen Jehovas, von der Ächtung Abtrünniger bis hin zur Zwei-Zeugen-Regel beim sexuellen Missbrauch. Das könnte auch Zweifel an der deutschen Rechtsprechung aufkommen lassen.
Klaus Johannis und die Ungarn +++ lateinische Inschriften +++ Wenig Gerichtserfolge des BVerfG +++ höfliche Polizisten +++ Elsässerditsch +++ Kuppelbekrönung +++ Polizeihunde einsetzen
Warum der brandenburgische Verfassungsschutz nun den gesamten AfD-Verband als Verdachtsfall betrachtet – und was das mit dem Einfluss von Andreas Kalbitz in der Landespartei zu tun hat.
Die Normalität ist weggebrochen, die Verfassung reagiert elastisch. Doch keine Gesellschaft, erst recht nicht die deutsche, hält auf Dauer ein Notregime aus.
Für Taiwans Verteidigungsministerium habe es sich um einen „normalen Einsatz“ gehandelt, Peking reagiert jedoch sensibel auf Washingtons Unterstützung des Inselstaats.
Religion und Freiheit: Der frühere bayerische Kultusminister erinnert sich an den umstrittenen Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vor 25 Jahren. Ein Gastbeitrag.
Hermeneutik ohne Trauma: War 1968 wirklich das Scheidejahr, das Joseph Ratzingers Lebensweg in ein liberales Vorher und ein konservatives Nachher aufspaltete?
Manche Gouverneure hätten Alkoholläden und Abtreibungskliniken als wichtig eingestuft, nicht aber Kirchen, kritisiert Donald Trump. Er will sie schon am Wochenende wieder geöffnet sehen.
Prominente Geistliche warnen davor, dass dubiose Mächte die Pandemie nutzten, um Bürger- und Menschenrechte außer Kraft zu setzen. Würdenträger machten sich damit gemein mit Verschwörungstheoretikern, kritisiert die Laienbewegung „Wir sind Kirche“.
Die Glaubensgemeinschaft der Bahai fühlt sich durch den Bau der Rotoren an ihrem Tempel in ihrer Religionsfreiheit beschnitten fühlen. Unterstützung bekommt sie dabei von den Hofheimer Kommunalpolitikern.
Die Gerechtigkeitsfrage wird in der Corona-Krise immer häufiger und lauter gestellt. Unternehmen und Bürger haben in Hessen bereits 40 Normenkontrollverfahren beantragt. Neue Eilgesuche kommen beinahe täglich hinzu.
Christen, Juden und Muslime nehmen Einschränkungen hin, weil sie aus Nächstenliebe und zum Schutz des Lebens geschehen. Dafür gebührt ihnen Dank. Ein Gastbeitrag des Bundesinnenministers.
Unter strengen Auflagen werden Gottesdienste wieder erlaubt. Doch wie erbaulich ist das – mit Abstand halten, ohne Chor und Gemeindegesang? Kritiker warnen vor einer „Versektung“ durch eine „so sonderbare Liturgie“.
Viele Mitglieder der Gemeinschaft der Amischen befolgen die Abstandsgebote im Kampf gegen Covid-19 bislang nur zögerlich. Denn sie fürchten nur den Einen.
Die katholischen Bischöfe Italiens haben das Gottesdienstverbot bislang anstandslos mitgetragen. Doch nun ist die Geduld der Bischofskonferenz am Ende.
Der muslimische Fastenmonat Ramadan hat begonnen. Als „kleinen Trost“ erlaubt die Stadt Frankfurt einigen Moscheegemeinden einen Gebetsruf – denn das gemeinsame Gebet und Fastenbrechen darf in der Krise nicht stattfinden.